La Ballade

Geschichten und Musik

Buchmesse Saar 2021 – Ungelegte Eier

Heute, am letzten Tag der Buchmesse Saar 2021, will ich kurz über ungelegte Eier gackern. Es geht um ein Buch, das eigentlich rechtzeitig vor diesem Wochenende veröffentlicht werden und einen Platz im Messestand einnehmen sollte. Immerhin das Cover ist fertig, behaupte ich, also zeige ich es her und klebe eine Leseprobe dazu.

Buchmesse Saar 2021Das Schwert des Wilden Landes

Sie waren umzingelt. In einen Hinterhalt der Räuber geraten. Wie hätte Hossíek das vorhersehen sollen? Jetzt war es ohnehin zu spät, darüber nachzudenken. Sie mussten sich den Weg freikämpfen.

Tjembo Repete hatte sein Pferd schon gewendet und stürmte auf die vermummten Gestalten ein, die den Hohlweg versperren wollten. An seiner Seite konnte Hossíek nicht bleiben, zwischen den königstreuen Reitern und der Böschung drängten sich weitere Feinde. Aber das waren keine Räuber, sondern kleine, gräulich-grüne Geschöpfe, die blitzschnell hin und her sprangen. Er hieb blindlings auf sie ein, um sie von Tjembo Repete fern zu halten.

Ob Tar Sinon, Guwar Ziemhurst und Jiesche Kojarn hinter ihm etwas taten, konnte er nicht feststellen. Auch von dort regnete es Hiebe und Steine und Gebrüll. Pferde bäumten sich auf und keilten aus.

Etwas knallte gegen Hossíeks Helm. Ihm wurde schwarz vor Augen. Sein Arm gehorchte ihm nicht mehr, und die Welt drehte sich um ihn.

* * *

Hossíek hielt sich mehr schlecht als recht im Sattel. Jeder Schritt seines Pferdes kam als dumpfer Schlag in seinem Kopf an. Sein ganzer Körper schien nur noch aus Schmerz zu bestehen.

Wie lange musste er das noch aushalten? So weit konnte es nicht mehr sein zum sicheren Haus im Bodrawer Moor. Dorthin waren sie doch unterwegs, oder?

Seinen Begleiter nahm Hossíek kaum wahr. War das Tjembo Repete? Oder einer von den anderen, den Räubern von der Landstraße?

Da stieg mit einem Mal das Pferd dieses Reiters. Hossíeks eigenes Reittier tänzelte – wieder ein paar schmerzhafte Stöße für seinen Kopf.

Was ist los?“, fragte Hossíek.

Ich hab uns angemeldet.“ Also doch Herr Repete. Was er wohl damit meinte?

Endlich hörte das Stoßen in Hossíeks Kopf auf. Wie aus weiter Ferne hörte er Herrn Repete mit jemandem sprechen. Mit einer Frau. Kannte er die Stimme?

* * *

Fortsetzung folgt im Lauf des Jahres. Derzeit habe ich etwas über 40.000 Wörter Text und noch einiges an Weltenbau und Überarbeitung zu erledigen. Wahrscheinlich werden hier immer mal wieder Anmerkungen dazu auftauchen, Wenn Hossíek und seine Truppe in die nächste Sackgasse geraten sind.

Um bereits gelegte Eier im engeren Sinn geht es ab hier.

Buchmesse Saar 2021 – Leseproben 2

Buchmesse Saar 2021 - Lesproben 2Heute gibt es aus Anlass der Buchmesse Saar 2021 die Leseproben Teil 2 zu weiterem Lesestoff, der nicht am Stand zu sehen ist.

Erstens zu meinem Erstling, dem Mittelalter-Krimi Der Jahrmarkt zu Jakobi, erstmals erschienen 2008. Zurzeit ist er auch im Ebook-Dreierpack “Schwestern der Sehnsucht” zu bekommen.

Zweitens zur Fortsetzung, Die Schule der Spielleute, erstmals erschienen 2010.

Noch etwas mehr zu den beteiligten Spielleuten gibt es hier (mit Nachtgespenst) und hier (ohne Spuk oder dergleichen).

Dann geht es eher fantastisch weiter, mit zwei Anthologien, in denen ich vertreten bin und die derzeit noch erhältlich sind. Da wäre zum einen die Geschichte Der Tagedieb in Phantastische Sportler (Verlag Torsten Low) und zum anderen Opas Glücksfisch in Meerjungfrauen – Das geheime Leben der Fabelwesen 1 (Independent Bookworm).

Fast vergriffen und bald nur noch als E-Book erhältlich ist die Anthologie Das Tarot (Hrsg. Fabienne Siegmund, Verlag Torsten Low). Dazu durfte ich die Geschichte zu “Gerechtigkeit” beisteuern. Tatsächlich vergriffen ist die Anthologie Tierische Teufel (Hrsg. Helen B. Kraft & Sarah König, Machandel Verlag), und meine Geschichte daraus, Schatzzeiger, gibt es solo bei BoD.

Eine komplette Liste findet sich unter Bibliothek – Geschriebenes.

 

Buchmesse Saar 2021 – Leseproben

Buchmesse Saar 2021 - Leseproben

Für die Buchmesse Saar 2021 habe ich Leseproben zusammengestellt, zunächst einmal für die am Stand vertertenen Bücher. Außerdem führt der eine oder andere Link zu Rezensionen oder anderen Zusatz-Infos, falls vorhanden. Ich wünsche viel Vergnügen beim Stöbern.

Rooftop Singers

Die Leseprobe in vier Teilen beginnt hier.

Bambusblatt – Sechseck (“Interview”)

Buntspecht und Anton

Die Leseprobe in drei Teilen startet hier.

Rezension: Rajets fantastische Leseseite

Silberschimmer

Die Leseprobe an eine Stück steht hier.

 

Für die Kurzgeschichten gibt es ebenfalls ein paar Links:

Der Weg nach Hause

Hier geht es zu den Leseproben für beide enthaltenen Geschichten.

Rezension Maike Claußnitzer

Das Erbe des Horst Stroh

Die Leseprobe an einem Stück steht hier.

Liriel die Weiße

Hier gibt es eine Leseprobe, allerdings ohne Pilze.

Buchmesse Saar 2021

Buchmesse Saar 2021

Morgen um 16.00 Uhr startet die Buchmesse Saar 2021 online, wo ich in einem der hübschen Autorenhäuschen einquartiert bin. Aus diesem Anlass wird der Pfingstchoral zur Seite geschoben und in den nächsten Tagen soll hier öfter etwas Neues erscheinen als in letzter Zeit üblich. In der Abteilung Geschriebenes tauchen dann Leseproben meiner veröffentlichten Geschichten auf (ein paar sind schon schon hier und hier zu finden). Eventuell gibt es auch noch den einen oder anderen Bonustext.

Ansonsten berichte ich aus der Übersetzungswerkstatt. Die ist am Stand etwas unterrepräsentiert, und außerdem hat sie gerade eher regen Betrieb.

Bereits im Mai ist der Artikel Der Ostseeraum – Spannungsfeld im Wandel der Zeiten von Nils Blomkvist erschienen. Ich freue mich, auf einer so vielsprachigen Website wie der Baltic Sea Library vertreten zu sein. Derzeit übersetze ich einen Ratgeber aus dem Niederländischen und einen historischen Liebesroman aus dem Englischen.

Letztere sind nicht wirklich mein Bier, egal, ob historisch oder nicht. Das vorliegende Exemplar macht allerdings so einiges richtig, das kann ich auch als Nicht-Kennerin des Genres feststellen. Ausführlicher sollte ich mich wohl erst darüber auslassen, wenn das Buch erschiehen ist. Es handelt sich zudem meine erste Kooperation mittels Reedsy. Bisher ist sie recht glatt verlaufen, ich hoffe, dass der Abschluss genauso unkompliziert vonstatten geht wie der Anfang.

Neben den Büchern waren diese Woche auch drei Gesellschaftsspiele zu Gast. Die zwei Brettspiele habe ich schon vor einiger Zeit übersetzt und es wurden Änderungen fällig. Das dritte war ein neues, ein Memory-ähnliches Kinderspiel.

Noch nicht ganz abgeschlossen sind die Künstlerbiografien für ein Festival in Belgien. Da fallen mir hoffentlich bis morgen noch ein paar fluffige Formulierungen ein. Bei der Hitze heute zerfließen mir die Sätze einfach.

Frohe Pfingsten

 

#Autor_innensonntag: Über welche Themen schreibe ich nicht?

Für den #Autor_innensonntag von Justine Pust fehlt hier noch ein Beitrag zu #facettenreichLesen, einer Aktion, die schon vor zwei Wochen stattgefunden hat. Da kam allerdings eine Anregung zur anderen, sodass erst jetzt ein Buch in dieser Sache auftaucht. Dabei geht es darum, über welche Themen ich schreibe und folglich indirekt auch darum, über welche nicht.

Über welche Themen schreibe ich nicht?

Das lässt sich kurz beantworten: romantische Liebe und komplizierte Beziehungen. Damit komme ich nur zurecht, wenn ein Abenteuer im Mittelpunkt der Geschichte steht. Ich versuche außerdem, Themen zu vermeiden, die allzu viel Negatives erfordern. Ein Happy End ist das allermindeste, aber auch unterwegs muss nicht an jeder Ecke Leid und Elend lauern.

Hier kommt die nächste Frage ins Spiel, der Titel des Buches zur Aktion #facettenreichLesen:

#Autor_innensonntag: Über welche Themen schreibe ich nicht?So you want to write about American Indians?

Die lässt sich ebenfalls kurz beantworten: nein. Auch nicht über andere Indigene der terranischen Nordhalbkugel (mal abgesehen vom Odenwälder Bergvolk, aber das ist eine andere Geschichte). Wenn ich Fantasy schreibe, und das kommt öfter vor, dann über Nomen, Gnarzer, Melegan, Fleckenköpfe, Limpviks, meinetwegen über Orks (wie ich zu denen gekommen bin, ist hier nachzulesen).

Warum dann dieses Buch? Gerade weil ich vermeiden will, in allzu viele Klischeefallen zu tappen. Es sollen sich möglichst wenige Leute beim Lesen fragen, ob Volk X „eigentlich“ die [Indigenen] sein sollen. Die Frage könnte aufkommen, weil ich nun mal einen bestimmten Erfahrungshintergrund habe (Odenwälder Bergvolk eben), der nicht unsere komplette Welt umfasst. Meine Abenteuer spielen aber an Schauplätzen, die geografisch, klimatisch, gesellschaftlich … anders sind.

Viel davon ist an terranische Verhältnisse angelehnt, und auf diesem schönen Planeten leben eine Menge Leute in Umgebungen, die denen meiner Figuren ähnlich sind. Die wissen sehr viel besser als ich, welche Probleme bestimmte Temperatur-/Wetterverhältnisse, Geländeeigenschaften … mit sich bringen und haben alltagstaugliche Lösungen dafür. Ihre Vorfahren haben die auch schon ohne Strom bzw. Verbrennungsmotor entwickelt. Also genau das, was meine Held*innen brauchen, und wenn ich eine glaubhafte Welt beschreiben will, schaue ich mir diese Lösungen an.

Da letzten Endes Fantasy werden soll, kommt irgendwann auch Magie ins Spiel, aber die eignet sich nicht unbedingt als Abkürzung für alles. Biologische Elemente passen oft besser. Und die „Monster“ sollten sich ebenfalls in die betreffende Umgebung einfügen.

Letzten Endes kann ich aber doch nur meinen Blickwinkel auf die Welt und ihre Figuren darstellen, auch wenn ich mir Mühe gebe, den zu erweitern oder auch mal zu drehen. Daher bietet Fantasy den passenderen Rahmen für optimistischen Eskapismus.

Apfeleis zum Muttertag

Beim #Autor_innensonntag bin ich deutlich im Hintertreffen, also gibt es heute ein Rezept für Apfeleis zum Muttertag.

Apfeleis zum MuttertagDazu braucht es:

  • 5 kleine Äpfel
  • 1 kleine Zitrone
  • 1 Handvoll Rosinen
  • 2 EL Apfelbrand (z. B. von hier)
  • 3 Scheiben Rührkuchen mit Schokostückchen
  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 Handvoll Nüsse

Die Rosinen in Apfelbrand einweichen. Die Zitrone auspressen.

Die Äpfel in Stücke schneiden, schälen und das Kernhaus entfernen. In den Mixbecher geben. Dazu den Kuchen und den Joghurt und das Ganze pürieren.

Die Rosinen abgießen und unter die Apfelmasse heben, die Nüsse ebenso. Alles gut mischen, in eine Gefrierdose füllen und ins Gefrierfach stellen. Etwa alle 30 Minuten durchrühren, bis es fest wird.

Guten Appetit.

Mehr Äpfel gibt es z. B. hier, mehr Eis hier.

Bildquelle: Pixabay

Heraus zum 1. Mai 2021

Heraus zum 1. Mai, auch wenn das Wetter nicht so toll ist  …

 

Hier noch etwas Gequäke, passend zur Jahreszeit + und in Corona-sicherer Besetzung:

#Autor_innensonntag – Über den Tellerrand schauen

#Autor_innensonntag - Über den Tellerrand schauenBeim heutigen Autor*innensonntag werden unter dem Motto “Über den Tellerrand schauen” andere Künstler*innen vorgestellt. Musik kommt auf diesem Blog sowieso häufiger vor, deshalb sind heute drei Malerinnen an der Reihe.

Ilka Ataolcay Pelgen im Atelier Sanat 1797

Rajaa-Heike Buick Hajji im Atelier Villa Lisa (von ihr ist das Bild)

Katharina Dustmann bei KD Art Media

Ohne Musik geht es dabei trotzdem nicht. Hier sind

Café Dünya

und

Evas Äpfel

Der Brotjob – Bereicherung fürs Autor_innenleben?

Der Brotjob - Bereicherung fürs Autor_innenleben?… Darum geht es beim heutigen #Autor_innensonntag.

Mein Brotjob als Übersetzerin sieht dem Autor_innenleben in weiten Teilen ziemlich ähnlich. Dadurch kommen sich die beiden selten in die Quere. Die Frage nach der Bereicherung finde ich dagegen schwieriger zu beantworten.

Große Ähnlichkeit

Vom Übersetzen zum Schreiben zu wechseln ist keine große Umstellung. Es geht in beiden Fällen darum, Wörter zu dressieren, und dazu verwende ich ähnliches Werkzeug. Na gut, MemoQ oder Trados helfen beim Schreiben nicht wirklich weiter, Papyrus Autor beim Übersetzen – je nach Projekt – allerdings schon. Beides sind freie Berufe, daher ist der organisatorische Rahmen derselbe. Ich brauche nicht nachzufragen, ob ich einer Nebenbeschäftigung nachgehen darf. Buchmesse-Besuche oder Aktionen der BücherFrauen gehören ebenfalls zu beidem.

Wenig Begegnungen

Diese Ähnlichkeit hat allerdings auch gewisse Nachteile. Wenn ich ohnehin den ganzen Arbeitstag tippend vor dem Bildschirm verbracht habe, reicht die Energie nicht immer, um abends damit weiterzumachen. Außerdem fehlen Anregungen von außen und Live-Kontakte zu anderen Menschen. Die kommen zu normalen Zeiten durch meinen zweiten Nebenjob als Organistin oder durch Freizeitaktivitäten – Plotten beim Schwimmen, hatte ich das schon mal erwähnt? – und fallen jetzt komplett weg. Was planbar ist, lässt sich teilweise ins Netz verlagern, rein zufällige Interaktionen eher schlecht. Aber das ist eine Ausnahmesituation und soll sich gefälligst bald wieder ändern.

Anregungen

Gerade jetzt muss ich mir die Anstöße für neue Ideen verstärkt beim Übersetzen holen. Ja, auch in Kochbüchern lässt sich da etwas finden, noch mehr bei allgemeineren „Kultur“-Texten. Für das gerade abgegebene Historienprojekt habe ich mir Die Beschreibung der Welt von Marco Polo geholt – hat in dem speziellen Zusammenhang nicht allzu weit geholfen, könnte aber vielleicht in einer Fantasy-Geschichte enden. Der nächste historische Übersetzungsauftrag führt an die Ostsee, und ich bin sicher, dass dabei ebenfalls ein paar Anregungen herumkommen.

Ansonsten lese ich diverse aktuelle Quellen in meinen Ausgangssprachen. Dinge, die mich interessieren, habe ich abonniert, ich lasse mich aber auch gern vom Zufall hierhin und dorthin lenken. So sind mir zum Beispiel Elisa e Marcela zugelaufen. Einige weitere Themen liegen noch in der Schublade und könnten sich in Zukunft hier zeigen.

 

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