La Ballade

Geschichten und Musik

Kategorie: Echtes Essen Seite 1 von 2

Achtung – unbezahlte Werbung. Man könnte natürlich sagen, dass ich mit einem wunderbaren Mittagessen bestochen wurde, das ich als Gast bei der dazugehörigen Familienfeier nicht zu bezahlen brauchte. Schließlich liegt das Revier des Partyservice einige hundert Kilometer weiter nördlich als mein angestammtes Territorium.

Ein feines Büffet

Was vom Büffet übrig blieb

Anja kocht lieferte ein feines Büffet von Ziegenhagen nach Kaufungen. Es gab zwei Blattsalat-Kombinationen mit zwei originellen Dressings, Auberginengratin, Schweinemedaillons in Pfeffersauce, eine Spinatvariation und geschmorte Champignons, dazu Kartoffelpüree und Basmatireis als Beilage. Außerdem standen Mousse au Chocolat und Erdbeer-Mascarpone-Schichten mit Cantuccini als Dessert bereit.

Das Ganze lief für die Gäste unauffällig und pünktlich ab und wurde ansprechend dekoriert dargeboten. Die Mengen waren ausreichend berechet, auch wenn es im Einzelfall nicht immer gelang, alles zu probieren, was appetitanregend aussah. Also rundum empfehlenswert für Leute, die mit eher dezenten Fleischportionen feiern können/wollen. (Zum Selbermachen finden sich hier einschlägige Quellen.)

Brot zum Teilen

Zum Gründonnerstag gibt es ein Brotrezept zum Teilen, auch wenn es kein ungesäuertes ist:

für 3 kleine Brote

Brot zum Teilen

  • 600 g Weizenmehl
  • 200 g Hirsemehl
  • 200 g Emmer, fein gemahlen
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Handvoll Goldleinsamen
  • 1 Handvoll Chiasamen
  • 200 ml Apfelwein
  • 400 ml warmes Wasser

 

  • etwas Wasser
  • Goldleinsamen
  • Chiasamen
  • Körner-Mix

Die trockenen Zutaten und die Flüssigkeiten separat mischen. Dann Wasser und Apfelwein zu den trockenen Zutaten gießen und mit einer Hand grob vermischen.

Ca. 10 Minuten zu einer glatten Kugel kneten.

An einem warmen Ort zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat.

Mit den Fingerspitzen die Luft aus dem Teig pressen. Dann den Teig in drei Stücke teilen und jeweils zu einem Laib (o. ä.) formen.

Leicht anfeuchten und mit Körnern bestreuen.

Dann gut zugedeckt nochmals ca. 45 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich ungefähr verdoppelt hat.

Ein Blech in den Ofen schieben, die Saftschale auf den Boden stellen. Den Ofen auf 250 °C vorheizen. Gegen Ende der Gehzeit den Wasserkocher in Gang setzen.

Das heiße Blech aus dem Ofen nehmen, die Brote darauflegen. Das kochende Wasser in die Saftschale gießen. Das Blech mit den Broten in den Ofen schieben.

Nach etwa 10 Minuten die Temperatur zurückdrehen: Wenn die Kruste noch sehr blass aussieht, auf 200 °C, wenn sie sichtbar braun wird, auf 180 °C, und wenn sie recht schnell bräunt, auf 170 °C.

Insgesamt etwa 50 Minuten backen, bis die Brote schön braun sind und beim Anklopfen hohl klingen. Im Zweifelsfall lieber etwas länger im Ofen lassen.

Auf einem Draht abkühlen lassen.

Äpfel und was man damit machen kann

Äpfel und was man damit machen kann

Traditionelles Superfood

Die aktuelle Kochbuch-Übersetzung zum Thema „Äpfel und was man damit machen kann“ ist so gut wie fertig. Das nehme ich zum Anlass, den Weltenbau kurz pausieren zu lassen* und hier ein Rezept im Sinne des Autors zu posten. Seine Oma und meine Oma sind da offenbar auf ähnliche Ideen gestoßen.

Blutwurst-Toast

Man nehme:

  • 1 Scheibe Bauernbrot
  • Blutwurst-Scheiben
  • Apfelspalten
  • 1 Scheibe kräftigen Schnittkäse
  • Senf (nach Wunsch)

Das Brot (eventuell mit Senf bestreichen, dann) mit Blutwurst belegen. Darauf die Apfelscheiben legen. Mit dem Käse abdecken und bei 180 °C im Backofen überbacken.

Ein bisschen richtiger Süßkram darf dabei nicht fehlen. Also:

Apfelpudding
  • ca. 350 g Äpfel
  • 500 ml Apfelsaft
  • 1 Päckchen Vanille- (oder Sahne-)Puddingpulver

Äpfel schälen, Kernhaus entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Den Apfelsaft aufkochen, das Puddingpulver einrühren, und während das Ganze abkühlt, die Äpfel unterheben. Wenn der Pudding erkaltet ist, mit Schlagsahne servieren. Wer es etwas herber mag, nimmt Apfelwein statt -saft.

Die Odenwälder Apfelfreunde sind derzeit wohl noch mit dem Baumschnitt beschäftigt, aber bis das Buch erscheint, gibt es bestimmt auch Neues zum diesjährigen Apfelherbst.

* Außerdem habe ich gestern etliche Kilo Recherchematerial zum nächsten Thema angeschleppt, das ich erst einmal verarbeiten muss.

 

#obm2018 – Dienstleisteraufgabe 12: Goodies

Potenziell zu gewinnende Goodies

Eine kleine Auswahl

Ich begrüße euch zum letzten Messetag. Vielen Dank für eure bisherigen Besuche. Zum Abschied gibt es heute etwas zu gewinnen:

Nennt mir (per E-Mail) bis heute Abend, 23:59 Uhr, den Titel eines Brettspiels, an dem ich mitgewirkt habe. Unter den richtigen Einsendungen verlose ich drei Kochbücher aus meinem Sortiment.

Zu diesem Zweck brauche ich von euch folgende Daten: eine E-Mail-Adresse (von allen, die teilnehmen) und von den dreien, die gewonnen haben, die Postanschrift. Diese speichere ich, bis die Gewinne angekommen sind. Danach werden sie gelöscht. Es gibt keinen Newsletter, auf den ich euch hinterrücks abonnieren könnte.

#obm2018, #obm2018halle3, #onlinebuchmesse

Fünf Pfund Belegexemplare …

… sind gestern hier angekommen: Restlos gut von Hugh Fearnley-Whittingstall. Wer bereit ist zu glauben, dass „Mindestens haltbar bis“ nicht dasselbe bedeutet wie „Tödlich giftig ab“, findet darin eine Menge spannende Möglichkeiten, Lebensmittelreste zu verarbeiten – sei es zu einem weiteren Essen oder zu praktischen Hausmitteln für den Alltag. Außerdem gibt es Tipps zur Einkaufsplanung und zur richtigen Aufbewahrung, damit immer ein passender Rest zur Verfügung steht und möglichst wenig unrettbar dahin geht.

Belegexemplare

Kochbuch-Neuerscheinung: Restlos gut

Da zur Zeit vor allem Bedienungsanleitungen und Werbung für geräuschvolles, blinkendes Kinderspielzeug vorbeikommen, freut mich diese Sendung ganz besonders. Ebenso das kurze Korrektorat für Tourismus-Werbung in einer weniger häufig besuchten Gegend.

Selfpublishing

Zwischendurch bereite ich diverse Geschichten zum Selfpublishing als E-Book vor. Die erste soll Schatzzeiger werden, eine Kurzgeschichte aus der Anthologie Tierische Teufel – teuflische Tiere. Ich bin also mit Cover basteln und den richtigen Distributor suchen beschäftigt. Geplant ist die Veröffentlichung zum 1. Oktober. Danach soll es zweimonatlich weitergehen, mit kurzen und auch längeren Geschichten.

Mehr Katzen

Zum Dritten habe ich noch immer meinen Katzenkrimi in Arbeit. Er könnte diesen Monat noch fertig werden, denn das Chaos entwirrt sich immer eleganter. Zur Zeit sind es 32.000 Wörter und vermutlich werden nicht mehr allzu viele dazukommen. Gleichzeitig schreiben noch etliche andere Autorinnen und Autoren (z. B. Tina Alba und Tanja Rast) an 50 weiteren Katzengeschichten, sodass in absehbarer Zeit ein Jahresvorrat bereit liegt. Wenn es so weit ist, erscheinen sie im Abstand von einer Woche im Machandel-Verlag – je nach Umfang als „normales“ Taschenbuch oder als Mini-Büchlein.

Neue Termine

Der Buch-Oktober mit Frankfurter Buchmesse und vor allem BuCon, nicht zu vergessen der Lesung von Kirstin Breitenfellner am 11. Oktober in Bensheim, wird dieses Jahr aus familiären Gründen ohne mich stattfinden. Dafür bin ich im November beim NaNoWriMo am Start, voraussichtlich wieder mit Portal-Fantasy. Plot ist vorhanden, die Figuren laufen sich warm – es kann nur abenteuerlich werden.

Lindenfelser Ökomarkt 2018

Mein Blog hat offensichtlich ein ganzes Jahr überlebt, denn hier kommt der zweite Bericht vom Lindenfelser Ökomarkt. Der fällt leider deutlich kürzer aus als 2017. Es waren weniger Händler da, wodurch sich der Kruscht-Anteil erhöht hat. Die anwesenden interessanten Händler waren größtenteils alte Bekannte.

Cannamoda zum Beispiel. Trotz Anbau auf dem Balkon habe ich noch genügend Hanfsamen in der Vorratsdose, da musste ich keinen Nachschub holen. Dafür gab es Hanf-Dinkel-Nudeln und einen Hanf-Brombeer-Tee. (Sabines Suppenmanufaktur fehlte in diesem Jahr leider, also keine Emmernudeln.)

Daneben gab es einen neuen, schön bunten Seifenstand von Marion Thiel aus Lampertheim.

Handgesiedete Seifen

Auch Odenwälder Feine Brände aus Litzelbach waren wieder zur Stelle. Bei ihnen habe ich einen Pfirsich- und einen Brombeer-Limetten-Secco erworben, zum gemütlichen Probieren zu Hause.

Für einen längeren Aufenthalt in der Burgstraße war das Wetter dieses Jahr leider wenig einladend – trüb, kalt und zugig. Der tapferen Frau Rusch von Cannamoda ist während des Aufbaus sogar der Stand davongeflogen. Folglich habe ich nur schnell bei den Schäfern Wüstenhagen und Pollmann aus Hetzbach eine Lammsalami und bei Imker Hillenbrand den nötigen Vorrat an Met und Wikingerblut eingekauft. Bei Herrn Hillenbrand gab es noch je ein Fläschchen Holunderbeer- und Löwenzahnsirup. Ich bin gespannt, wie diese beiden sich mit Hochprozentigem oder Perlendem mixen lassen.

Einkäufe beim Ökomarkt 2018

 

Der Zaziki muss weg

Außerdem freue ich mich, dass ich nach dem Umzug den Zugang zu diesem Blog wieder gefunden habe. Also gibt es heute kurz und herzhaft ein Rezept für unterwegs:

  • 60 g 5-Korn-Müsli (das vorzugsweise Buchweizen enthält)
  • 100 g Zaziki
  • 1 Möhre, in Scheiben geschnitten
  • 80 g Krabben, klein & handlich
  • ca. 50 ml Milch
  • eine Prise Kräuter

Alles gut verrühren, ab ins Schraubglas und im Rucksack ruhen lassen, bis man gemütlich in der Bahn sitzt und Zeit zum Essen hat.

Ich bin gerade von einer Fortbildung zurück. Rein zufällig habe ich auf XING Nicole Tomberg entdeckt, die unter anderem Englischkurse für Winzer anbietet. Da gehöre ich eindeutig nicht zur Zielgruppe, denn mein Kontakt zu Wein besteht im Wesentlichen darin, dass ich gern welchen trinke. Andererseits hatte ich in letzter Zeit beim Übersetzen doch mit der Herstellung von Cava zu tun, mit touristischen Angeboten rund um Weinberge und -keller und mit Restaurantbeschreibungen, in denen umfangreiche Weinkarten gelobt werden. Also dachte ich mir, dass ein bisschen Fachwortschatz und überhaupt Grundlagenwissen zum Thema nicht schaden könnten.

Der Kurs fand in den Räumen der Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland statt, und außer mir waren alle Anwesenden mit der Herstellung und dem Verkauf von Wein beschäftigt. Vertreten waren die Anbaugebiete Franken – natürlich –, Rheinhessen, Pfalz und Saale-Unstrut. Bei entsprechender Vorbereitung hätte ich ja für die Bergstraße antreten können, nur hatte ich vorher überhaupt keine Vorstellung, worum es denn gehen könnte.

Es ging zunächst um die Arbeit im Weinberg. Dazu fiel mir noch ein bisschen was ein, dank der zahlreichen Gartenbücher, die im Lauf der Jahre bei mir vorbeikamen. Von der einen oder anderen Betriebsführung bei traditionellen Getränkeherstellern waren auch ein paar Begriffe zum Thema Maische, Gärung, Lagerung und Abfüllung hängengeblieben. Aber beim Wein kommen natürlich noch ein paar Dinge dazu: die Lage, der Boden, die Rebsorte, diverse Verarbeitungsschritte, die nöig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Gegen Ende stand auch die bekannte Weinproben-Poesie auf dem Programm, die ihre eigenen Regeln und je nach Sprache unterschiedliche Vergleichsgrößen hat. Auf Englisch kann ein Wein zum Beispiel das Aroma von „wet stone“ haben, auf Deutsch würde das vermutlich noch unter „erdig“ oder „mineralisch“ fallen.

Die Kursarbeit spielte sich vor allem mündlich ab. Man beschrieb sich gegenseitig das eigene Weingut, die Weine, die Kundengruppen und was sonst noch dazugehört. Dazu hatte ich naturgemäß nicht viel zu sagen, dafür aber genug Zeit, Fachleuten zuzuhören, Fragen zu stellen, auch mal dumme, und dabei eine Menge zu lernen. In der kleinen Weinprobe am Schluss kam das Ganze praktisch zur Anwendung.

Nicht ganz passend zum potenziell „genussreichen“ Thema fand die Mittagspause am Samstag beim nächstgelegenen EDEKA mit Heißtheke statt. Leider bin ich auch sonst nicht groß in Würzburg herumgekommen, um das eine oder andere Lokal auszuprobieren. Das muss ich bei passender Gelegenheit nachholen – und dabei auch gleich die Kenntnisse in Sachen Frankenwein auffrischen und erweitern.

Pläne …

… sind dazu da, dass man sie umwirft. Aber dazu müssen sie erst einmal irgendwo stehen. Also hier.

Übersetzen

Was das Übersetzen angeht, ist es relativ einfach. Ich habe einen „Dauerauftrag“ bei einer Agentur, darüber hinaus sind noch keine größeren Projekte in der Leitung. In Sachen „echtes Essen“ erscheint demnächst Viel mehr vegetarisch im AT Verlag. Aus dieser Richtung darf gern die eine oder andere Fortsetzung kommen. Ansonsten suche ich nach spannenden Groß- und Kleinaufträgen aus der Ecke Kunst und Kultur.

Musik

Die Musikpläne sind ebenfalls noch übersichtlich. Ende des Monats trifft sich OTIK e.V. zur Planung des diesjährigen Kurses in Neckarzimmern. Wenn wir aus den vielen spannenden Ideen mit tollen Referenten die zehn herausgepickt haben, die in diesem Jahr am besten passen, geht es weiter mit der Ausschreibung und ab dem Frühsommer mit der Anmeldung. Die Veranstaltung startet in diesem Jahr am 1. November.

Nach den Weihnachtsferien probt wieder das Ensemble Saitenwind, und die Playford-Schnecken planen einen Auftritt im März.

Ebenfalls im März findet die Etappe Alter Musik auf Burg Fürsteneck statt, und bis dahin, nämlich am Fastnachtswochenende, die Schwäbisch Haller Sackpfeifertage auf der Comburg. Gegen Ende des Jahres, freundlicherweise im passenden Abstand zwischen BuCon und Neckarzimmern (siehe oben), gibt es einen Organetto-Kurs der Firma Wolkenstayn … Ich glaube, das reicht erstmal.

Schreiben

Schließlich gibt es auch noch Schreibpläne. Für den Januar liegt hier das Lektorat einer Kurzgeschichte, die rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse in einer Anthologie des Verlags Torsten Low erscheinen soll. Dann möchten zwei Katzengeschichten für ein Projekt des Machandel-Verlags fertig geschrieben und überarbeitet werden.

Außerdem will ich dieses Jahr aktiv auf Agentursuche gehen, und zwar mit einem High-Fantasy-Roman nach dem klassischen Strickmuster: „Die auserwählte Heldin sammelt Artefakte und besiegt den Evil Overlord“. Begonnen hat er seine Karriere als „200 g Fantasy-Roman“, hieß eine Zeitlang „Die Erbin der Barden“ und soll jetzt als „Reiter im Abendrot“ sein Glück machen.

Neu geschrieben wird zur Zeit eine Kurzgeschichte für die Ausschreibung des Leseratten-Verlags. Kann also sein, dass hier bald das eine oder andere schräge Recherche-Ergebnis zum Thema Wikinger oder Zentauren auftaucht.

… und der ganze Rest

Ansonsten stehen ein paar Ideen für Artikel aus verschiedenen Kategorien Schlange – ein Pepsi-, äh, Ginger-Ale-Test, eine CD und das eine oder andere Buch zum Vorstellen, was zur letzten Übersetzung von 2017 … Pläne für eigene Experimente mit echtem Essen habe ich auch, zum Beispiel die Herstellung von Gemüsekonserven. Es wird sich also ein bisschen was tun.

Lindenfelser Ökomarkt

Gestern war Ökomarkt in Lindenfels, wie schon seit etlichen Jahren am ersten Sonntag im September. Die Händler standen nicht gerade dicht an dicht, es hätten noch einige Platz gehabt. Dafür war erfreulich wenig Kruscht im Angebot, bei dem man sich fragt, was er ausgerechnet auf einem Ökomarkt zu suchen hat. Die Buchhandlung Lichtblick aus Zwingenberg hatte neben einigen Tischmetern Esoterik auch handfeste Praxisbücher zu Selbstversorgung und Selbermachen dabei. Ansonsten gab es statt Krempel Pflanzen und handgesiedete Seifen, Großes und Kleines aus Holz, Textilien und Keramik. Und natürlich echtes Essen, aus der Region und von weiter her.
Kräuter und ZierpflanzenMein ursprünglicher Plan für den Sonntag lautete, auf dem Markt eine Kleinigkeit essen, dann Schwimmen gehen. Aber dann habe ich so viel feine Sachen entdeckt, dass ich so schnell nicht weggekommen bin.
Die „Kleinigkeit“ waren chilenische Empanadas, eine gefüllt mit Tomaten, eine mit Spinat und Käse. Merke: Man muss den Teig nicht unbedingt aus Vollkorn-Dinkelmehl machen, nur weil man auf dem Ökomarkt steht. Die Weizen-Variante war eindeutig knuspriger geraten. Stand SchöllkopfhofGleich gegenüber, am Löwenbrunnen, gab es frisches Gemüse. Damit hatte ich mich leider schon vorher eingedeckt, aber zwei Pfund Kartoffeln – eins rot, eins blau – waren noch drin. Die halten sich ja bekanntlich etwas länger. Beim Stand nebenan wurde es ein Glas Kokosmus. Nicht gerade kalorienarm, dieser Brotaufstrich, und direkt vor der Haustür wachsen die Nüsse auch nicht. Aber bei „hin und wieder mal ein bisschen“ hält das Glas hoffentlich eine Weile vor.

Eine spannende Neueröffnung steht für Ende Oktober in Reichelsheim bevor: El Gusto bietet mediterrane Feinkost an. Das Olivenöl aus Katalonien gehört sozusagen zur Familie.
Eine Hanfplantage kann ich mir jetzt auch anlegen. Cannamoda aus Sachsenheim hatte nicht nur Kleidung und Taschen aus Hanf dabei, sondern auch Ess- und Trinkbares sowie Kosmetik. Mindestens eine Pflanze für den Balkon wird bei dem reichlichen halben Pfund Körner fürs Müsli oder zum Keimen wohl herauskommen …

Taschen aus HanfBei den feinen Bränden aus Litzelbach habe ich mich mit dem Probieren eher zurückgehalten, ich war ja noch der Meinung, ich müsste noch Auto fahren (zur Odenwald-Therme, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden). Dabei wirkte die Auswahl an Hochprozentigem sehr interessant, vor allem die Liköre mit ihren Nibelungen-lastigen Namen. Meine Alkoholvorräte habe ich dann ein paar Stände weiter bei Imker Stefan Hillenbrand ergänzt, da gab es nämlich Met.

Stand Odenwälder Feine Brände

Ein hilfreiches Angebot für Tage, an denen es schnell gehen muss, hatte Sabines Suppenmanufaktur aus Mutterstadt dabei. Wie der Name schon sagt, gibt es dort Suppen im Glas, ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. Da ich meistens doch eher Frisches koche, wurden es hier zwei Päckchen Nudeln, eins davon aus Emmermehl. Ich bin gespannt, wie die sich als Grundlage für Gemüse machen.

Stand Bio-Keller

Bisher macht das Ganze einen sehr vegetarischen, abgesehen vom Honig auch veganen Eindruck, ohne dass dafür besondere Verrenkungen nötig wären. Bei dem Thema liegt das ja nahe. Fleisch gab es aber auch, zum einen in etlichen von Sabines Suppen, zum anderen geräucherte Wurst und Schinken vom Schaf (und die andere Hälfte des Standes lag voll mit kuschelig aussehenden Fellen, so richtig einladend zum Reinlegen).
Insgesamt ein buntes Angebot an leckeren und angenehmen Dingen, von denen die meisten nicht erst um die halbe Welt reisen müssen, damit wir sie vor Ort kaufen können. Hin und wieder lohnt sich eine kleine Entdeckungstour wie diese. Ich bin gespannt auf den Markt im nächsten Jahr.

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén