La Ballade

Geschichten und Musik

Kategorie: Echtes Essen Seite 1 von 2

Äpfel

Ende Februar habe ich es schon angekündigt, inzwischen sind die Belegexemplare da. Natürlich will ich dieses schöne Buch herumzeigen, solange die Äpfel noch Saison haben:

Das Buch "Äpfel" von James Rich

James Rich, Äpfel – Rezepte aus dem Obstgarten, AT Verlag

Deshalb verzichte ich vorerst auf den angedachten Artikel zur Ebbelwoi-Internationale, der durch verschiedene Ecken Westeuropas führen und zeigen würde, dass ein Getränk nicht in Dosen daherkommen muss, um Kult zu sein. Dafür gibt es ein weiteres Rezept – siehe unten.

Außerdem geht auch die zweite Kochbuch-Übersetzung für dieses Jahr schon ihrem Ende entgegen. Darin spielen sehr viel exotischere Zutaten eine Rolle, und ich werde wahrscheinlich bald Näheres dazu schreiben. Vielleicht, nachdem ich das eine oder andere Rezept mal ausprobiert habe. Zur Zeit arbeite ich an dem Kapitel mit Desserts und Süßigkeiten, das enthält ein paar sehr vielversprechende Ideen.

Apfelweinkuchen

Für den Boden
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
Für den Belag
  • 3 Pfund Äpfel
  • ¾ l Apfelweinkuchen
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Päckchen Vanillepudding
  • 2 Becher Sahne
  • Kakao

Den Teig für den Boden kneten und in eine Springform drücken

Die Äpfel schälen, in kleine Würfel schneiden und auf dem Boden verteilen.

Den Pudding mit Apfelwein, Zucker und Vanillezucker zubereiten wie mit Milch. Das Ganze über die Äpfel gießen.

Bei 175 °C 90 Minuten backen.

Mindestens ½ Tag abkühlen lassen, dann erst aus der Form nehmen.

Die Sahne steifschlagen und auf die Torte streichen.

Mit Kakao bestreuen.

Der Apfelwein kann natürlich durch Saft ersetzt werden.

 

 

Dörrpflaumen

Es wird mal wieder Zeit für etwas zu essen, das letzte Rezept kam ja schon vor Ostern. Zu diesem hier gibt es außerdem eine Geschichte: Sie trägt den Titel

„Dörrpflaumen“,

ist schon etwas älter, passt aber ganz gut in die Jahreszeit.

Am Hof des Königs der Hohen Nomen bereitete man sich auf das Fest der Sommersonnenwende vor. Loma, die Schülerin des Hofzauberers Karas, wollte ihre Handlangerarbeiten so schnell wie möglich hinter sich bringen. Es war kein Tag, um im Haus herumzusitzen.

Sie warf ihr schmutzigweißes Zaubergewand über und rannte über den hof zu Karas‘ Turm. Auf der Treppe, als sie noch mit ihrem Gürtel kämpfte, fiel ihr siedenheiß ein: Sie hätte schon gestern Abend anfangen müssen. Etwas einweichen? Schnippel und trocknen lassen? Es war eben viel spannender gewesen, bei den Vorbereitungen für das große Feuer zu helfen. Loma hatte ein paar Kracher zwischen den Scheiten versteckt. Die würden heute Nacht aus den Flammen hüpfen wie die Frösche.

Karas war noch nicht da, als Loma das Studierzimmer betrat. Sehr gut. Auf dem Lesepult lag das Rezept, das sie vorbereiten sollte. Ein Liebeszauber, der in Form von Törtchen verabreicht wurde. Oh ja, sie hätte gestern schon Dörrpflaumen in Branntwein einweichen müssen. Kein Problem, wenn Aduniel auch für dieses Fest wieder ihren üblichen Sparkuchen buk. Loma lauschte, ob sich Karas schon rührte.

Stille.

Sie huschte die Treppen wieder hinunter. Im Hof machte sie sich unsichtbar – das heißt, sie brachte die Leute dazu, an ihr vorbeizuschauen.

Aus der Küche drangen allerlei Düfte, die auf ein Festmahl für den Abend hindeuteten. Loma musste warten, bis der Gärtner mit einer hoch beladenen Gemüsekarre kam. Er öffnete die Küchentür bis zum Anschlag und klemmte sie fest, so dass Loma unbemerkt hineinschlüpfen konnte. Bei den vielen Leuten, die in der Küche umherliefen, war es schwierig genug durchzukommen, ohne jemanden anzurempeln.

Schließlich erreichte Loma den großen Backofen, wo Aduniel regierte. Nicht weit von ihr standen abgedeckte Schüsseln. Loma wartete, bis Aduniel den Ofen ausräumte und ihr dabei den Rücken zukehrte. Dann lüpfte sie die Abdeckungen und fand bald die kleingeschnittenen Dörrpflaumen in Branntwein. Sie nahm die Schüssel und machte sich auf den Rückweg.

Wieder jeden Zusammenstoß in der Küche vermeiden, warten, bis jemand mit einer großen Last die Tür aufsperren musste, über den Hof, ohne verdächtige Fußspuren in Pferdeäpfeln zu hinterlassen. An der Tür des Zaubererturms wurde sie wieder sichtbar, um hinein zu gelangen, und schlich hinaus ins Studierzimmer.

Dörrpflaumen

Die Zutaten für Liebestörtchen

Karas war noch immer nicht da. Loma atmete erleichtert aus und stellte ihre Beute auf den Arbeitstisch. Sie wandte sich zum Lesepult, um zu sehen, wie es weiterging.

Dort stand Karas.

„Gut, dass Roven-Asa gewissenhafter ist als du“, sagte der Zauberer. „Nicht nur, dass du zu spät mit deinen Vorbereitungen begonnen hast, du hast auch deine Lektionen nicht gelernt.“

Loma grübelte. Alles Wichtige hatte sie bestimmt behalten, zum Beispiel diesen praktischen Unsichtbarkeitszauber.

„Liebestörtchen“, schnaubte Karas. „An so was glauben doch nur die Küchenmädchen. Und du, offenbar. Aber da du wenigstens die Unauffällige Gestalt beherrschst, will ich nicht so streng sein. Wenn du auch noch das Flammenlose Feuer hinbekommst, haben wir gleich ein sehr gutes zweites Frühstück.“

… und hier das versprochene

Rezept
  • 100 g gemischtes Trockenobst
  • 50 g Rosinen
  • 3 EL Rum
  • 250 g Butter
  • Prise Salz
  • 150 g Honig
  • 5 Eier
  • 100 ml saure Sahne
  • 1 ½ TL Zimt
  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 50 g Hirse, fein gemahlen
  • 3 TL Backpulver
  • 100 g Mandeln, gehackt
  • Butter und Mehl für die Form

Trockenobst und Rosinen unter warmem Wasser kurz abspülen und trockentupfen. Die Früchte sehr fein schneiden und mit den Rosinen in eine Schüssel geben. Den Rum darübergeben und zugedeckt quellen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Die Butter mit Salz und Honig schaumig schlagen und einzeln die eier einrühren. Saure Sahne und Zimt unterheben. Weizen- und Hirsemehl mit dem Backpulver mischen und diese Mischung mit der Buttermasse verrühren. Das Trockenobst und die Rosinen samt Rum sowie die Mandeln unterheben.

Eine Kranzform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

Den Teig in die Form füllen und diese auf der untersten Schiene des Ofens 50 min. backen. Mit einem Holzspieß probieren, ob der Kuchen fertig ist.

Den Kuchen in der Form kurz abdampfen lassen, dann auf einen Draht stürzen und vollständig abkühlen lassen.

Mehr Geschichten, auch eine von meinen, gibt es zum Beispiel hier.

Achtung – unbezahlte Werbung. Man könnte natürlich sagen, dass ich mit einem wunderbaren Mittagessen bestochen wurde, das ich als Gast bei der dazugehörigen Familienfeier nicht zu bezahlen brauchte. Schließlich liegt das Revier des Partyservice einige hundert Kilometer weiter nördlich als mein angestammtes Territorium.

Ein feines Büffet

Was vom Büffet übrig blieb

Anja kocht lieferte ein feines Büffet von Ziegenhagen nach Kaufungen. Es gab zwei Blattsalat-Kombinationen mit zwei originellen Dressings, Auberginengratin, Schweinemedaillons in Pfeffersauce, eine Spinatvariation und geschmorte Champignons, dazu Kartoffelpüree und Basmatireis als Beilage. Außerdem standen Mousse au Chocolat und Erdbeer-Mascarpone-Schichten mit Cantuccini als Dessert bereit.

Das Ganze lief für die Gäste unauffällig und pünktlich ab und wurde ansprechend dekoriert dargeboten. Die Mengen waren ausreichend berechet, auch wenn es im Einzelfall nicht immer gelang, alles zu probieren, was appetitanregend aussah. Also rundum empfehlenswert für Leute, die mit eher dezenten Fleischportionen feiern können/wollen. (Zum Selbermachen finden sich hier einschlägige Quellen.)

Brot zum Teilen

Zum Gründonnerstag gibt es ein Brotrezept zum Teilen, auch wenn es kein ungesäuertes ist:

für 3 kleine Brote

Brot zum Teilen

  • 600 g Weizenmehl
  • 200 g Hirsemehl
  • 200 g Emmer, fein gemahlen
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Handvoll Goldleinsamen
  • 1 Handvoll Chiasamen
  • 200 ml Apfelwein
  • 400 ml warmes Wasser

 

  • etwas Wasser
  • Goldleinsamen
  • Chiasamen
  • Körner-Mix

Die trockenen Zutaten und die Flüssigkeiten separat mischen. Dann Wasser und Apfelwein zu den trockenen Zutaten gießen und mit einer Hand grob vermischen.

Ca. 10 Minuten zu einer glatten Kugel kneten.

An einem warmen Ort zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat.

Mit den Fingerspitzen die Luft aus dem Teig pressen. Dann den Teig in drei Stücke teilen und jeweils zu einem Laib (o. ä.) formen.

Leicht anfeuchten und mit Körnern bestreuen.

Dann gut zugedeckt nochmals ca. 45 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich ungefähr verdoppelt hat.

Ein Blech in den Ofen schieben, die Saftschale auf den Boden stellen. Den Ofen auf 250 °C vorheizen. Gegen Ende der Gehzeit den Wasserkocher in Gang setzen.

Das heiße Blech aus dem Ofen nehmen, die Brote darauflegen. Das kochende Wasser in die Saftschale gießen. Das Blech mit den Broten in den Ofen schieben.

Nach etwa 10 Minuten die Temperatur zurückdrehen: Wenn die Kruste noch sehr blass aussieht, auf 200 °C, wenn sie sichtbar braun wird, auf 180 °C, und wenn sie recht schnell bräunt, auf 170 °C.

Insgesamt etwa 50 Minuten backen, bis die Brote schön braun sind und beim Anklopfen hohl klingen. Im Zweifelsfall lieber etwas länger im Ofen lassen.

Auf einem Draht abkühlen lassen.

Äpfel und was man damit machen kann

Äpfel und was man damit machen kann

Traditionelles Superfood

Die aktuelle Kochbuch-Übersetzung zum Thema „Äpfel und was man damit machen kann“ ist so gut wie fertig. Das nehme ich zum Anlass, den Weltenbau kurz pausieren zu lassen* und hier ein Rezept im Sinne des Autors zu posten. Seine Oma und meine Oma sind da offenbar auf ähnliche Ideen gestoßen.

Blutwurst-Toast

Man nehme:

  • 1 Scheibe Bauernbrot
  • Blutwurst-Scheiben
  • Apfelspalten
  • 1 Scheibe kräftigen Schnittkäse
  • Senf (nach Wunsch)

Das Brot (eventuell mit Senf bestreichen, dann) mit Blutwurst belegen. Darauf die Apfelscheiben legen. Mit dem Käse abdecken und bei 180 °C im Backofen überbacken.

Ein bisschen richtiger Süßkram darf dabei nicht fehlen. Also:

Apfelpudding
  • ca. 350 g Äpfel
  • 500 ml Apfelsaft
  • 1 Päckchen Vanille- (oder Sahne-)Puddingpulver

Äpfel schälen, Kernhaus entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Den Apfelsaft aufkochen, das Puddingpulver einrühren, und während das Ganze abkühlt, die Äpfel unterheben. Wenn der Pudding erkaltet ist, mit Schlagsahne servieren. Wer es etwas herber mag, nimmt Apfelwein statt -saft.

Die Odenwälder Apfelfreunde sind derzeit wohl noch mit dem Baumschnitt beschäftigt, aber bis das Buch erscheint, gibt es bestimmt auch Neues zum diesjährigen Apfelherbst.

* Außerdem habe ich gestern etliche Kilo Recherchematerial zum nächsten Thema angeschleppt, das ich erst einmal verarbeiten muss.

 

#obm2018 – Dienstleisteraufgabe 12: Goodies

Potenziell zu gewinnende Goodies

Eine kleine Auswahl

Ich begrüße euch zum letzten Messetag. Vielen Dank für eure bisherigen Besuche. Zum Abschied gibt es heute etwas zu gewinnen:

Nennt mir (per E-Mail) bis heute Abend, 23:59 Uhr, den Titel eines Brettspiels, an dem ich mitgewirkt habe. Unter den richtigen Einsendungen verlose ich drei Kochbücher aus meinem Sortiment.

Zu diesem Zweck brauche ich von euch folgende Daten: eine E-Mail-Adresse (von allen, die teilnehmen) und von den dreien, die gewonnen haben, die Postanschrift. Diese speichere ich, bis die Gewinne angekommen sind. Danach werden sie gelöscht. Es gibt keinen Newsletter, auf den ich euch hinterrücks abonnieren könnte.

#obm2018, #obm2018halle3, #onlinebuchmesse

Fünf Pfund Belegexemplare …

… sind gestern hier angekommen: Restlos gut von Hugh Fearnley-Whittingstall. Wer bereit ist zu glauben, dass „Mindestens haltbar bis“ nicht dasselbe bedeutet wie „Tödlich giftig ab“, findet darin eine Menge spannende Möglichkeiten, Lebensmittelreste zu verarbeiten – sei es zu einem weiteren Essen oder zu praktischen Hausmitteln für den Alltag. Außerdem gibt es Tipps zur Einkaufsplanung und zur richtigen Aufbewahrung, damit immer ein passender Rest zur Verfügung steht und möglichst wenig unrettbar dahin geht.

Belegexemplare

Kochbuch-Neuerscheinung: Restlos gut

Da zur Zeit vor allem Bedienungsanleitungen und Werbung für geräuschvolles, blinkendes Kinderspielzeug vorbeikommen, freut mich diese Sendung ganz besonders. Ebenso das kurze Korrektorat für Tourismus-Werbung in einer weniger häufig besuchten Gegend.

Selfpublishing

Zwischendurch bereite ich diverse Geschichten zum Selfpublishing als E-Book vor. Die erste soll Schatzzeiger werden, eine Kurzgeschichte aus der Anthologie Tierische Teufel – teuflische Tiere. Ich bin also mit Cover basteln und den richtigen Distributor suchen beschäftigt. Geplant ist die Veröffentlichung zum 1. Oktober. Danach soll es zweimonatlich weitergehen, mit kurzen und auch längeren Geschichten.

Mehr Katzen

Zum Dritten habe ich noch immer meinen Katzenkrimi in Arbeit. Er könnte diesen Monat noch fertig werden, denn das Chaos entwirrt sich immer eleganter. Zur Zeit sind es 32.000 Wörter und vermutlich werden nicht mehr allzu viele dazukommen. Gleichzeitig schreiben noch etliche andere Autorinnen und Autoren (z. B. Tina Alba und Tanja Rast) an 50 weiteren Katzengeschichten, sodass in absehbarer Zeit ein Jahresvorrat bereit liegt. Wenn es so weit ist, erscheinen sie im Abstand von einer Woche im Machandel-Verlag – je nach Umfang als „normales“ Taschenbuch oder als Mini-Büchlein.

Neue Termine

Der Buch-Oktober mit Frankfurter Buchmesse und vor allem BuCon, nicht zu vergessen der Lesung von Kirstin Breitenfellner am 11. Oktober in Bensheim, wird dieses Jahr aus familiären Gründen ohne mich stattfinden. Dafür bin ich im November beim NaNoWriMo am Start, voraussichtlich wieder mit Portal-Fantasy. Plot ist vorhanden, die Figuren laufen sich warm – es kann nur abenteuerlich werden.

Lindenfelser Ökomarkt 2018

Mein Blog hat offensichtlich ein ganzes Jahr überlebt, denn hier kommt der zweite Bericht vom Lindenfelser Ökomarkt. Der fällt leider deutlich kürzer aus als 2017. Es waren weniger Händler da, wodurch sich der Kruscht-Anteil erhöht hat. Die anwesenden interessanten Händler waren größtenteils alte Bekannte.

Cannamoda zum Beispiel. Trotz Anbau auf dem Balkon habe ich noch genügend Hanfsamen in der Vorratsdose, da musste ich keinen Nachschub holen. Dafür gab es Hanf-Dinkel-Nudeln und einen Hanf-Brombeer-Tee. (Sabines Suppenmanufaktur fehlte in diesem Jahr leider, also keine Emmernudeln.)

Daneben gab es einen neuen, schön bunten Seifenstand von Marion Thiel aus Lampertheim.

Handgesiedete Seifen

Auch Odenwälder Feine Brände aus Litzelbach waren wieder zur Stelle. Bei ihnen habe ich einen Pfirsich- und einen Brombeer-Limetten-Secco erworben, zum gemütlichen Probieren zu Hause.

Für einen längeren Aufenthalt in der Burgstraße war das Wetter dieses Jahr leider wenig einladend – trüb, kalt und zugig. Der tapferen Frau Rusch von Cannamoda ist während des Aufbaus sogar der Stand davongeflogen. Folglich habe ich nur schnell bei den Schäfern Wüstenhagen und Pollmann aus Hetzbach eine Lammsalami und bei Imker Hillenbrand den nötigen Vorrat an Met und Wikingerblut eingekauft. Bei Herrn Hillenbrand gab es noch je ein Fläschchen Holunderbeer- und Löwenzahnsirup. Ich bin gespannt, wie diese beiden sich mit Hochprozentigem oder Perlendem mixen lassen.

Einkäufe beim Ökomarkt 2018

 

Der Zaziki muss weg

Außerdem freue ich mich, dass ich nach dem Umzug den Zugang zu diesem Blog wieder gefunden habe. Also gibt es heute kurz und herzhaft ein Rezept für unterwegs:

  • 60 g 5-Korn-Müsli (das vorzugsweise Buchweizen enthält)
  • 100 g Zaziki
  • 1 Möhre, in Scheiben geschnitten
  • 80 g Krabben, klein & handlich
  • ca. 50 ml Milch
  • eine Prise Kräuter

Alles gut verrühren, ab ins Schraubglas und im Rucksack ruhen lassen, bis man gemütlich in der Bahn sitzt und Zeit zum Essen hat.

Ich bin gerade von einer Fortbildung zurück. Rein zufällig habe ich auf XING Nicole Tomberg entdeckt, die unter anderem Englischkurse für Winzer anbietet. Da gehöre ich eindeutig nicht zur Zielgruppe, denn mein Kontakt zu Wein besteht im Wesentlichen darin, dass ich gern welchen trinke. Andererseits hatte ich in letzter Zeit beim Übersetzen doch mit der Herstellung von Cava zu tun, mit touristischen Angeboten rund um Weinberge und -keller und mit Restaurantbeschreibungen, in denen umfangreiche Weinkarten gelobt werden. Also dachte ich mir, dass ein bisschen Fachwortschatz und überhaupt Grundlagenwissen zum Thema nicht schaden könnten.

Der Kurs fand in den Räumen der Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland statt, und außer mir waren alle Anwesenden mit der Herstellung und dem Verkauf von Wein beschäftigt. Vertreten waren die Anbaugebiete Franken – natürlich –, Rheinhessen, Pfalz und Saale-Unstrut. Bei entsprechender Vorbereitung hätte ich ja für die Bergstraße antreten können, nur hatte ich vorher überhaupt keine Vorstellung, worum es denn gehen könnte.

Es ging zunächst um die Arbeit im Weinberg. Dazu fiel mir noch ein bisschen was ein, dank der zahlreichen Gartenbücher, die im Lauf der Jahre bei mir vorbeikamen. Von der einen oder anderen Betriebsführung bei traditionellen Getränkeherstellern waren auch ein paar Begriffe zum Thema Maische, Gärung, Lagerung und Abfüllung hängengeblieben. Aber beim Wein kommen natürlich noch ein paar Dinge dazu: die Lage, der Boden, die Rebsorte, diverse Verarbeitungsschritte, die nöig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Gegen Ende stand auch die bekannte Weinproben-Poesie auf dem Programm, die ihre eigenen Regeln und je nach Sprache unterschiedliche Vergleichsgrößen hat. Auf Englisch kann ein Wein zum Beispiel das Aroma von „wet stone“ haben, auf Deutsch würde das vermutlich noch unter „erdig“ oder „mineralisch“ fallen.

Die Kursarbeit spielte sich vor allem mündlich ab. Man beschrieb sich gegenseitig das eigene Weingut, die Weine, die Kundengruppen und was sonst noch dazugehört. Dazu hatte ich naturgemäß nicht viel zu sagen, dafür aber genug Zeit, Fachleuten zuzuhören, Fragen zu stellen, auch mal dumme, und dabei eine Menge zu lernen. In der kleinen Weinprobe am Schluss kam das Ganze praktisch zur Anwendung.

Nicht ganz passend zum potenziell „genussreichen“ Thema fand die Mittagspause am Samstag beim nächstgelegenen EDEKA mit Heißtheke statt. Leider bin ich auch sonst nicht groß in Würzburg herumgekommen, um das eine oder andere Lokal auszuprobieren. Das muss ich bei passender Gelegenheit nachholen – und dabei auch gleich die Kenntnisse in Sachen Frankenwein auffrischen und erweitern.

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen