La Ballade

Geschichten und Musik

#SchreibWarum – Warum schreibst du Romane?

Leseprobe - Die Rooftop Singers#Schreibwarum – Warum schreibst du Romane?

Das fragt Meike Blatzheim (Textgefährtin) für ihre Blogparade. Da ich mir diese Frage in den letzten Monaten auch öfter gestellt habe, versuche ich mich hier an einer Antwort.

Ich schreibe Geschichten, weil ich gerne lese. Weil sie meine Art sind, über das Leben, das Universum und den ganzen Rest nachzudenken. Weil Wörter und Sätze mein Weg sind, die Fragen und Antworten auszudrücken, die dabei aufkommen.

Warum Fantasy?

Warum wird es dann so oft Fantasy? Die hat doch mit dieser Welt praktisch nichts zu tun.

Dazu habe ich in verschiedenen Beiträgen hier schon etwas geschrieben, und die Antwort ist das beliebte eindeutige Jein.

Einerseits kann ich in meiner Fantasywelt frei erfinden, muss mich nicht an historische Gegebenheiten (oder vorherrschende Lehrmeinungen) halten. Ich kann alle Kräuter wachsen lassen, die ich brauche, damit meine Helden gesund bleiben bzw. unauffällig vergiftet werden, und kann definieren, auf welchen Wegen die Kommunikation in welchem Tempo läuft.

Andererseits ist ein Ork eben auch nur ein Mensch. Deshalb gehe ich davon aus, dass er sich in seinem Umfeld ähnliche Fragen stellt wie ich in meinem oder die Leute, die uns lesen, in ihrem. Vielleicht führen dann die Wege, die er bei der Beantwortung geht, auf die richtige Spur.

Aufhänger Ausschreibungen

Neuerscheinung: MeerjungfrauenAls Aufhänger nutze ich gern Ausschreibungen. Damit ist ein gewisser Rahmen vorgegeben: wie lang der Text werden soll, welche Zielgruppe ungefähr angepeilt wird, ein Thema. Wenn es gutgeht, meldet sich dann mindestens eine Figur bei mir und fängt an zu erzählen. Manche lassen sich auch befragen oder beobachten. Mithilfe des erwähnten Rahmens peile ich die Richtung, in die es gehen soll. Weitere Figuren kommen dazu, Elemente aus anderen Zusammenhängen, und nach und nach entsteht eine Geschichte.

Motivation auf langen Strecken

Im nächsten Schritt, beim Überarbeiten, wird es dann oft zäh. Denn zwischen den vielen tollen Ideen, die im ersten Durchgang entstanden sind, muss ich jetzt den roten Faden herausklauben. Ich muss Entscheidungen treffen und mich auf Einzelheiten festlegen. Da bleibt es nicht aus, dass manche Ideen, die mir gefallen, aus dem Text verschwinden. Die wandern dann in eine Datei namens „Reste“. Vielleicht findet sich später eine Geschichte, in die sie besser passen.

Das ist die Phase, in der mitunter die Motivation knapp wird. Dann muss entweder das Ziel besonders erstrebenswert sein, vielleicht, weil hinter der Ausschreibung ein toller Verlag steckt, oder die Figuren und/oder ihre Welt müssen mich richtig gepackt haben.

Im ersten Fall hilft der Abgabetermin, die Sache zu Ende zu bringen. Dann gibt es immerhin einen fertigen Text. Wenn er bei der Ausschreibung nicht landen kann, wird er wieder in die Schublade gepackt und bei einer anderen günstigen Gelegenheit noch einmal hervorgeholt.

Im zweiten Fall habe ich das Gefühl, ich kann die Figuren nicht im Stich lassen. Dann macht es nichts, wenn die Geschichte nicht bis zum Termin fertig wird. Sie macht schließlich Spaß, also kann ich mich auch länger – oder immer mal wieder – mit ihr befassen.

Ideal ist natürlich, wenn beide Arten von Motivation zusammentreffen. Dann wird die Geschichte rechtzeitig fertig und macht Spaß. (Die Ergebnisse sind auf der Seite Geschriebenes versammelt.)

Karl May ist schuld

Weil das Thema gerade dran war: Karl May ist an allem schuld. Ich habe mindestens drei Abenteuer herumliegen, die auf Winnetou I basieren. Davon ist zwar noch nichts fertig, aber aus dem ersten Anlauf hat sich eine ziemlich umfassende Fantasywelt mit einigen Jahrhunderten Geschichte entwickelt. (Ein Mini-Ausschnitt aus dieser Welt findet sich in Der Weg nach Hause.)

Mein Antrieb, dazu und zu anderen, ähnlichen Abenteuern „Fanfiction“ zu schreiben, war in erster Linie, dass die Helden alle Männer sind. Das musste sich natürlich ändern, und bei näherem Hinsehen und Hinschreiben eben noch eine Menge mehr. So entstand nach und nach so viel Weltenbau, dass die eigentlichen Geschichten fast darunter verschwinden. Wahrscheinlich werden Fachleute, so sie mitlesen, trotzdem viele Elemente wiedererkennen.

Traditionen alt und neu

Traditionen alt und neu

Ein „altes“ traditionelles Fest ist gerade vorbei, das Burgfest, gestartet 1904 „zum Besten der Bismarck-Warte“. Besagter Turm wird inzwischen aus anderen Mitteln finanziert, und wer heute das Burgfest besucht, hat mit Sicherheit nicht das Andenken des „eisernen Kanzlers“ im Sinn. Der Ursprung des Festes ist mit einem eigenen Geflecht aus Plänen und Ideen verbunden, über die auf dieser Website allerhand nachzulesen. Vor Kurzem hat der Betreiber das Ergebnis des damaligen Volksfestes auf der Litzelröder besucht.

Lindenfels-Festival

Demnächst steht ein neues, hoffentlich bald ebenso traditionelles Fest an, das eindeutig ins 21. Jahrhundert gehört: Am 28. August startet das Lindenfels-Festival LiFe ’22 mit einer Tour durch die Stadtteile. Am ersten Wochenende im September, gleichzeitig mit dem diesjährigen Ökomarkt, gehen dann verschiedene Konzerte über die Bühne neben der Kirche. Der Vorverkauf hat begonnen, Programm und Karmakasse sind unter dem obigen Link zu finden. Laut Auskunft beim Info-Abend treten mehr Künstlerinnen namens Lisa auf als rein männliche Acts. Auch die Bleichgesichter sind nicht unter sich.

Die erste Veranstaltung war 2020 geplant, aber jenes Jahr entpuppte sich als suboptimal für solche Vorhaben. 2021 gab es eine stark abgespeckte Version mit Yoga und Hapkido an der frischen Luft. Auch dieses Jahr ist das Programm noch ein wenig sparsam im Vergleich zu all den Ideen, die bei den Vorbesprechungen schon im Bürgerhaus herumschwirrten. Deshalb drücke ich dem neuen Festival alle vorhandenen Daumen, dass es Wurzeln schlagen und prächtig wachsen möge.

Muschelfest

Am selben Wochenende, am 3. und 4. September, um genau zu sein, steigt auch ein mittelaltes Traditionsfest, das Muschelfest in Fränkisch-Crumbach. 2010 kam man dort erstmals auf den Gedanken, eine Wagenladung voll Miesmuscheln aus der Bretagne anzuliefern und bei einem Volksfest zu verkaufen. Nach zwei Jahren Ausfall kann dieses Jahr das Jubiläum angemessen gefeiert werden. Ab 13 Uhr am Sonntag ist mit musikalischen Aktivitäten von Port Melange zu rechnen, es darf getanzt werden.

Entstanden ist das Fest aus einer privaten Freundschaft, basierend auf der Verschwisterung zwischen Reichelsheim und Dol-de-Bretagne (Quelle). Damit ist es Teil einer sinnvollen Antwort auf die „Erbfeind“-Rhetorik, die zur Zeit des ersten Burgfestes im Schwange war. Anstelle des früher üblichen Revanchismus kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa internationale Städtepartnerschaften in Mode und brachten alljährliche bis alltägliche Kontakte mit sich.

Möge das „feste Feiern“ in unterschiedlichen Zusammenhängen noch lange zur Verständigung beitragen.

 

Bild: Pixabay

Mein Blog hat Geburtstag

Mein Blog hat heute Geburtstag, er wird fünf Jahre alt. Seitdem sind einige Geschichten und Rezepte, auch so allerlei Musik, hier vorbeigekommen. Zur Feier des Tages gibt es Törtchen:

Schokotörtchen

Mein Blog hat GeburtstagZutaten

Für die Creme

  • 100 g weiße Schokolade
  • 100 ml Sahne

Für den Teig

  • 175 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 175 g Vollrohrzucker
  • 5 g gemahlene Vanille
  • 100 ml Sahne
  • 150 g Schokolade, 60 % Kakao (oder mehr)
  • 200 g Vollkornmehl
  • ½ Päckchen Backpulver

Deko nach Wunsch, hier: Schmetterlinge

Für die Creme die Sahne erhitzen. Die weiße Schokolade in Stücke brechen und in die Sahne rühren. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann mit dem Handrührgerät zu einer dicken Creme aufschlagen. Bis zum Gebrauch wieder in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 200° C/Umluft 180 °C vorheizen.

Die Schokolade für den Teig grob reiben.

Butter, Eier Zucker und Vanille mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Die Sahne einrühren. Die geriebene Schokolade unterheben. Mehl und Backpulver kurz untermischen.

Den Teig in geeignete Förmchen füllen, hier: Silikonform mit 8 Vertiefungen. Die Form auf die mittlere Schiene des Ofens schieben und die Törtchen 25-30 Minuten backen.

Kurz in der Form ruhen lassen, dann stürzen. Abkühlen lassen.

Mit der Creme bestreichen und mit den Schmetterlingen bestreuen.

Ständchen

… und natürlich auch ein Ständchen, jahreszeitlich passend von Winneweh. Das erste stammt aus dem Jahr 2017, als es hier losging. Das zweite ist von diesem Jahr, dem vergangenen Wochenende, um genau zu sein. Nach zwei Jahren Pause konnte es dieses Jahr umsonst und draußen wieder stattfinden, hoffentlich ohne Spätfolgen für alle Beteiligten. Die absolut einmalige, unvergleichliche Band Neckarklang war natürlich auch mit von der Partie.

Das erste Halbjahr 2022

Ein willkommener Anlass, kurz über das erste Halbjahr 2022 zu schreiben und hier etwas aufzuräumen, sind eine Handvoll frisch eingetroffener Belegexemplare, diesmal keine nahrhaften:

Das erste Halbjahr 2022

Caudipteryx aus: Fernando Novas/Damián Voglino, Dinosaurier – Evolution, Arten, Untergang

Fernando Novas/Damián Voglino, Dinosaurier – Evolution, Arten, Untergang

Das Dinosaurier-Buch war meine erste größere Übersetzung aus dem Spanischen seit … dem Kulturreiseführer Katalonien, in den alten Zeiten, als das Reisen noch unbeschwert war. Sie hat allerdings schon letztes Jahr stattgefunden, kombiniert mit zwei Romanübersetzungen (siehe Übersetztes).

Musikalisches

Seitdem habe ich allerdings nicht nur Urlaub gemacht. Das zwar auch, und ich habe von unterwegs allerhand musikalische Anregungen mitgebracht, die ich hier im Blog noch ein bisschen ausbreiten will. Vorerst hier nur ein Link zu einer Musikerin, die ich unterwegs live gehört habe (Jorun Marie Kvernberg), und einer zum DJ, der das Programm zusammengestellt hat (Ole Fredrik Wannebo, Badass Viking bei Ragnarok Film).

Kurz vor Urlaub kam auch eine musikalische Übersetzung vorbei: Händel goes Tinder, eine Pastiche mit Werken des Komponisten im Rahmen einer Comedy-Handlung. Die deutsche Erstaufführung fand am 14. Mai bei den Händelfestspielen in Göttingen statt.

Davor und danach gab es auch einiges zu übersetzen. Ein Kochbuch ist schon fertig (Neues von Asma Khan), das zweite für dieses Jahr ist zurzeit in Arbeit.

Seit Januar übersetze ich an einer spanischen Fantasy-Reihe mit, koordiniert von Imke Brodersen. Die ersten Bände sind bereits auf Deutsch erschienen, mit zwölf ist bisher zu rechnen. Wer Lust auf abenteuerliche Jugend-Fantasy hat, kann sich hier umsehen: Pedro Urvi, Der Weg des Waldläufers.

Geschichten

Gelesen habe ich auch einiges, und inzwischen habe ich mich auch bei StoryGraph angemeldet, wo man unbürokratisch Bewertungen abgeben kann. Deutschsprachige Bücher müssen öfter mal frisch importiert werden, aber das schadet ja nicht.

Woran es ein wenig hapert, ist das Schreiben. Aus dem Pappkarton, wo sich die Plotküken unter ihrer Wärmelampe tummeln könnten, piepst es zurzeit nur ganz schwach. Ich versuche mich an den Memoiren einer Bannsängerin, ohne Plot, dafür mit legendären Fröschen. Über die Welt, in der Lan über ihr bisheriges Leben nachsinnt, habe ich schon viel geschrieben, aber nur eine Kurzgeschichte veröffentlicht, nämlich Der Weg nach Hause.

Rezept – Natillas

Rezept - NatillasDamit der Rücksturz nach den Ferien nicht zu hart ausfällt, hier ein Nachtisch-Rezept: Natillas. Es besteht im Wesentlichen aus Milch und Ei mit passenden Gewürzen. Dazu gibt es etwas knackige Schokolade mit Nüssen.

Zutaten
  • 1 ¼ l Milch
  • dünn abgeschälte Schale von 1 Limette
  • 1 Stange Zimt
  • 5 EL Speisestärke
  • 8 große Eigelb
  • 8 EL Puderzucker
  • ½ TL Vanilleextrakt
Für die Deko
  • 50 g hochprozentige Schokolade
  • 100 g Nusskernmischung, geröstet & gesalzen

 

1 Liter Milch in einen Topf geben, Zimtstange und Limettenschale hinzufügen und bei mittlerer Hitze fast zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und 10 Minuten ruhen lassen.

Die restliche Milch mit der Stärke verrühren.

Das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren. Die angerührte Stärke hinzufügen und weiter kräftig rühren. Beiseite stellen.

Zimt und Zitrusschale mit dem Schaumlöffel oder Teesieb aus der Milch fischen. Diese bei mittlerer Hitze wieder aufsetzen und wenn sie fast kocht, die Vanille hineingeben.

Die Eigelb-Masse langsam unter ständigem Rühren zur warmen Milch gießen.

Mit einem Holzlöffel weiterrühren, bis die Creme dicker wird.

Durch ein Sieb streichen und in Dessertschalen füllen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann mit Folie bedecken und in den Kühlschrank stellen.

Für die Deko die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Nüsse einrühren. Die Masse auf Backpapier oder eine Silikonmatte streichen. Fest werden lassen.

Vor dem Servieren die Nussschokolade in passende Stücke zerlegen. Die Natillas aus dem Kühlschrank nehmen, Folie abziehen und stattdessen Schokostückchen auflegen.

 

Mehr Nachtisch, der auch wintertauglich ist, gibt es hier.

 

Bildquelle: gate74, Pixabay

Weihnachtszeit

Der vierte Advent ist immer noch früh genug, um in die Weihnachtszeit zu starten, oder? Jedenfalls habe ich fast alle Päckchen verschickt, die liebe Leute in den nächsten Tagen bekommen sollen. Umgekehrt sind fast alle Päckchen angekommen, die Geschenke für unter den Baum enthalten (und von denen ich weiß).

In diesem Jahr hat mich auf halbem Weg die Energie verlassen, hier regelmäßig etwas Angenehmes zu veröffentlichen. Ich war allerdings an Wohlfühl-Content beteiligt, der anderswo erschienen ist/erscheinen wird – hier zum Beispiel (Amazon) . Im nächsten Jahr darf es von mir aus auch gern hier etwas mehr werden. Es könnte eventuell Neues von der Band geben oder auch die eine oder andere Geschichte.

Vorerst wünsche ich allen, die hier vorbeikommen, eine schöne Weihnachtszeit mit Entspannung und der richtigen Menge Süßkram und dazu alles Gute für das kommende Jahr.

 

Weihnachtszeit

 

Zwischenhoch

Zwischenhoch

Burg Lindenfels

„Es geht wieder los“, hätte ich gern als Überschrift geschrieben, aber es ist wohl eher ein Zwischenhoch. Winneweh ist abgesagt, das Burgfest ist abgesagt. Trotzdem finden an dem betreffenden Wochenende und in den folgenden Wochen Dinge statt.

700 Jahre Gumpen

Erstens am 30. und 31. Juli im Gesäß in Klein-Gumpen. Senkrecht unter dem Himmel, sozusagen.

Gefeiert werden 700 Jahre Gumpen, in diesem Fall mit Improvisationstheater in Form einer historischen Gerichtsverhandlung. Gerüchten zufolge sollen die behandelten Fälle im 17. Jahrhundert spielen.

Der Ort wurde, wie man sich ausrechnen kann, 1321 erstmals urkundlich erwähnt. Nebenan hatten sich gerade die Schenken von Erbach auf dem Reichenberg niedergelassen. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass es den „besiedelten Punkt“, an dem das Abenteuer spielt, schon vorher gab.

Als passende Begleitung zu den historischen Streitfällen spielt die absolut einmalige, unvergleichliche Band Neckarklang. Mit bis zu vier Dudelsäcken, einer bis zwei Drehleiern, mehreren Blockflöten, Gemshörnern, Rohrblattinstrumenten und einer Cister, verteilt auf sechs Personen. Das Problem dabei ist, dass ein Mensch immer nur ein Instrument zugleich spielen kann.

Auf dem Programm steht Bal-Folk-Musik, teils ganz frisch, teils aus alten Handschriften ausgegraben.

Lindenfels Festival

Am 2. August, traditionell Burgfestmontag, beginnt das Lindenfels Festival LiFe‘21, das schon für letztes Jahr geplant war, aber aus den bekannten Gründen ausfallen musste. Dafür wird es in diesem Jahr erst mal sportlich – mit Judo, Hapkido, Tai Chi und Yoga -, bevor dann am 13. bis 15. mit Musik aus diversen Richtungen das Festival wieder zu Ende geht. Außerdem läuft bei Facebook bereits ein Gewinnspiel für zwei Freigetränke.

Eskapismus

Wie lange das Zwischenhoch anhält bzw. wie sich die Sache nach den Sommerferien weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Mein Optimismus hat im vergangenen Jahr etwas gelitten, Eskapismus funktioniert allerdings immer noch: Ich übersetze zur Zeit einen historischen Liebesroman und schreibe an einem Odenwälder Krimi. Danach geht es fantastisch weiter, mit einem Computerspiel, einem Romanprojekt und einer Novelle. Die wird allerdings auf Englisch geschrieben; ich bin gespannt, wie ich damit zurechtkomme.

Buchmesse Saar 2021 – Ungelegte Eier

Heute, am letzten Tag der Buchmesse Saar 2021, will ich kurz über ungelegte Eier gackern. Es geht um ein Buch, das eigentlich rechtzeitig vor diesem Wochenende veröffentlicht werden und einen Platz im Messestand einnehmen sollte. Immerhin das Cover ist fertig, behaupte ich, also zeige ich es her und klebe eine Leseprobe dazu.

Buchmesse Saar 2021Das Schwert des Wilden Landes

Sie waren umzingelt. In einen Hinterhalt der Räuber geraten. Wie hätte Hossíek das vorhersehen sollen? Jetzt war es ohnehin zu spät, darüber nachzudenken. Sie mussten sich den Weg freikämpfen.

Tjembo Repete hatte sein Pferd schon gewendet und stürmte auf die vermummten Gestalten ein, die den Hohlweg versperren wollten. An seiner Seite konnte Hossíek nicht bleiben, zwischen den königstreuen Reitern und der Böschung drängten sich weitere Feinde. Aber das waren keine Räuber, sondern kleine, gräulich-grüne Geschöpfe, die blitzschnell hin und her sprangen. Er hieb blindlings auf sie ein, um sie von Tjembo Repete fern zu halten.

Ob Tar Sinon, Guwar Ziemhurst und Jiesche Kojarn hinter ihm etwas taten, konnte er nicht feststellen. Auch von dort regnete es Hiebe und Steine und Gebrüll. Pferde bäumten sich auf und keilten aus.

Etwas knallte gegen Hossíeks Helm. Ihm wurde schwarz vor Augen. Sein Arm gehorchte ihm nicht mehr, und die Welt drehte sich um ihn.

* * *

Hossíek hielt sich mehr schlecht als recht im Sattel. Jeder Schritt seines Pferdes kam als dumpfer Schlag in seinem Kopf an. Sein ganzer Körper schien nur noch aus Schmerz zu bestehen.

Wie lange musste er das noch aushalten? So weit konnte es nicht mehr sein zum sicheren Haus im Bodrawer Moor. Dorthin waren sie doch unterwegs, oder?

Seinen Begleiter nahm Hossíek kaum wahr. War das Tjembo Repete? Oder einer von den anderen, den Räubern von der Landstraße?

Da stieg mit einem Mal das Pferd dieses Reiters. Hossíeks eigenes Reittier tänzelte – wieder ein paar schmerzhafte Stöße für seinen Kopf.

Was ist los?“, fragte Hossíek.

Ich hab uns angemeldet.“ Also doch Herr Repete. Was er wohl damit meinte?

Endlich hörte das Stoßen in Hossíeks Kopf auf. Wie aus weiter Ferne hörte er Herrn Repete mit jemandem sprechen. Mit einer Frau. Kannte er die Stimme?

* * *

Fortsetzung folgt im Lauf des Jahres. Derzeit habe ich etwas über 40.000 Wörter Text und noch einiges an Weltenbau und Überarbeitung zu erledigen. Wahrscheinlich werden hier immer mal wieder Anmerkungen dazu auftauchen, wenn Hossíek und seine Truppe in die nächste Sackgasse geraten sind.

Um bereits gelegte Eier im engeren Sinn geht es ab hier.

Buchmesse Saar 2021 – Leseproben 2

Buchmesse Saar 2021 - Lesproben 2Heute gibt es aus Anlass der Buchmesse Saar 2021 die Leseproben Teil 2 zu weiterem Lesestoff, der nicht am Stand zu sehen ist.

Erstens zu meinem Erstling, dem Mittelalter-Krimi Der Jahrmarkt zu Jakobi, erstmals erschienen 2008. Zurzeit ist er auch im Ebook-Dreierpack “Schwestern der Sehnsucht” zu bekommen.

Zweitens zur Fortsetzung, Die Schule der Spielleute, erstmals erschienen 2010.

Noch etwas mehr zu den beteiligten Spielleuten gibt es hier.

Dann geht es eher fantastisch weiter, mit zwei Anthologien, in denen ich vertreten bin und die derzeit noch erhältlich sind. Da wäre zum einen die Geschichte Der Tagedieb in Phantastische Sportler (Verlag Torsten Low) und zum anderen Opas Glücksfisch in Meerjungfrauen – Das geheime Leben der Fabelwesen 1 (Independent Bookworm).

Fast vergriffen und bald nur noch als E-Book erhältlich ist die Anthologie Das Tarot (Hrsg. Fabienne Siegmund, Verlag Torsten Low). Dazu durfte ich die Geschichte zu “Gerechtigkeit” beisteuern. Tatsächlich vergriffen ist die Anthologie Tierische Teufel (Hrsg. Helen B. Kraft & Sarah König, Machandel Verlag), und meine Geschichte daraus, Schatzzeiger, gibt es solo bei BoD.

Eine komplette Liste findet sich unter Bibliothek – Geschriebenes.

 

Buchmesse Saar 2021 – Leseproben

Buchmesse Saar 2021 - Leseproben

Für die Buchmesse Saar 2021 habe ich Leseproben zusammengestellt, zunächst einmal für die am Stand vertertenen Bücher. Außerdem führt der eine oder andere Link zu Rezensionen oder anderen Zusatz-Infos, falls vorhanden. Ich wünsche viel Vergnügen beim Stöbern.

Rooftop Singers

Die Leseprobe in vier Teilen beginnt hier.

Bambusblatt – Sechseck (“Interview”)

Buntspecht und Anton

Die Leseprobe in drei Teilen startet hier.

Rezension: Rajets fantastische Leseseite

Silberschimmer

Die Leseprobe an eine Stück steht hier.

 

Für die Kurzgeschichten gibt es ebenfalls ein paar Links:

Der Weg nach Hause

Hier geht es zu den Leseproben für beide enthaltenen Geschichten.

Rezension Maike Claußnitzer

Das Erbe des Horst Stroh

Die Leseprobe an einem Stück steht hier.

Liriel die Weiße

Hier gibt es eine Leseprobe, allerdings ohne Pilze.

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