Geschichten und Musik

Schlagwort: Katzen Seite 1 von 2

Buchmesse Saar 2021 – Leseproben

Buchmesse Saar 2021 - Leseproben

Für die Buchmesse Saar 2021 habe ich Leseproben zusammengestellt, zunächst einmal für die am Stand vertertenen Bücher. Außerdem führt der eine oder andere Link zu Rezensionen oder anderen Zusatz-Infos, falls vorhanden. Ich wünsche viel Vergnügen beim Stöbern.

Rooftop Singers

Die Leseprobe in vier Teilen beginnt hier.

Bambusblatt – Sechseck (“Interview”)

Buntspecht und Anton

Die Leseprobe in drei Teilen startet hier.

Rezension: Rajets fantastische Leseseite

Silberschimmer

Die Leseprobe an eine Stück steht hier.

 

Für die Kurzgeschichten gibt es ebenfalls ein paar Links:

Der Weg nach Hause

Hier geht es zu den Leseproben für beide enthaltenen Geschichten.

Rezension Maike Claußnitzer

Das Erbe des Horst Stroh

Die Leseprobe an einem Stück steht hier.

Liriel die Weiße

Hier gibt es eine Leseprobe, allerdings ohne Pilze.

Leseprobe – Die Rooftop Singers 4

Es folgt ein weiteres Stück Leseprobe, „Die Rooftop Singers“, Teil 4 des fantastischen Abenteuers mit reichlich Katzenmusik, Pinguinen und verfluchten Perlen. Hier geht es zu Teil 1Teil 2 und Teil 3.

Leseprobe - Die Rooftop Singers

Kapstadt. Die Regierungschefs der Südallianz haben bei ihrem Gipfeltreffen das Vorgehen der Antarktis gegen Oppositionelle erneut scharf verurteilt. Sie forderten die Freilassung des südafrikanischen Pinguinreporters Saril sowie die Aufhebung des Ausreiseverbots. Alle bisher verhängten Sanktionen bleiben in Kraft, bis diese Bedingungen erfüllt sind, bestätigte ein Sprecher der Konferenz.“

* * *

Auf dem Balkongeländer landete eine Schleiereule und klopfte an die Scheibe.

Meringa öffnete ihr. „Guten Abend, Lusa. Schön, dich zu sehen.“

Die Eule schüttelte ihr Gefieder und ließ sich auf der Rücklehne des Sessels nieder. „Ich habe gute Nachrichten für euch.“

Die Katzen spitzten die Ohren.

Ihr seid für Bisamstadt gebucht.“

Echt jetzt?“, rief Honey. „Wie sind die denn auf uns gekommen?“

Ihr habt eben eine gute Agentur“, erwiderte die Eule mit schräg gelegtem Kopf. „Wir arbeiten schon lange mit dem Festival zusammen. Dieses Jahr wollen sie euch haben.“

Caramelo richtete sich kerzengerade auf. „Weil wir so schön von Blümchen und Bienchen singen?“

Zum Beispiel“, antwortete Lusa. „Warum auch nicht?“

Weil sie in diesem Jahr ‚Chor und Ballett der Antarktis‘ auf dem Programm haben“, erklärte der hellbraune Kater. „Da können sie allzu kritische Stimmen nicht gebrauchen.“

Immerhin kommen sie überhaupt nach Norden“, meinte Meringa. „Ist doch schon mal was.“

Ihr werdet keine Zeit haben, Jagd auf Pinguine zu machen“, sagte die Schleiereule streng. „Auf euch wartet ein straffes Programm und wichtige Leute, die euch hören wollen. Also …“

Wo können wir wohnen?“, unterbrach Petit Four.

Caramelo zischte. „Im Schloss wohl nicht. Aber da gibt es schöne Nester, wo man es gut aushalten kann.“

Und was Anständiges zu essen, hoffe ich“, rief Honey dazwischen.

Natürlich, natürlich …“ Lusa blätterte in ihren Unterlagen. „Wir haben eine Katzenpension für euch gebucht, nicht ganz auf dem Schloss, aber immerhin am Weg dorthin.“

Und das Essen?“, hakte Honey halblaut nach.

Das Catering für die Künstler betreut eine Firma Eichhorn & Co.“ Lusa warf ihr einen strengen Blick zu. „Die macht das schon seit Jahren, und bisher waren immer alle zufrieden.“

Es wird schon reichen“, sagte Petit Four mit einem Seitenblick auf Honeys Bäuchlein. „Auch für dich.“

Die reckte sich in Vorfreude. „Wenn da so viele Pinguine kommen, gibt es bestimmt auch Fisch.“

Ihr habt vier Auftritte.“ Lusa kehrte zu den wichtigen Dingen zurück. „Freitag, Samstag, Sonntag zwei, einer davon beim Schlusskonzert. Also bereitet euer Programm entsprechend vor, mit vielen Blümchen und Bienchen.“

Caramelo schnaubte.

Es hören wichtige Leute zu. Es könnte eine größere Tournee herausspringen.“ Die Schleiereule packte ihre Papiere ein. „Ich muss jetzt weiter, da sind noch ein paar mehr Verträge zu besprechen. Wir sehen uns in Bisamstadt.“

E N D E

der Leseprobe. Das komplette Buch gibt es z. B. im Autorenwelt-Shop (E-Book in der Buchhandlung des Vertrauens, z. B. hier), mehr Lesestoff unter Geschriebenes.

Ein paar Fragen dazu habe ich dem Blog Bambusblatt in der Reihe Sechseck beantwortet.

 

Leseprobe – Die Rooftop Singers 3

Es folgt ein weiteres Stück Leseprobe, „Die Rooftop Singers“, Teil 3 des fantastischen Abenteuers mit reichlich Katzenmusik, Pinguinen und verfluchten Perlen. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2.

 Leseprobe - Die Rooftop Singers

In einem alten, ehemals bedeutenden Städtchen, wie eine Krone auf seinem grünen Hügel gelegen, stand neben vielen betagten, mehr oder weniger bedeutenden Häusern aus Fachwerk, den örtlichen Bruchsteinen oder Beton eines, das sonnengelb gestrichen war, mit roten Fensterläden. Nicht nur durch seine Farbe fiel es auf, sondern auch durch den sorgfältig überbauten Garten.

Ein Holzgerüst ragte bis auf die Höhe der Dachtraufe, mit sehr stabilem, engmaschigem Draht bespannt und mit Knöterich bewachsen. Mitten in diesem Garten stand ein niedriger Kirschbaum. Den konnte man von außen bewundern, wenn er blühte. Viel mehr gab es nicht zu sehen.

Wenn der Kirschbaum weder Blüten noch Blätter trug, konnte man darin allerdings ein halbes Dutzend Katzen beobachten, die durch das Geäst kletterten oder einfach in der Sonne lagen. Eine hatte honigfarbenes Fell mit Tigerstreifen, eine war so dunkel wie hochprozentige Schokolade, die nächste rein weiß. Die Kleinste war so braun wie Kakao mit etwas Milch, eine andere erinnerte an Karamell, und die älteste von allen, die sich kaum von ihrem Platz bewegte, hatte die Farbe von Oliven und dunklere Streifen im Gesicht.

Während sie so in ihrem Baum lagen oder durch den Garten streiften, maunzten sie eifrig, als unterhielten sie sich in einer Sprache, die die Menschen nicht verstanden. Gegen Abend, wenn die Sonne nicht mehr in den Garten vordringen konnte, zog die Gruppe in immer derselben Reihenfolge über eine Hühnerleiter auf den Balkon, sang dort in den höchsten Tönen ein Abschiedslied für den Tag und verschwand durch eine Katzenklappe im Haus.

* * *

Drinnen in der Katzenwohnung erwartete sie ihre Dosenöffnerin mit frischem Futter und Wasser. Jede Katze strebte zu ihrem angestammten Platz auf einem der Kratzbäume, in einem Karton oder Korb am Boden oder im Wandregal. Während sie es sich schmecken ließen, saß die Dosenöffnerin in einem Sessel und erzählte, was sie an diesem Tag erlebt hatte. Die Katzen zuckten mit den Ohren, was man als Interesse deuten konnte oder auch nicht.

Besagte Dosenöffnerin, eine nicht mehr ganz junge Frau mit wilden, rot gefärbten Locken und einer spitzen Nase, rückte immer wieder während ihrer Erzählung eine Brille mit breitem, bunt geflammtem Kunststoffrand zurecht, wenn sie nicht gerade die Falten eines ihrer weiten, formlosen Kleider in Erdfarben, die ihr bis über die Knie fielen, über ihren Leggins zurechtstrich. Den Katzen war das egal, wenn nur das Futter rechtzeitig in den Napf kam.

Wer fertig gegessen hatte, setzte sich der Dosenöffnerin auf den Schoß und ließ sich kraulen. War dieser Platz belegt, legte sich die nächste Katze quer über die Schultern der Dosenöffnerin. Die beiden folgenden strichen um ihre Beine. Danach war ein Schichtwechsel fällig. Das ging so lange, bis sie jedes Tier ausgiebig gekrault hatte. „Wenn ich euch nicht hätte“, seufzte die Dosenöffnerin dann oft, sagte aber nicht dazu, was dann wäre, sondern begann von vorn: „Wenn ich euch nicht hätte …“

Wenn endlich die letzte Katze von ihrem Schoß gesprungen war, stand sie auf, sagte: „Gute Nacht, ihr Lieben“, löschte das Licht und ging hinaus. So friedlich und unspektakulär verlief das bürgerliche Leben der Rooftop Singers, und kein Mensch ahnte etwas von den Abenteuern, die sie bestanden, wenn kein Menschenauge hinsah.

* * *

Fortsetzung folgt.

Das komplette Buch gibt es z. B. im Autorenwelt-Shop (E-Book in der Buchhandlung des Vertrauens, z. B. hier), mehr Lesestoff unter Geschriebenes.

Ein paar Fragen dazu habe ich dem Blog Bambusblatt in der Reihe Sechseck beantwortet.

Leseprobe – Die Rooftop Singers 2

Es folgt ein neues Stück der Leseprobe aus meinem frisch erschienenen Fantasy-Abenteuer „Die Rooftop Singers“, Teil 2, mit reichlich Katzenmusik, Pinguinen und verfluchten Perlen. Hier geht es zu Teil 1.

Leseprobe - Die Rooftop Singers

Am Stamm der Eiche zeigte sich ein grünlicher Schimmer. Meringa atmete auf. Die Dryade war zu Hause.

Das Grün wurde intensiver, eine schlanke, menschenähnliche Gestalt hob sich vom Stamm der Eiche ab.

Ach, ihr seid es“, sagte die Dryade müde. „Wen habt ihr mir diesmal gebracht?“

Meringa sah sich rasch um, aber Caramelo stand mit den anderen auf Posten. „Sie bekommt Junge“, antwortete sie. Das war schließlich das Wichtigste. „Und die Wildschweine sind hinter ihr her.“

Die schon wieder.“ Die Dryade kauerte sich neben der werdenden Quollmutter nieder und strich ihr über den Bauch. „Ja, um dich kann ich mich kümmern. Das bringen wir schon in Ordnung. Und die Wildschweine …“ Sie schaute Meringa an. „Da werdet ihr mir noch einmal helfen müssen, wenigstens für jetzt, bis Mischka wieder wach ist.“

Meringa duckte sich unwillkürlich. „Der Bär …“

Gegen diese Schwarzkittel richtet sonst niemand etwas aus. Die Flurschützen kommen nur sehr selten in den Wald.“

Die weiße Katze schaute sich um. Trotz der Gefahr war eine Gesellschaft von entschlossenen Tieren und Vögeln zusammengelaufen, um die Dryade und ihre Patienten zu verteidigen. Da konnte sie ein paar Kräfte abziehen. „Wir wecken ihn“, sagte sie.

* * *

Sie rief ihre fünf Mitsänger zusammen. Gemeinsam trabten sie davon zu der Höhle, in der Mischka der Bär bald aus dem Winterschlaf erwachen musste.

Der wird verdammt mies drauf sein, wenn wir ihn vorzeitig wecken“, meinte Caramelo.

Genau die richtige Laune für die Wildsäue!“, rief Honey. „Wir müssen ihm nur rechtzeitig aus dem Weg gehen.“

Das will ich sehen.“ Petit Four bremste ab. „Ich warte hier auf euch.“

Keine Ausrede!“, widersprach Meringa. „Wir singen alle gemeinsam.“

Vor der Höhle hielten sie inne. Der Bär schnarchte hörbar unruhig.

Hier können wir nicht bleiben“, sagte Petit Four nervös. „Da rennt er uns gleich über den Haufen.“

Toetje sprang auf einen Granitbrocken neben dem Eingang zur Höhle. „Dann komm eben herauf.“

Wir müssen uns mal aufnehmen“, brummte Schoko. „Dann können wir bei solchen Aktionen einfach den Sound abspielen und schön auf Abstand bleiben.“

Schöner Held bist du“, meinte Meringa. „Bitte Ruhe, es geht los.“

Sie gab den Einsatz und die sechs sangen Mischka, der Lenz ist da.

Das Schnarchen aus der Höhle wurde erst lauter, dann ging es in ein tiefes Brummen über. Als sie nach drei Strophen von vorn anfingen, tauchte unter ihnen ein riesiger brauner Kopf auf.

Hurra!“, schrie Caramelo, statt sein Solo zu singen. „Da kommt der Held des Waldes.“ Er sprang von dem Stein und lief ein Stück in die richtige Richtung. „Hier geht’s lang zu den Wildschweinen.“

Wildschweine? Jedes Frühjahr dasselbe Theater!“ Murrend machte sich der Bär auf den Weg. „Wohin genau?“

Zum Baum der Dryade …“

Was?! Diese Säue werden immer dreister. Denen werd ich’s zeigen.“ Der Bär trabte eilig davon, die Katzen hinter ihm her.

Meringa seufzte erleichtert. „Wer sagt’s denn? Mit einem Lied geht eben alles besser.“

* * *

Von Weitem hörten sie empörtes Quieken, das sich schnell entfernte. Als sie unter der Eiche ankamen, versorgte die Dryade bereits die Verletzten, die sich mit ihren Heldentaten im Kampf brüsteten. Von Mischka oder den Wildschweinen war nichts zu sehen.

Um die können sich jetzt die Flurschützen kümmern“, erklärte der Waschbär, der eine Vorderpfote in der Schlinge trug.

Toetje nickte weise. „Wenn nur wir unsere Ruhe haben …“

Sind die Babys schon da?“, fragte Meringa. Um die ging es schließlich bei der ganzen Sache.

Hier!“, rief Caramelo.

Zwischen den Wurzeln der Eiche lag das kleine schwarze Tier mit den weißen Tupfen. Aus einem Beutel an seinem Bauch tauchten immer wieder spitze rosa Näschen auf.

Meringa setzte sich in sicherer Entfernung hin, wickelte sich in ihren Schwanz und schaute zu. Für so einen Anblick jagte sie gern durch den Wald und weckte Bären auf.

* * *

Fortsetzung folgt.

Das komplette Buch gibt es z. B. im Autorenwelt-Shop (E-Book in der Buchhandlung des Vertrauens, z. B. hier), mehr Lesestoff unter Geschriebenes.

Ein paar Fragen dazu habe ich dem Blog Bambusblatt in der Reihe Sechseck beantwortet.

Leseprobe – Die Rooftop-Singers 1

Wie versprochen folgt hier eine Leseprobe aus meinem frisch erschienenen Fantasy-Abenteuer „Die Rooftop-Singers“, Teil 1, in dem sich unsere Helden als Helden erweisen und durch den Wald rasen.

Leseprobe - Die Rooftop Singers

„Platz! Platz da!“, rief Toetje. Die Rooftop Singers formierten sich keilförmig hinter dem olivbraunen Kater und verliehen seiner Forderung mit einem unmelodischen Aufheulen Nachdruck. Sofort wichen die Frischlinge an den Rand der Lichtung zurück.

Im trockenen Laub unter einer Buche hockte ein kleines, schwarzes Tier mit weißen Tupfen und spitzer Schnauze und sah verängstigt zu der bunten Gruppe von Katzen auf. Sein Bauch war dick angeschwollen, es atmete schwer.

„Sie bekommt Junge!”, quietschte die weiße Meringa verzückt.

„Ihr spinnt trotzdem“, murrte ihre braune Mitsängerin Petit Four. „Wenn die Bache kommt …“

Caramelo, der von der Gruppe am weitesten in der Welt herumgekommen war, versuchte inzwischen, mit dem kleinen Wesen zu reden.

Toetje, Honey und Schoko umkreisten lauernd die offene Fläche am Fuß der Buche. Die Frischlinge versteckten sich vor den nahenden Katzen im Gebüsch und tauchten an anderen Stellen wieder auf. Langsam wurde die Lage brenzlig, die erwachsenen Wildschweine konnten nicht weit sein.

„Die Dryade!“, rief Meringa. „Die Dryade muss kommen!“

Im Unterholz knackte und prasselte es.

„Keine Zeit!“ Petit Four ging ebenfalls in Lauerstellung. „Die Säue sind schon da!“

„Bringt sie raus hier!“, schrie Caramelo.

* * *

Meringa ließ sich nicht lange bitten. Sie packte das schwarze Tierchen im Genick und sprang in weiten Sätzen mit ihm davon. Es schrie und wimmerte Unverständliches.
Wo war nur gleich der Baum der Dryade? Eine Eiche musste es sein.

Hinter ihnen fauchten die Kater. Holz krachte und splitterte. Die Wildschweine quiekten schrill. Ihre harten Klauen donnerten auf den Waldboden. Sie jagten Meringa.
Die weiße Katze schoss durch das Geäst der Sträucher. Wo war jetzt endlich diese Eiche? Sie musste die Säue abhängen.

Und nicht an einen Keiler denken.

„Da lang!“ Caramelo tauchte neben ihr auf.

Sie folgte ihm, ohne lange zu fragen. Nichts wie weg hier.

Endlich lugten die ersten knorrigen Wurzeln der Eiche aus dem Boden. Wenn die Dryade nur nicht unterwegs war, um irgendwo anders zu helfen. Seit diese Wildschweinrotte den Wald terrorisierte, gab es ständig Verletzte zu versorgen.

Außer Atem hielten sie am Fuß des Baums an. Meringa setzte das schwarze Tierchen sanft ab. Es wimmerte leise und rollte sich im Laub zusammen. Meringa leckte über sein Fell.

Soll der Dreck sich hier auch noch vermehren?, haben sie gesagt!“ Caramelo keuchte. „Das ist kein Dreck, das ist ein Quoll!“

Das Tierchen hob leise quiekend den Kopf.

Petit Four jagte auf die Lichtung. „Wo ist die Dryade? Die Säue sind gleich hier! Die halten sich mit Neutralität und so nicht lange auf!“

„Was?!“ Aus dem Geäst der Eiche meldete sich ein Waschbär. „Denen mach ich Beine!“ Er lief auf dem Ast weiter nach außen, bereit, sich auf jedes gewalttätige Wesen zu stürzen, das die Lichtung betrat. Dabei trug er schon eine Augenklappe.

* * *

Fortsetzung folgt.

Das komplette Buch gibt es z. B. im Autorenwelt-Shop (E-Book in der Buchhandlung des Vertrauens, z. B. hier), mehr Lesestoff unter Geschriebenes.

Ein paar Fragen dazu habe ich dem Blog Bambusblatt in der Reihe Sechseck beantwortet.

#Autor_innensonntag – Lektorat

#Autor_innensonntag - LektoratBeim heutigen #Autor_innensonntag geht es ums Lektorat. Dazu kann ich mich kurz fassen, denn ich habe gerade eins zu bearbeiten, das möglichst bald fertig werden sollte. Wetter ist auch optimal zum Drinnenbleiben, also ran an den Text.

Der Haken

Aber natürlich hat die Sache einen Haken. Denn das ist der Arbeitsschritt, vor dem ich mich am liebsten so lange wie möglich drücke. Eine Datei mit Rückmeldungen zu einem Text zu öffnen, kostet mich eine Menge Überwindung. Dabei stelle ich anschließend meistens fest, dass es gar nicht so schlimm ist.

Ja, klar, natürlich stimmen da verschiedene Dinge nicht, seien es Tippfehler oder mal ein fehlendes „nicht“. Vielleicht gibt es auch Meinungsverschiedenheiten zu der einen oder anderen Formulierung, vielleicht war meine erste Fassung zu blass oder zu umständlich. Das ist in der Regel schnell ausgebügelt.

Komplikationen

Aber manchmal stehen Platzhalter im Text, wo keine mehr sein sollten. Das kann schon schwieriger werden, denn die verselbständigen sich bei mir mitunter. Ich stelle mir zum Beispiel eine Figur in Anlehnung an Obelix vor und lassen den Namen erst einmal stehen. Kann man ja mittels Suchen und Ersetzen ausbügeln. Das führt aber ein paar Szenen später zu der Frage, warum diese Figur keinen Zaubertrank bekommen darf. Dafür sollte ich möglichst bald eine Erklärung finden, die nichts mit Kessel und reingefallen zu tun hat. Im Idealfall liefert mir das ein nützliches Detail zum Weltenbau. Im nicht so idealen Fall zieht sich die Sache durch die ganze Geschichte bis in die allerletzte Fassung, und ich raufe mir die Haare aus, um noch eine Lösung zu finden, die nicht mehr knirscht. Da ist die Versuchung groß, alles noch einmal aufzurollen und ganz anders zu machen. So erging es mir bei Buntspecht und Anton. Nach mehreren Kehrtwendungen ist die Gesichte trotzdem fertig geworden.

Jetzt ist das nächste Katzenabenteuer an der Reihe, von dem hier auch schon mehrmals die Rede war. Es enthält noch Knoten im Zeitablauf und vermutlich noch weitere Komplikationen, also gehe ich mal daran, die zu beheben …

Aktuelles – Neuer Lesestoff

Eigentlich heißt diese Seite ja Aktuelles. Trotzdem hat sich seit über vier Wochen nichts Neues getan. Viele tolle Termine und Aktionen kann ich auch jetzt nicht bieten, im Gegenteil. Es ist wieder Buchmesse – die im Wesentlichen online stattfindet, auch der BuCon am Samstag – und es werden wieder rundum Veranstaltungen abgesagt. Also vermutlich wieder auf zum Bücherhamstern.

Was bisher geschah

Ich habe inzwischen die Kochbuch-Übersetzung abgegeben, die mich im August und September auf Trab gehalten hat. Das Ergebnis wird wohl im kommenden Frühjahr zu besichtigen sein. Außerdem sind ein paar weitere der 52 Katzen-Bücher erschienen und der Machandel-Verlag hat seine Website umgebaut. Also lohnt es sich vermutlich, dort einmal vorbeizuschauen.

Meine großartigen Schreibpläne für die letzten Monate haben sich leider in Luft aufgelöst. Die Geschichte, die ich fertig überarbeiten wollte, hat größere Löcher im Plot und im Weltenbau, als ich erwartet hätte. Aufgeben will ich sie trotzdem nicht, denn in solchen Löchern finden sich oft besonders interessante Details.

Um das Ganze auf die Reihe zu bringen, habe ich mich mit der neuesten Version von Papyrus Autor angefreundet. Auch das hat noch ein paar Ecken, in die ich höchstens mal hineingelinst habe. Als Nächstes werde ich wohl meinen angehenden November-Roman „Die Kartenreisende“ in dem Programm vorbereiten, damit ich am 01.11. um 0.00 Uhr pünktlich losschreiben kann.

Aktuelles - Neuer LesestoffNeuer Lesestoff

Obwohl der Plan für einen Roman im Oktober etwas zu optimistisch war, gibt es jetzt doch etwas Lesestoff von mir: Der Weg nach Hause & Kapuzinerkresse, zwei Kurzgeschichten in einem E-Book bzw. Heft, zu erwerben bei der Buchhandlung des Vertrauens (z. B. hier) oder (die Print-Version) direkt bei epubli.

Klappentext: „Nach zahlreichen Kämpfen im Namen des Kaisers gerät der Ritter Groreg auf dem Weg nach Hause in fragwürdige Gesellschaft. Wo wird er ankommen? Bedrängt von den Eroberern, macht sich Seli Besil auf, ihrer Muhme zu helfen, bewaffnet mit einem Korb voll Eingemachtem und ihrem Wissen. In welchem Garten darf die Kapuzinerkresse blühen? Zwei fantastische Kurzgeschichten mit Held*innen unterwegs.“

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

 

P. S.: Mehr zum Thema Werbung und Verlinkungen unter Bibliothek.

Es geht weiter

Nach einem Monat Pause geht es wieder weiter. Ich habe einiges an der Technik verändert und mich einigermaßen daran gewöhnt. Ein neues Theme, das mir gefällt, habe ich aber immer noch nicht gefunden. Also bleibt es bei diesem. Ansonsten steht im Buchrevier ein Beitrag, der mir genau aus dem Herzen spricht.

Es geht weiterDas erste Kochbuch von diesem Jahr und das zweite aus dem vergangenen sind erschienen – siehe Bild. Am zweiten für dieses Jahr arbeite ich gerade, zur Abwechslung in OmegaT. Wenn die 100.000 Wörter verarbeitet sind, werde ich mich wohl mit den Feinheiten angefreundet haben. Das Werk fällt ein bisschen umfangreicher aus als gedacht, deshalb läuft daneben nicht allzu viel – keine Spiele und ziemlich wenig Text für hier.

Geschichten gibt es aber trotzdem bald wieder. Schließlich steht noch dreimal “optimistischer Eskapismus” aus.

Ebenso laufen, wie schon erwähnt, die Vorbereitungen zum NaNoWriMo. Der spielt sich sowieso online ab, der wird auch dieses Jahr nicht ausfallen. Ich habe zu diesem Anlass einen Plot entwickelt und verschenkt, im Gegenzug habe ich einen von einer freundlichen Mitschreiberin bekommen. Ein beachtlicher Teil davon wird Alternate History. Um daraus etwas Ansprechendes zu machen, recherchiere ich gerade zum Thema schottische Geschichte ab etwa 1700. Historische Landkarten werden eine Rolle spielen und ein Naturschutzgebiet. Über dessen potenzielle Bewohner muss ich mich auch noch schlau machen. Und hoffen, dass im November wieder genug Energie zum Schreiben da ist, denn das geht zur Zeit eher schleppend voran.

Geplant war einmal, im August und September einen High-Fantasy-Roman zu überarbeiten und für die Veröffentlichung im Oktober fertig zu machen. Damit hänge ich jetzt ungefähr bei der Hälfte des Textes in einer Reihe von Plotlöchern fest. Kaum denke ich, ich habe eins gestopft, tut sich das nächste auf. Das dauert also noch ein bisschen. Ich hoffe, dass ich damit im Dezember herauskommen kann.

Für Oktober wird es jetzt noch einmal eine Kurzgeschichte, wenn alles klappt. Die wird nicht bei BoD erscheinen, sondern bei anderen Anbietern, und ich bin noch am Sortieren, wie eine praktische Kombination aussehen könnte.

Es gibt allerdings jetzt schon etwas Neues zum Lesen: Mein Katzenabenteuer Buntspecht und Anton ist jetzt offiziell erschienen und – elektronisch oder gedruckt – in der Buchhandlung des Vertrauens erhältlich. Eine Leseprobe gibt es hier.

Es geht weiter

Leseprobe – Buntspecht und Anton 3

Hier kommt die Fortsetzung der Leseprobe zu meinem Katzenabenteuer „Buntspecht und Anton“, von dem schon das eine oder andere Mal die Rede war. Es erscheint demnächst im Machandel Verlag (ISBN 978-3-95959-205-5; wer mag, kann die Buchhandlung des Vertrauens schon einmal darauf ansetzen). Die Heldin beendet hiermit ihren ersten Auftritt.

* * *

Leseprobe Buntspecht und AntonDa legte sich die schmutziggraue Katze mit den sonderbaren Auswüchsen quer ins Bild und schaute Steffi herausfordernd an. Steffi hob beschwichtigend die Hände und gab sich Mühe, an nichts zu denken, denn mit Denken hatte sie bei früheren Spirit-Reisen schlechte Erfahrungen gemacht. Sie betrachtete weiterhin unverwandt den Fremden, der inzwischen wieder sein Jo-Jo kreisen ließ.

Nein, das war kein Jo-Jo, das war eine Spindel. Der Mann mit den grünen Augen produzierte ein kleines Knäuel Wolle. Je länger der Faden wurde, desto blasser und durchscheinender sah der Mann aus. Nur die Hütte im Hintergrund blieb solide wie bisher. Steffi fühlte sich rücklings über den Weg geschoben, bis zurück auf ihren Platz am Fuß des Hinkelsteins.

Steffis Kopf schwamm. Bilder flossen an ihr vorüber, alles schien sich zu drehen, immer langsamer, wie ein Kreisel, der gleich umkippen wird. Aber er kippte nicht, er legte sich sanft auf die Seite.

Sie war der Kreisel.

* * *

Der Boden unter ihr war hart und kalt und roch nach Wald. Aber war da nicht ein Mann gewesen? Widerwillig hob sie den Kopf.

Nein, kein Mann.

Leiser Wind strich durch das Geäst. Steffi merkte, wie steif sie geworden war. Es wurde Zeit, aufzustehen und zu gehen. Mühsam rappelte sie sich auf und sammelte ihre Gedanken wenigstens so weit, dass sie das Ritual ordentlich abschließen konnte. Es fiel ihr schwer, und sie spürte keine Energie im Kreis, die sie mit dem Rauch hätte wegwedeln können.

Über ihr, in der Krone der Eiche, krächzte ein Vogel. Viel zu tief für einen Eichelhäher, wohl eher eine Krähe. Sie schaute hinauf. Auch nicht. Mit dem großen weißen Fleck an der Seite konnte es nur eine Elster sein.

E N D E

dieser Leseprobe. Möglicherweise bekommt vor dem Erscheinungstermin noch eine andere Figur ihren Auftritt. Alles Weitere ist im fertigen Buch nachzulesen

Leseprobe – Buntspecht und Anton 2

Hier kommt die Fortsetzung der Leseprobe zu meinem Katzenabenteuer „Buntspecht und Anton“, von dem schon das eine oder andere Mal die Rede war. Es erscheint demnächst im Machandel Verlag (ISBN 978-3-95959-205-5; wer mag, kann die Buchhandlung des Vertrauens schon einmal darauf ansetzen). Die Heldin hat hier ihren ersten Auftritt.

* * *

Leseprobe Buntspecht und AntonSteffi erwartete, dass die Ahnin sich zeigen und sie hinausführen würde. Aber vergeblich. Stattdessen saß ihr plötzlich eine schwarze Katze gegenüber und sah sie lauernd an.

Sollte dieses Tier sie heute abholen und in die Spirit-Welt führen?

Die Katze streckte sich und ging davon. Steffi folgte ihr. Es sah fast so aus, als ob das Tier einen kleinen Höcker hätte und mit Fell überzogene Hörner auf dem Kopf. War das überhaupt eine Katze? Wenn nicht, was war es denn?

Egal, nachdenken konnte sie später. Jetzt hieß es sehen und erleben.

Die Katze mit Höcker führte sie weder nach unten noch nach oben. Oder gab es in der Spirit-Welt auch so einen Buchenwald wie im realen Leben, mit breitem Schotterweg? Da stand sogar die sechseckige Schutzhütte mit rundum geschlossenen Läden und dem Schild „Grüner Baum – Ableger“ über der Tür.

Auf einem der Granitbrocken vor der Hütte saß ein Mann mit langen schwarzen Haaren und Bart. Auch sein Gesicht war dunkel verschmiert, als ob er sich ein Blackface geschminkt und es nicht ordentlich wieder abgewaschen hätte. Sein Mantel war wohl ebenfalls früher rein schwarz gewesen, hatte aber in letzter Zeit sehr gelitten. Aus vielen Löchern quoll helle Wolle. Nicht einmal Flicken saßen darauf. Eine Waffe konnte Steffi nicht entdecken. Er schien ihre Anwesenheit gar nicht zu bemerken, denn er konzentrierte sich auf das Jo-Jo, das vor ihm trudelte. Oder was immer das genau war.

Steffi lächelte betont, breitete die Hände aus und ging langsam auf die Erscheinung zu, wie auf ein Tier, das sie nicht erschrecken wollte. Als sie den Fuß auf die erste Stufe setzte, die zur Hütte hinaufführte, hob der Mann den Kopf. Er hielt sein Spielzeug an und gönnte seinerseits Steffi ein sparsames Lächeln.

Er hatte unglaublich grüne Augen.

Sie sah ihn wie gebannt an und prägte sich sein Aussehen genau ein. Hoffte sie jedenfalls. Wie sollte sie ihn sonst im Alltag wiederfinden?

* * *

Fortsetzung folgt

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén