Geschichten und Musik

Schlagwort: Russisch

NaNoWriMo – Vorzeitiges Ende

NaNoWriMo SchnipselEs ist noch nicht so lange her, da habe ich mich über ein internationales Großereignis gefreut, das Corona nicht über den Haufen werfen kann, den NaNoWriMo. Das ist auch immer noch richtig, es schreiben noch viele tolle Leute viele wunderbare Geschichten. Für mich nimmt die Sache aber ein vorzeitiges Ende, und das liegt zumindest indirekt an Corona.

Virtuelle Gangster

Anfang November habe ich ein Übersetzungsprojekt an Land gezogen, das mal etwas aus dem Rahmen fällt – ein Computerspiel aus dem Russischen. (Das Original war dem Vernehmen nach chinesisch.) Der Text wurde zwischen mir und einer Kollegin geteilt. Also so weit machbar bis erfreulich. Nur ist die Kollegin leider krank geworden … Ich vermute, dass es um mehr geht als einen verdächtigen Kontakt oder einen positiven Test. Unsere Zunft bleibt sowieso meist auch dann zu Hause, wenn kein Infektionsschutz angesagt ist. Also wünsche ich alles Gute in die Ferne und kümmere mich um alle weiteren Belange der virtuellen Gangster.

Lesestoff

Damit (und noch ein paar anderen Projekten, die sowieso immer laufen) sind meine Kapazitäten zum Tippen und Wörter dressieren allerdings aufgebraucht. Ich kriege es noch hin, die Schreibaktionen anderer Leute im Auge zu behalten und auch ein paar andere Dinge zu lesen, wenn auch nicht ganz so viel, wie ich gerne würde. Zurzeit bin ich an einer spanischen Space Opera, mit der ich allerdings nicht besonders warm werde. Vielleicht ist das einfach nicht mein Genre und Leute, die gern Perry Rhodan lesen, würden damit glücklicher. Also steige ich demnächst auf sibirische Märchen um.

Noch ein Hinweis zu mehr Lesestoff: Die Longlist für den KrePFL (Krefelder Preis für fantastische Literatur) wurde bekanntgegeben, und es stehen einige interessante Titel von guten Autor_innen drauf. Stöbern lohnt sich auf jeden Fall (siehe hier).

Und wer in diesem Jahr neben allen anderen Abenteuern einen Roman veröffentlicht hat bzw. das bis Ende Dezember noch tut, kann das Werk zum Seraph 2021 einreichen.

 

 

 

Virtuelles Konzert Nr. 4 – Sowjetisches

Heute gibt es wieder ein virtuelles Konzert, inzwischen Nr. 4, mit Musik von einem sowjetischen Komponisten. Über Reingold Morizewitsch Glier – er schrieb sich mitunter auch “Glière” – bin ich in der Übersetzung gestolpert, die ich zur Zeit lektoriere, und muss gestehen, dass ich noch nie von ihm gehört hatte. Nun sind einige seiner Werke politisch inzwischen überholt, etwa die “Fantasie zum Feiertag der Komintern” für Blasorchester von 1924. Andere sind, in meinen Ohren jedenfalls, besser gealtert und weltanschaulich auf den ersten Blick weniger verdächtig.

Hier also eine kleine Auswahl:

Sinfonie für russische Volksinstrumente F-Dur, op. 80 – ist leider nicht zu erkennen, wer alles mitspielt.

“Hymne der großen Stadt” – hier vor illustrem Publikum

Konzert für Waldhorn und Orchester – eher weiter verbreitet als die anderen

Für den Fall, dass jemand noch nicht genug hat:

3. Sinfonie “Ilja Muromez” – unser Held wird mit Met geheilt.

 

Start in die Weihnachtszeit

Am dritten Advent in die Weihnachtszeit starten – jawoll, krieg ich hin.

Start in die Weihnachtszeit

Dritter Advent

Was bisher geschah …

Der NaNoWriMo ist vorbei, das Ergebnis ist ein Fantasy-Krimi mit dem Titel „Der Sommer der Gauklerin“ und dieses Jahr noch stärker überarbeitungsbedürftig als sonst.

Die große Kochbuch-Übersetzung ist abgegeben. Das Ergebnis soll passend zu Weihnachten nächstes Jahr erscheinen. Mit fünf Pfund Belegexemplaren wird es dann vermutlich nicht getan sein.

Dazwischen kamen ein paar kleinere Übersetzungsprojekte, zum Beispiel etwas Reisemarketing für Schweden, Ausgangssprache Niederländisch. Da hatte dann die „Katzeneule“ ihren Auftritt. Außerdem gab es ein Computerspiel, das aus dem Spanischen zu übersetzen war – mit allerlei Retro-SF-Spielzeug und in der neuesten Ablieferung Alice im Wunderland. Ich hoffe, dass aus dieser Richtung im neuen Jahr noch mehr kommt.

… und das kommt noch

Weitere Pläne für dieses Jahr: „Don‘t even pretend to work“, frei nach Matt Surelee. Weihnachtsgeschenke sind größtenteils schon da, teils auch schon verschickt. Plätzchen, Stollen, die Zutaten für Glühwein bzw. heißen Met sind zur Stelle. Fehlt noch etwas Musik – und ansonsten wohl besser selbst üben.

Zwei Geschichten warten noch darauf, dass ich sie fertigschreibe, zum einen die für Waypoint Fifty-Nine, zum anderen eine für die D-Files. Möglicherweise erscheint an dieser Stelle auch noch eine Weihnachtsgeschichte.

Anfang 2020 steht ein Romanlektorat an, eine Übersetzung aus dem Russischen. Aber das ist erst nächstes Jahr …

#obm2018 – Autorenaufgabe 10: Bücherregal

Bücherregal in halbwegs aufgeräumtem Zustand

Die SF- und Fantasy-Ecke meines Bücherregals

Mein Bücherregal besteht aus mehreren Regalen, der größte Teil davon IKEA, Ivar, wenn ich mich recht entsinne. Ich habe grob sortiert in Sachbücher (im Arbeitszimmer), Belegexemplare und Musik (im Wohnzimmer) und Romane (im Schlafzimmer). Die feinere Sortierung folgt dann nach Genre bzw. Sachgebiet, dann alphabetisch nach Autor. Diese Ordnung wird sporadisch wiederhergestellt.

Darin hat sich im Laufe der Jahre allerlei gesammelt. (Nein, ich bin nicht oft umgezogen.) Da stehen Kinderbücher und Comics neben „seriöser“ Literatur. Auf dem Bild ist ein Teil der Fantasy- und SF-Ecke. Auch in dieser Gegend habe ich sowohl Klassiker als auch Flohmarktfunde stehen. Berufsbedingt sind einige bekannte Titel auf auswärts vertreten (infernalcoholeosatanarqueolóxico irgendjemand? In Spanien gibt es schließlich mehr als eine offizielle Sprache). Der Herr der Ringe zum Beispiel bringt es gleich auf fünf Sprachen. Die jüngsten Neuzugänge zur Sammlung finden sich dann unter Bibliothek – Gelesenes wieder.

Das Klischee verlangt, dass Frauen vor einem übervollen Kleiderschrank stehen und jammern, sie hätten nichts anzuziehen. Ich stehe vor zig Regalmetern Bücher und finde nichts zu lesen. Da hilft dann der Stapel ungelesener Bücher weiter, denn der breitet sich in diesem Biotop natürlich auch aus. Vom E-Book-Reader will ich gar nicht erst anfangen, das war hier ja nicht gefragt …

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#obm2018 – Aufgabe 9: Alleinstellungsmerkmal

Was ist hier das Alleinstellungsmerkmal?

Selbst der heilige Hieronymus sitzt nicht immer allein im Gehäuse

Vielleicht ist mein Alleinstellungsmerkmal, dass ich nicht sonderlich viel von Alleinstelluungsmerkmalen halte.

Wie in der Aufgabe „KollegInnen“ am Donnerstag beschrieben, gibt es viele Menschen, die in dieser spannenden Branche aktiv sind. Sie wissen eine Menge und interessieren sich für noch mehr. Sicher gehen die allermeisten von ihnen sorgfältig mit ihren Texten um, sei es beim Schreiben und Überarbeiten, sei es beim Übersetzen oder Korrigieren. Vielleicht schreiben sie “mal eben” die nächstliegende Lösung hin, um weiterzukommen, grübeln aber weiter daran und finden etwas Besseres. Sie zweifeln an dem, was da steht, und prüfen es nach.

Vielfältige Herangehensweisen

Gerade beim Übersetzen sind etliche Leute in meinen Sprachkombinationen, auch in meinen Fachgebieten unterwegs. Beim Schreiben gilt das Gleiche. Viele AutorInnen schreiben Phantastisches und bedienen die zahlreichen Untergenres, oft nicht nur eins davon. Sie bringen Humor in ihre Abenteuer ein. Gefühlt weniger, aber immer noch eine beachtliche Anzahl, verzichten weitgehend auf eine Liebesgeschichte oder betrachten ihre Welt aus zwei und mehr Perspektiven. Dabei laufen uns allen unterschiedliche Ideen und Figuren zu, und das sorgt für vielfältigen Lesestoff.

Vernetzung

Auch das Vernetzen unter KollegInnen wird gleich viel sinnvoller, wenn die Beteiligten auf das gleiche Ziel hinarbeiten: Sie wollen möglichst gute Texte zu ihrem Publikum bringen. Dabei können sie sich mit Technik- oder Recherche-Tipps unterstützen, Ideen im Gespräch testen und weiterentwickeln, die Texte der anderen ehrlich betalesen. Das führt meiner Ansicht nach zu einem besseren Ergebnis als der Versuch, sich um jeden Preis allein zu stellen. Vielleicht steht die eine Person etwas mehr im Rampenlicht als die andere, aber letzten Endes wird niemandem etwas weggenommen, wenn Büchermenschen aller Art reichlich guten Lesestoff erschaffen.

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Bild: Hieronymus im Skriptorium; Museo Lázaro Galdiano [Public domain], via Wikimedia Commons

 

Als praktische Beispiele für meine Arbeit eignen sich wohl vor allem ein paar Bücherlinks:

Restlos gut (Original Englisch)

Enneagramm für Dummies (Original Niederländisch)

Textile Druck- und Färbetechniken (Original Spanisch)

Eher in Richtung Fantasy geht folgendes Spiel:

Allods online (Original Russisch)

Zusätzlich findet sich noch das eine oder andere in meiner Bibliothek unter Übersetztes.

P.S.: Fast hätte ich noch eins unterschlagen, nämlich aus dem Korrektorat:

Maultrommel spielen von Wolf Janscha

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#OBM2018 – Dienstleisteraufgabe 1: Vorstellung

Susanne Bonn

Ich wurde 1967 an der Bergstraße geboren (am 6. Oktober, übrigens) und habe die folgenden zwei sowie die vergangenen zwei Jahrzehnte im Odenwald verbracht. Die zehn Jahre dazwischen habe ich mich in Holland (um ganz genau zu sein: Noordwijk, Zuid Holland) und in der Pfalz (Germersheim) herumgetrieben, mit studienbedingten Abstechern nach Granada und Moskau („fast bis zur Raumstation“, meinte damals der Bergsträßer Anzeiger).

Was Anständiges lernen

Was studiert man in Germersheim? Übersetzen. Nachdem ich mir schon mittels Fernstudium Scheine mit Stempel für Englisch und Niederländisch erworben hatte, fing ich mit einer fast neuen und einer ganz neuen Sprache an – Russisch und Spanisch. Zu Weihnachten im ersten Semester waren die Russischkenntnisse aus der Schule alle, und ich tauschte schleunigst Haupt- und Nebenfach aus. Damit kam ich letzten Endes zum Diplom und wieder zurück in den Odenwald.

Und was macht man dann damit?

Ich startete einigermaßen erfolgreich mit dem Übersetzen von Sachbüchern zu Freizeit-Themen, vor allem aus dem Englischen und Niederländischen. Mit der Zeit gesellten sich Computerspiele dazu, am liebsten mit Fantasy-Hintergrund, und Gesellschaftsspiele. Gelegentlich kommen auch Texte aus dem Spanischen, noch seltener aus dem Russischen dazu.

Neben Vokabeln und Grammatik in den diversen Fremdsprachen, neben der Terminologie für verschiedene Fachgebiete geht es aber im Wesentlichen darum, einen gut lesbaren deutschen Text zu erschaffen. Deshalb halte ich mich auch auf diesem Gebiet fit, suche nach weniger gängigen Wörtern oder vertiefe mich in Diskussionen um Zeichensetzung und Typografie.

Schließlich verwendete ich noch einige Jahre auf ein weiteres Fernstudium, Geschichte und Musikwissenschaft. Aus den vielen spannenden Dingen, die ich dabei erfahren habe und nach denen ich auf dieser Basis immer noch suche, wachsen die Ideen für meine Romane und Kurzgeschichten (ganz aktuell: diese hier). Mehr dazu gibt es in Halle 1 (#obm2018halle1).

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