Geschichten und Musik

Schlagwort: Englisch Seite 1 von 2

Gestern habe ich den Link ziemlich am Rande platziert, heute gibt es nochmal einen Hinweis auf Neues aus dem Mittelalter. Die Website The Public Medievalist enthält zahlreiche Artikel über das Mittelalter und wie man es sich vorstellt.

Ich habe mich völlig festgelesen und nehme eine Menge Anregungen mit. Es zeigt sich sehr deutlich, dass die Welt auch vor ein paar hundert Jahren schon ziemlich bunt und beweglich war. Je mehr darüber geforscht wird, desto mehr Variationen kommen ans Licht, desto mehr Klischees lassen sich abbauen.

Mehrere Artikel befassen sich auch mit der phantastischen oder filmischen Rezeption des Mittelalters. Kampftechnik und Reisende sind recht gut vertreten. Mir persönlich fehlt ein bisschen Musik, aber vielleicht habe ich mich auch noch nicht weit genug durchgewühlt.

Um das hier ein wenig auszugleichen, klebe ich ein Stück ein, zu dem ich mir bei MedRen2020 noch einen Vortrag angehört habe: Josquin des Près, Nymphes des Bois.

 

Phantastische Heldinnen IV

Nach ungefähr einem Jahr Pause gibt es etwas Neues in der Reihe „Phantastische Heldinnen“, die Folge IV – man könnte fast sagen, passend zur Jahreszeit:

Rudolstadt ist abgesagt, Winneweh ist abgesagt, Montalbâne ist auf Oktober verschoben (was mir übertrieben optimistisch erscheint). Bei dieser Lage der Dinge fühlt es sich leicht gruselig an, über die Songkiller-Saga und ihre phantastischen Heldinnen zu schreiben. Erschienen ist das Ganze 1991/92, und das Peinliche ist: Inzwischen gibt es Handys und nahezu allmächtige Computer, aber ansonsten passt noch erstaunlich viel von diesem Setting. Die Abteilung Plague & Pestilence leistet dieses Jahr besonders gute Arbeit, Stupidity & Ignorance kommen sowieso nicht aus der Mode.

Die Trilogie

Phantastische Heldinnen IVAber das eigentliche Thema sind phantastische Heldinnen, und von denen hat die genannte Trilogie der Nebula-Preisträgerin Elizabeth Ann Scarborough einige zu bieten, manche mehr, manche weniger phantastisch. In den drei Bänden Phantom Banjo, Picking the Ballad‘s Bones und Strum Again? versucht die Geschäftsleitung der Hölle, die Menschheit am Musik machen zu hindern. Denn Leute, die singen, verzweifeln nicht, und darauf arbeiten Teufels mit allen Mitteln hin. Außer den beiden oben erwähnten Abteilungen sind noch Doom & Destruction, Expediency, Accounting sowie Debauchery an dem Projekt beteiligt. Wobei Debauchery eine etwas spezielle Rolle spielt; zu Sex and Drugs gehört nun einmal Rock‘n‘Roll. Das wichtigste Werkzeug, um diese finsteren Pläne zu durchkreuzen, ist das „Phantom Banjo“ Lazarus, die aktuelle Inkarnation der Harfe aus Binnorie.

Die Heldinnen im Einzelnen

Gussie Turner ist in der Rahmenhandlung als Geschichtenerzählerin unterwegs, um wechselndes Publikum über die Teufel und ihre Pläne aufzuklären, ist aber auch an der eigentlichen Handlung beteiligt. Sie ist schon älter – hat eine erwachsene Tochter, durch die sie in das Abenteuer verwickelt wird – eher klein, ehemalige Tänzerin und Barfrau. Als solche kann nicht nur erzählen und ihr Publikum bei der Stange halten, sondern sie kann auch unauffällig verschwinden, wenn es Zeit wird, weiterzuziehen. Außerdem hat sie als Heldinnen-Werkzeug die Tasche, in der alles drin ist, was gerade gebraucht wird.

Anna Mae Gunn ist zur Hälfte Native American. Ihre Superkraft ist organisieren. Deshalb wird sie von dem Sänger Sam Hawthorne aus dem Jenseits angerufen, um das Gedächtnis-Festival für ihn und andere jüngst verstorbene Kollegen auf die Beine zu stellen. Bei dieser Veranstaltung trifft sich die HeldInnengruppe und das Abenteuer kommt ins Rollen. Sie ist eine der eher düsteren Figuren im Ensemble mit dunklem Punkt in der Vergangenheit und stark kriegerischem Einschlag. Bei der Reise in die Vergangenheit bekommt sie als Männerrolle passenderweise die Ritter und Frauenhelden.

Julianne Martin ist zu Beginn der Handlung mit einem Redshirt verheiratet. Nach seinem frühen Tod kommuniziert mit der Hilfe ihres verehrten Gurus (Lucien – noch Fragen?) weiterhin mit ihm. Abgesehen von den Balladen im zweiten Band kommt ihr Handlungsstrang einer Liebesgeschichte am nächsten. Sie ist über weite Strecken der Geschichte taub und kann sich nur mit Lazarus und allerlei Geistern verständigen. In den Balladen übernimmt sie die Rolle eines Königs, oder genauer, die Stimme seines Gewissens, der eine Riesin erlöst.

Lulubelle Baker/Torchy Burns alias Debauchery Devil, Lady Luck, Queen of Fairy, ist vermutlich die wichtigste Figur des Abenteuers. Sie hält die Handlung in Gang und die HeldInnen am Leben. Bei ihrer ersten Erwähnung im Meeting der Geschäftsleitung wird sie noch nicht als weiblich definiert. Das geschieht erst einige Kapitel später, wenn sie sich als Chefin eines heruntergekommenen Etablissements zeigt. Obwohl sie ausgesprochen wandelbar ist, tritt sie nirgends in einer männlichen Rolle auf – Gussies Tochter wird von einer brillianten Anwältin aus dem Gefängnis geholt.

Die zweite Reihe

Neben diesen Heldinnen in der ersten Reihe treten auch etliche weniger wichtige Frauen in Erscheinung. Da wäre zum Beispiel die leicht naive Ellie Randolph, die sich vor allem durch Bibliotheken wühlt und im richtigen Moment eine Taschenlampe dabei hat. Dann gibt es eine meuternde Polizistin eine beiläufig erwähnte weibliche „congressman“. Nicht zu vergessen ein Trupp Ökofeministinnen und die bei jeder Gelegenheit auftauchenden Geister, die unsere HeldInnen warnen und Julianne endgültig aus den Fängen ihres Gurus vertreiben.

Sexismus ist nicht das bestimmende Thema des Abenteuers, wird aber immer wieder angesprochen und selbstverständlich als Fehler dargestellt. Das geschieht zum Beispiel, als es darum geht, ob Ellie sich mit ins Abenteuer stürzt oder ob das „zu gefährlich“ sein könnte. Oder ob das Eingreifen des Helden mit der Knarre in der Hand nötig ist oder die Sache nur noch schlimmer macht.

Zum Thema Rassismus und/oder kulturelle Aneignung wäre vermutlich noch das eine oder andere zu sagen. Was die Darstellung und die Rollen von Frauen angeht, ist die Geschichte allerdings meiner Meinung nach ausgesprochen gut gealtert.

Äpfel

Ende Februar habe ich es schon angekündigt, inzwischen sind die Belegexemplare da. Natürlich will ich dieses schöne Buch herumzeigen, solange die Äpfel noch Saison haben:

Das Buch "Äpfel" von James Rich

James Rich, Äpfel – Rezepte aus dem Obstgarten, AT Verlag

Deshalb verzichte ich vorerst auf den angedachten Artikel zur Ebbelwoi-Internationale, der durch verschiedene Ecken Westeuropas führen und zeigen würde, dass ein Getränk nicht in Dosen daherkommen muss, um Kult zu sein. Dafür gibt es ein weiteres Rezept – siehe unten.

Außerdem geht auch die zweite Kochbuch-Übersetzung für dieses Jahr schon ihrem Ende entgegen. Darin spielen sehr viel exotischere Zutaten eine Rolle, und ich werde wahrscheinlich bald Näheres dazu schreiben. Vielleicht, nachdem ich das eine oder andere Rezept mal ausprobiert habe. Zur Zeit arbeite ich an dem Kapitel mit Desserts und Süßigkeiten, das enthält ein paar sehr vielversprechende Ideen.

Apfelweinkuchen

Für den Boden
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
Für den Belag
  • 3 Pfund Äpfel
  • ¾ l Apfelweinkuchen
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Päckchen Vanillepudding
  • 2 Becher Sahne
  • Kakao

Den Teig für den Boden kneten und in eine Springform drücken

Die Äpfel schälen, in kleine Würfel schneiden und auf dem Boden verteilen.

Den Pudding mit Apfelwein, Zucker und Vanillezucker zubereiten wie mit Milch. Das Ganze über die Äpfel gießen.

Bei 175 °C 90 Minuten backen.

Mindestens ½ Tag abkühlen lassen, dann erst aus der Form nehmen.

Die Sahne steifschlagen und auf die Torte streichen.

Mit Kakao bestreuen.

Der Apfelwein kann natürlich durch Saft ersetzt werden.

 

 

Bücherfrauen: Akademie im Grünen

Wie im Terminkalender erwähnt, fand letzte Woche die Bücherfrauen-Akademie im Grünen statt, ein Seminar für Übersetzerinnen aus dem Englischen unter der Leitung von Ina Pfitzner. Die Teilnehmerinnen hatten vorher Texte eingereicht, die im Seminar besprochen wurden.
Ich hatte kurzzeitig daran gedacht, eine Szene aus der aktuellen Computerspiel-Übersetzung einzureichen – was vermutlich sowieso bei Strafe der ewigen Verdammnis verboten wäre. Letzten Endes erschien mir aber die Aussicht, an nicht CAT-tauglichen, zusammenhängenden Texten zu arbeiten, um Einiges spannender. Sehr zu recht, wie sich zeigte. Sachtexte aus unterschiedlichen Bereichen kamen ebenso an die Reihe wie Romanauszüge verschiedener Genres und Stilrichtungen. Das wurde ergänzt durch den einen oder anderen theoretische Exkurs über Syntax, über Stilanalyse, über Textökonomie. So weit, so klassisch, und das könnte man bestimmt auch online abwickeln.

Yoga

Was allerdings nur offline funktionierte, waren die drei Yoga-Einheiten pro Tag unter der Leitung von Lucia Rojas. Die Bewegung half, die bei der Textarbeit entstandenen Knoten im Hirn zu lösen. Im ersten Anlauf fand ich das Yoga vor allem entspannend, längst nicht so anstrengend wie zu Hause bei Heike Gerhard. Der Muskelkater kam erst dann ein paar Tage später, und an Muskeln, an die ich bisher nicht mal gedacht hatte.

Bücherfrauen: Akademie im Grünen

Auf dem Schornstein des Yoga-Hauses

Übersetzen

Beim Übersetzen hat sich ein ähnlicher Effekt gezeigt. Nur hatte ich hier schon länger das Gefühl, dass ich durch zu viel CAT-Einsatz beim Umgang mit längeren, durchgehenden Texten aus der Übung komme. Dagegen bot das Seminar allerlei Hilfsmittel, nicht nur in Form von abwechslungsreichen Texten. Ein Highlight war der Versuch, das Verhalten von Romanfiguren pantomimisch nachzustellen und auf diesem Weg die treffende deutsche Beschreibung zu finden. Auch das ist etwas, was sich online zwar bewerkstelligen lässt, aber bestimmt weniger Spaß macht.
Eine Skype-Sitzung gab es doch noch. Eine Teilnehmerin konnte wegen Krankheit nicht anreisen, deshalb wurde ihr Text auf diesem Weg besprochen.
Das funktioniere trotz des etwas eigenwilligen Internet-Zugangs im Seminarhaus. Mein Uralt-Laptop kam mit dem WLAN, wo es welches gab, zurecht und ließ sich im Gästehaus widerstandslos verkabeln, das Smartphone dagegen fühlte sich überhaupt nicht angesprochen.

Veranstaltungsort

Das Bio-Hotel Burg Lenzen hat eindeutig andere Stärken, die man ohne elektronische Ablenkung umso besser genießen kann. Was ich vom Gelände gesehen habe, war ausgesprochen einladend für weitere Spaziergänge. Wegen des straffen Seminarprogrammes mussten die leider ausfallen. Bei mir kam noch ein kleiner Spiele-Auftrag dazwischen, zudem knabberten die Essenszeiten an den vorgesehenen Pausen. Aber vielleicht wird das Schlösschen das Urlaubsdomizil für nächstes Jahr.

Die Akademie im Grünen hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe nicht nur ein paar großartige Kolleginnen kennengelernt – siehe hier –, sondern auch Anregungen für die weitere Arbeit bekommen, die ich bei meinem aktuellen Buchprojekt anwenden kann. Den zukünftigen Kurzgeschichten dürften sie ebenfalls zugute kommen.

Wolfenbütteler Gespräch 2019 – Nachlese Teil 2

Wolfenbütteler Gespräch - Nachlese Teil 1

Der Samstag besteht beim Wolfenbütteler Gespräch größtenteils aus Workshops. Darin geht es nicht nur um Übersetzungsprobleme, sondern auch um Sprachliches im Allgemeinen, um Berufskundliches und -politisches oder um Fachgebiete, die einen beim Übersetzen von Romanen aus dem Hinterhalt überfallen können. Polizeiarbeit und Forensik sind eher naheliegend, aber auch zum Thema Seefahrt oder Fußball wurde hier schon eingehend informiert.

Die Sprache der Musik

In diesem Jahr gab es „‘Twang, Groove, Riff, Jangle‘ – Die Sprache der Musik und ihre Übersetzung“ mit Dieter Fuchs. Wie der Titel schon vermuten lässt, ging es im Wesentlichen um Rock- und Popmusik – nicht unbedingt meine Richtung, aber dazu geht frau ja zu derlei Workshops, um mal über den Tellerrand zu schauen. Es ging um die Beschreibung von Klängen, insbesondere von Gitarren, und um die Terminologie. Da stellt sich oft die Frage, ob ein Begriff oder auch ein Titel übersetzt oder direkt übernommen wird. Nach dem offiziellen Ende des Workshops folgte noch ein Exkurs zum Thema Gitarrenstimmung und Grifftechnik.

Die Mittagspause war, wie üblich, relativ lang und es gab verschiedene Angebote, sie zu überbrücken, zum Beispiel mit einer Stadt- oder Bibliotheksführung. Ein Treffen mit Kolleg*innen war im Programm ausdrücklich vorgesehen, aber auch wer nicht mit Street Food vom Maifest in der Schünemannschen Mühle auftauchte, sondern die ortsansässige Gastronomie heimsuchte, stieß mit hoher Wahrscheinlichkeit auf fachsimpelnde Übersetzer*innen.

Online-Reputation

Am Nachmittag habe ich am Workshop zu Online-Reputation mit Dr. Karin Windt teilgenommen. Für die vielen Themen, die das berührt, war die Zeit eindeutig zu kurz. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Austausch innerhalb der Gruppe war: Ich muss mich nicht verrückt machen. Es gibt viele Möglichkeiten, die sich auf vielfältige Weise nutzen lassen. Also probiere ich mich weiterhin mit dem aus, mit dem ich mich wohlfühle und was potenziell Spaß macht. (Übrigens: Seit ein paar Wochen gibt es vom mir auch Blümchen und Bücher bei Instagram).

Party

Der Samstagabend war zum Feiern vorgesehen. Nach der Übergabe des Hieronymusrings an Marianne Gareis war beim Abendessen bzw. Schlange stehen am Büffet noch reichlich Gelegenheit, sich zu unterhalten oder mindestens mal schnell Hallo zu sagen. Ich habe mich gefreut, hier auf Anne Emmert, Teresa Junek und Eva Schweikart zu treffen. Dafür fahre ich jedes Jahr nach Wolfenbüttel.

Die Lindenhalle ist nicht gerade die gemütlichste Location. Die Tanzwilligen mussten im Anschluss an das Essen ins Foyer umziehen. Aber Flair kommt nun mal mit der Zeit und den Erinnerungen, die sich mit einem Ort verbinden. Dafür ist „mod con“ auf jeden Fall eine feine Sache.

Es wird noch einen dritten Teil der Nachlese geben, die allerdings mehr mit dem Maifest und dem dortigen Street-Food-Angebot zu tun hat.

Und Teil 1 steht hier.

Die von Meara Finnegan gestartete Blogreihe über Heldinnen der Phantastik hat einen neuen Beitrag, seit gestern bei Gwees Bücherwelt. Es geht diesmal um eine gestaltwandelnde Automechanikerin mit dem passenden Namen Mercedes. Wer bei Urban Fantasy nicht unbedingt Romantik erwartet, ist bei der Autorin Patricia Briggs offenbar an der richtigen Adresse.

Die deutsche Übersetzung stammt von Vanessa Lamatsch – wenn wir schon beim Sichtbarmachen häufig unbeachteter Heldinnen sind.

Äpfel und was man damit machen kann

Äpfel und was man damit machen kann

Traditionelles Superfood

Die aktuelle Kochbuch-Übersetzung zum Thema „Äpfel und was man damit machen kann“ ist so gut wie fertig. Das nehme ich zum Anlass, den Weltenbau kurz pausieren zu lassen* und hier ein Rezept im Sinne des Autors zu posten. Seine Oma und meine Oma sind da offenbar auf ähnliche Ideen gestoßen.

Blutwurst-Toast

Man nehme:

  • 1 Scheibe Bauernbrot
  • Blutwurst-Scheiben
  • Apfelspalten
  • 1 Scheibe kräftigen Schnittkäse
  • Senf (nach Wunsch)

Das Brot (eventuell mit Senf bestreichen, dann) mit Blutwurst belegen. Darauf die Apfelscheiben legen. Mit dem Käse abdecken und bei 180 °C im Backofen überbacken.

Ein bisschen richtiger Süßkram darf dabei nicht fehlen. Also:

Apfelpudding
  • ca. 350 g Äpfel
  • 500 ml Apfelsaft
  • 1 Päckchen Vanille- (oder Sahne-)Puddingpulver

Äpfel schälen, Kernhaus entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Den Apfelsaft aufkochen, das Puddingpulver einrühren, und während das Ganze abkühlt, die Äpfel unterheben. Wenn der Pudding erkaltet ist, mit Schlagsahne servieren. Wer es etwas herber mag, nimmt Apfelwein statt -saft.

Die Odenwälder Apfelfreunde sind derzeit wohl noch mit dem Baumschnitt beschäftigt, aber bis das Buch erscheint, gibt es bestimmt auch Neues zum diesjährigen Apfelherbst.

* Außerdem habe ich gestern etliche Kilo Recherchematerial zum nächsten Thema angeschleppt, das ich erst einmal verarbeiten muss.

 

#obm2018 – Autorenaufgabe 10: Bücherregal

Bücherregal in halbwegs aufgeräumtem Zustand

Die SF- und Fantasy-Ecke meines Bücherregals

Mein Bücherregal besteht aus mehreren Regalen, der größte Teil davon IKEA, Ivar, wenn ich mich recht entsinne. Ich habe grob sortiert in Sachbücher (im Arbeitszimmer), Belegexemplare und Musik (im Wohnzimmer) und Romane (im Schlafzimmer). Die feinere Sortierung folgt dann nach Genre bzw. Sachgebiet, dann alphabetisch nach Autor. Diese Ordnung wird sporadisch wiederhergestellt.

Darin hat sich im Laufe der Jahre allerlei gesammelt. (Nein, ich bin nicht oft umgezogen.) Da stehen Kinderbücher und Comics neben „seriöser“ Literatur. Auf dem Bild ist ein Teil der Fantasy- und SF-Ecke. Auch in dieser Gegend habe ich sowohl Klassiker als auch Flohmarktfunde stehen. Berufsbedingt sind einige bekannte Titel auf auswärts vertreten (infernalcoholeosatanarqueolóxico irgendjemand? In Spanien gibt es schließlich mehr als eine offizielle Sprache). Der Herr der Ringe zum Beispiel bringt es gleich auf fünf Sprachen. Die jüngsten Neuzugänge zur Sammlung finden sich dann unter Bibliothek – Gelesenes wieder.

Das Klischee verlangt, dass Frauen vor einem übervollen Kleiderschrank stehen und jammern, sie hätten nichts anzuziehen. Ich stehe vor zig Regalmetern Bücher und finde nichts zu lesen. Da hilft dann der Stapel ungelesener Bücher weiter, denn der breitet sich in diesem Biotop natürlich auch aus. Vom E-Book-Reader will ich gar nicht erst anfangen, das war hier ja nicht gefragt …

#obm2018, #obm2018halle1, #onlinebuchmesse

#obm2018 – Aufgabe 9: Alleinstellungsmerkmal

Was ist hier das Alleinstellungsmerkmal?

Selbst der heilige Hieronymus sitzt nicht immer allein im Gehäuse

Vielleicht ist mein Alleinstellungsmerkmal, dass ich nicht sonderlich viel von Alleinstelluungsmerkmalen halte.

Wie in der Aufgabe „KollegInnen“ am Donnerstag beschrieben, gibt es viele Menschen, die in dieser spannenden Branche aktiv sind. Sie wissen eine Menge und interessieren sich für noch mehr. Sicher gehen die allermeisten von ihnen sorgfältig mit ihren Texten um, sei es beim Schreiben und Überarbeiten, sei es beim Übersetzen oder Korrigieren. Vielleicht schreiben sie “mal eben” die nächstliegende Lösung hin, um weiterzukommen, grübeln aber weiter daran und finden etwas Besseres. Sie zweifeln an dem, was da steht, und prüfen es nach.

Vielfältige Herangehensweisen

Gerade beim Übersetzen sind etliche Leute in meinen Sprachkombinationen, auch in meinen Fachgebieten unterwegs. Beim Schreiben gilt das Gleiche. Viele AutorInnen schreiben Phantastisches und bedienen die zahlreichen Untergenres, oft nicht nur eins davon. Sie bringen Humor in ihre Abenteuer ein. Gefühlt weniger, aber immer noch eine beachtliche Anzahl, verzichten weitgehend auf eine Liebesgeschichte oder betrachten ihre Welt aus zwei und mehr Perspektiven. Dabei laufen uns allen unterschiedliche Ideen und Figuren zu, und das sorgt für vielfältigen Lesestoff.

Vernetzung

Auch das Vernetzen unter KollegInnen wird gleich viel sinnvoller, wenn die Beteiligten auf das gleiche Ziel hinarbeiten: Sie wollen möglichst gute Texte zu ihrem Publikum bringen. Dabei können sie sich mit Technik- oder Recherche-Tipps unterstützen, Ideen im Gespräch testen und weiterentwickeln, die Texte der anderen ehrlich betalesen. Das führt meiner Ansicht nach zu einem besseren Ergebnis als der Versuch, sich um jeden Preis allein zu stellen. Vielleicht steht die eine Person etwas mehr im Rampenlicht als die andere, aber letzten Endes wird niemandem etwas weggenommen, wenn Büchermenschen aller Art reichlich guten Lesestoff erschaffen.

#obm2018, #obm2018halle1, #obm2018halle 3, #onlinebuchmesse

Bild: Hieronymus im Skriptorium; Museo Lázaro Galdiano [Public domain], via Wikimedia Commons

 

#obm2018 – Dienstleisteraufgabe 8: Künftige Projekte

Künftige Projekte: Historische Sachtexte

Geschichte, wie man sie sich vorstellt

Passend zum heutigen Thema “Künftige Projekte” hat sich gestern ein neuer Auftrag angekündigt, von dem ich allerdings kaum etwas verraten darf. Es wird eine Übersetzung aus dem Englischen, und zwar von historischen Sachtexten. Ich hoffe auf spannende Themen und Recherchen in interessanten Quellen.

Das wird mich aber nicht allzu lange beschäftigen. Für die letzten beiden Monate des Jahres rechne ich mit einer größeren Übersetzung aus dem Niederländischen für einen Selfpublisher. Auch das wird ein Sachtext aus der historisch-philosophischen Ecke.

Daneben kommen regelmäßig Computerspiele in kleineren Mengen, sei es zum Übersetzen oder zum Korrigieren vorbei. Erfahrungsgemäß kann auch noch das eine oder andere Gesellschaftsspiel auftauchen.

#obm2018, #obm2018halle3, #onlinebuchmesse

Bild: GuentherZ [CC BY-SA 3.0 at (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en)], from Wikimedia Commons

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen