Vorgestern konnte ich die kleinen Helden aus der Postfiliale befreien, ganz ohne Streitaxt oder Zauberspruch. Das Buch ist wunderschön geworden, ein Hardcover mit Lesebändchen, sozusagen als angemessener Rahmen für die Illustrationen und ihre Geschichten. Als Einleger gibt es die Geschichte zur Titelillustration, den Eichhornreiter.
Die Geschichten haben ungefähr zwei Punkte gemeinsam: Sie sind in irgendeiner Form phantastisch, und sie sind kurz. (Da es höchstens 2500 Zeichen werden durften, habe ich die Heldin von Jennifer in Lena umbenannt und den freundlichen Kollegen vom Grünflächen- und Liegenschaftsamt ins Stadtarchiv versetzt.) Ansonsten ist die Zusammenstellung ebenso farbenfroh wie die Illustrationen. Es geht unter Wasser und durch die Wüste, in die dystopisch Zukunft und die sagenhafte Vergangenheit. Manche Geschichte lesen sich wie der Prolog zu einem Roman, andere finden ein eindeutiges Ende, nicht immer ein gutes. Wer also eine schnelle Rundreise durch viele verschiedene Welten unternehmen will, kann hier buchen.
Meine eigene Geschichte, „Schneckenpost“, spielt in derselben Welt wie „Das Erbe des Horst Stroh“, auch wenn das vermutlich nicht direkt ins Auge springt. Möglicherweise schreibe ich noch etwas, um den Zusammenhang herzustellen. Es könnte zu der aktuellen Ausschreibung des Verlags OhneOhren passen: Aus der Asche läuft noch bis zum 30. Juni 2026. (Wink mit dem Zaunpfahl: In diesem großartigen Kleinverlag ist neben vielen anderen wunderbaren Büchern die Anthologie Schweinwerfer in der NMacht erschienen, die ich als Lesestoff nur empfehlen kann.
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