Geschichten und Musik

Schlagwort: Meerwesen Seite 2 von 3

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 7

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 7 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Es geht wieder ins Meer – und zurück an Land, bevor das Himbeereis schmilzt. Hier finden sich die Teile 1, 2, 3, 4, 5 und 6.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

Nun hielt ich es für angebracht, mich zurück in einen Menschen zu verwandeln. Doch war mir nicht ganz klar, wie ich das bewerkstelligen sollte.

Lachend zogen zeigte mir ein Frechdachs von Nixenmann, wo genau sich die Lasche in meinem Fell befand, mit der ich es auseinanderziehen konnte. Es fiel von mir ab und da stand ich wieder, ein Menschlein, das seine Schuhe am Ufer des Meeres vergessen hatte. Immerhin hatte ich meine Kleider noch an!

Ich rollte mein Fell zu einem kleinen Bündel, es wurde mir jedoch abgenommen, mit der Zusage, man würde sehr gut darauf aufpassen. Meine Füße fühlten sich noch etwas fremd an, ich taumelte eher, als dass ich hoheitsvoll in diese fremdartige Stadt schritt. Nun konnte ich allerdings auch wieder sprechen, das war eine Erleichterung für mich.

Tatsächlich sorgte meine Anwesenheit für ein wenig Aufruhr, aus etlichen Straßen kamen Leute zum Vorschein, auch dem Becken hinter mir entstiegen Gestalten. Meine Begleiter wandten sich zu mir um, einer richtete das Wort an mich: „So, Selkie. Nun erkläre uns, was dich zu uns verschlägt.“

Ich versuchte, den Grund meiner Anwesenheit möglichst einfach zu erklären. Die Menge um mich herum reagierte allerdings sehr besorgt, als ich ihnen die Geschichte vom Leprechaun und seinem Goldtopf schilderte.

„Das muss der König erfahren!“, beschlossen meine Begleiter. So wurde ich wieder in die Mitte genommen und durch die Straßenzügeder Stadt geführt. Nun bemerkte ich auch den Grund für die Helligkeit im Becken: Alle Gebäude waren aus einem hellen Stein gebaut, der geradezu zu leuchten schien. Verziert waren sie mit Perlmutt, sodass alles in den buntesten Farben funkelte. Auch die Barriere, die das Wasser fernhielt und für Luft sorgte, schimmerte in den Farben des Regenbogens. Das roch förmlich nach Magie.

„Wo sind wir hier eigentlich? Wie konntet ihr euch in Menschen verwandeln?“, platzten die Fragen aus mir heraus.

„Du wirst lachen, wir sind hier in Atlantis“, erklärten mir die Meermenschen, die mich zum Palast eskortierten. „Die versunkene Stadt, ganz recht. Als sie versank, sprachen Druiden einen Bann über sie, um auch unter Wasser leben zu können. Als unser Volk sich hier ansiedelte, war die Stadt bereits verlassen. Doch die alten Zauber wirken noch immer. Vermutlich gab es zu guter Letzt immer wieder Angriffe, sodass jemand den Zauber der Menschwerdung sprach. Nur in Atlantis können wir gefahrlos eine menschliche Gestalt annehmen. Die Barriere lässt nicht nur das Wasser zurückweichen, auch das Böse hat mittlerweile keinen Zugriff mehr auf die Stadt.“

Aha, so war das also. Das musste ich erst mal verdauen, darum gingen wir schweigend weiter. Ich bestaunte die kastenförmige Architektur der Stadt, Brunnen, in denen sich Kinder tummelten, Statuen und allerlei Dinge, die mir fremd waren.

* * *

Fortsetzung folgt.

Weiteren optimistischen Eskapismus gibt es hier, hier und ab hier.

Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 6

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 6 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Es geht wieder ins Meer – und zurück an Land, bevor das Himbeereis schmilzt. Hier finden sich die Teile 1, 2, 3, 4 und 5.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

Ich pfiff ihm zu, dass ich zuerst Luft holen müsse. Natürlich konnten Meermenschen Wasser atmen und sich ganz normal unterhalten, während ich auf Luft angewiesen war. „Aufgeblasenes Pack!“, dachte ich im Stillen, wunderte mich aber gleich über diesen Ausbruch.

Daraufhin umringten die Meermenschen mich und geleiteten mich zu einem unterseeischen Berg, der unter uns lag. Dortzeigte sich tatsächlich eine Höhle, in die wir hinein schwammen. Statt einer Decke aus Fels erwartete uns tatsächlich die Wasseroberfläche! Das erschien mir zwar unmöglich, dennoch akzeptierte ich es dankbar und schöpfte Luft.

Die Höhle verfügte über ein Sims, an dem sich die Meermenschen tummelten. Ah, Luft atmen konnten sie also auch. Sie hievten sich aus dem Wasser und nahmen Platz.

Auch ich versuchte dieses Kunststück, allerdings gelang es mir nur, seitwärts auf das Sims zu rollen, wo ich auf dem Rücken liegen blieb und zappelte. So war das ja eigentlich nicht gedacht gewesen.

Meine Begleiter kicherten und halfen mir, mich zumindest auf den Bauch zu drehen. Allerdings winkten sie ab, als ich versuchte, mich aus meiner Haut zu schälen. Das sollte ich mir für den Aufenthalt in ihrer Stadt aufheben. Ichsetzte zu einer Menge Fragen an, doch meine Begleiter wollten zuerst wissen, ob ich in friedlicher Absicht zu ihnen käme.

Theoretisch hatte ich nicht vor, einen Krieg zu beginnen, also bejahte ich diese Frage. Das schien für den Augenblick zu genügen.

Nach einer kurzen Pause rollte ich zurück ins Wasser, auch die Meermenschen glitten vom Sims herab ins tiefe Wasser. Wir schwammen durch einen Gang weiter ins Innere des Berges, bis ich schon glaubte, wir müssten ihn schon längst durchquert haben. Immer wieder hielten wir an, um Luft zu schöpfen. Ich aus purem Verlangen, die Meermenschen wohl aus Mitleid mit mir.

Plötzlich erschien ein Licht vor uns, das mich fürchterlich blendete. Tatsächlich bemerkte ich gar nicht, dass wir den Tunnel verlassen hatten.

Erst, als sich meine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten, fiel mir auf, dass wir uns in einem riesigen Becken befanden, das über eine Kuppel voller Luft verfügte. Wir befanden uns in einer unterseeischen Stadt! Ich bemerkte, dass ein Teil der Häuser hier über Wasser gebaut waren, andere unter der Oberfläche. Das verwirrte mich nun doch sehr. Tatsächlich schwammen meine Begleiter auf den Rand des Beckens zu, setzten sich auf dessen Vorsprünge und zogen sich rückwärts aus dem Wasser. Als sie vollständig an Land waren, verwandelten sich ihre Flossen in Beine und Hosen. Das erstaunte mich ungemein, erklärte aber die Häuser oberhalb der Wasseroberfläche. Wieder hatte ich etwas Neues gelernt!

* * *

Fortsetzung folgt.

Weiteren optimistischen Eskapismus gibt es hier, hier und ab hier.

Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 5

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 5 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Es geht wieder ins Meer – und zurück an Land, bevor das Himbeereis schmilzt. Hier finden sich die Teile 1, 2, 3 und 4.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Die Sache gefiel mir nun doch, ich hätte ewig in den Tiefen der See herumtollen können. Tatsächlich dachte ich keine Sekunde mehr an daheim, an meine kleine Stadt, an mein Eis oder meine Familie. Kurz überkam mich der Gedanke, meinem Mann würde diese Art der Fortbewegung ebenfalls Spaß machen. Aber auch diese Überlegung trieb schnell weiter, ich konzentrierte mich instinktiv auf meine Atmung und mein Tempo. Meine Schnurrhaare – wie nannte man so etwas eigentlich – gaben zuverlässige Informationen zur Strömung, ich erspähte immer neue Umgebungen. Andere Robben umkreisten mich, signalisierten mir Fragen zu meiner Herkunft, die ich im Vorbeischwimmen beantwortete. Sie zeigten sich sehr verwundert, eine Selkie zu treffen, da diese eher an den nördlicheren Küsten zu Hause waren.

Tja, was sollte ich da sagen? Mein Zuhause lag weder in Irland noch in Schottland. Ich kam aus Deutschland, genau aus der Mitte, weit entfernt von magischen Geschöpfen aller Art! Wobei mir dieses Kapitel meiner Existenz immer konfuser vorkam. Mir war eher, als hätte ich schon immer in diesen Gewässern gehaust, umspült von Wellen, umgeben von Wasser und verspielten Lebewesen.

Ich tauchte immer tiefer ins Meer, die Bucht wurde immer breiter, der Grund sank zusehends ab. Eine Robbe pfiff mir zu, ich sei auf dem richtigen Weg, die Nixen und Meermenschen seien nicht mehr weit. Die Strecke könne zurückgelegt werden, bevor mir die Luft ausginge. Das klang doch gar nicht schlecht. Zwar überlegte ich bereits, ob ich die Aufgabe des Leprechauns einfach ignorieren und davon schwimmen könnte, doch mein Gewissen hielt mich auf Kurs. Immerhin hatte er mir das Fell überlassen. Ohne ihn wäre ich nicht in dieser Situation.

Gerade, als mir Zweifel an meinem Sauerstoffvorrat kamen, bemerkte ich, dass ich nicht mehr alleine war: Seltsame Gestalten umschwärmten mich. Sie besaßen Schwänze, dem meinen gar nicht unähnlich, allerdings wesentlich schlanker und seltsam glänzend. Ihre Oberkörper allerdings glichen denen von Menschen. Nein, nicht ganz … ihre Brustkörbe waren breiter als die normaler Menschen. Ihre Haare waren lang, sie reichten bis zu den Hüften, waren jedoch zu langen Zöpfen geflochten, verziert mit Muscheln und allerhand Tand. Sie beäugten mich misstrauisch. Schließlich fasste sich einer der Meermänner ein Herz und sprach mich an: „Selkie! Du bist weit gereist! Was verschlägt dich an diese Küste?“

* * *

Fortsetzung folgt.

Weiteren optimistischen Eskapismus gibt es hier, hier und ab hier.

Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 4

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 4 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Es geht wieder ins Meer – und zurück an Land, bevor das Himbeereis schmilzt. Hier finden sich die Teile 1, 2 und 3.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

Nun war ich doch sprachlos. Ich, eine Selkie? Und das hatte er vor zwei Jahren erkannt, als ich mit dem Auto über seine Brücke gefahren war? Vielleicht brauchte der Kerl eine Brille?

Ich seufzte, schnappte mir den Fellhaufen, der vor meinen Füßen lag, und machte mich auf den Weg hinab in Richtung Meer. Wenn ich schonmal hier war, konnte ich mein Glück ja versuchen. Die Theorie der Robbenfrauen klang zwar sehr abenteuerlich, dennoch konnte ich der Sache ja auf den Grund gehen.

Nach einigen Stunden Fußmarsch gelangte ich ans Ufer des Kenmare River, der nur dem Namen nach ein Fluss, in Wahrheit aber eher eine Meeresbucht war. Dort legte ich das Fellknäuel ins seichte Wasser am Ufer, die Wellen umspülten es sanft. Ich zog meine Schuhe aus und stellte mich auf die ledrige Haut. Diese sog sich sofort an meinen Füßen fest.

Unglaublich! Der Leprechaun hatte recht! Schnell schlüpfte ich in das Fell und fiel prompt um. Alles kreiselte um mich herum, die Umgebung schien merkwürdig verzerrt zu sein. Mühsam drehte ich mich um mich selbst und robbte – selbst für eine Robbe – sehr unbeholfen ins tiefere Wasser. Dort stürzte ich mich in die Strömung und ließ mich von ihr treiben. Das machte wirklich Spaß! Pflanzen, Fische, kleinere Lebewesen sausten an mir vorbei, versunkene Boote und allerhand Unrat lagerten am Boden. Hin und wieder stieg ich an die Oberfläche und holte tief Luft, bevor ich mich wieder in die Tiefe sinken ließ. Pfeilschnell schoss ich durchs Wasser, bis ich einen Schatten erspähte. Eine andere Robbe.

Instinktiv begann ich, um sie herum zu schwimmen, versuchte sie, zum Auftauchen zu bewegen. Sie verstand mich, da hatte ich ja mal Glück gehabt.

An der Oberfläche fragte ich sie mit ungewohnten Lauten, wo ich die Meermenschen finden könnte. Sie überlegte nicht lange und hieß mich, der stärksten Strömung nach unten zu folgen, allerdings nicht, ohne vorher tief Luft zu holen.

* * *

Fortsetzung folgt.

Weiteren optimistischen Eskapismus gibt es hier, hier und ab hier.

Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 3

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 3 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Es geht wieder ins Meer – und zurück an Land, bevor das Himbeereis schmilzt. Hier finden sich die Teile 1 und 2.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

Eine Frage war somit beantwortet, also bat ich hin, mir die Sache zu erklären. Das nahm einige Zeit in Anspruch, da mein Gegenüber zu aufgebracht war, um einen ordentlichen Tatsachenbericht zu erstatten. Grob zusammengefasst, hatte sich das ganze wohl in etwa so abgespielt: Ein vorwitziger junger Meermensch (oha!) hatte sich über die zynische Art des Kobolds geärgert und daraufhin dessen Goldtopf entwendet. Und das im Schnabel eines Riesen-Pelikans, da sich die Meermenschen nicht im Süßwasser des Flusses aufhalten konnten.

Der Leprechaun bekam von diesem Überfall nicht viel mit, er hatte sich wohl aus einem nahegelegenen Pub ein Fässchen Ale besorgt und war im Rausch eingeschlafen. Als er wieder aufwachte und seinen Topf voller Gold vermisste, rief er das einzige Wesen, das ihm einfiel, um Hilfe: mich.

* * *

„Alles klar, ich habe verstanden. Aber warum um Himmels Willen hast du ausgerechnet mich gerufen? Eine ehemalige Touristin aus der Mitte Deutschlands?“ Ich konnte mir das noch immer nicht erklären.

Der kleine Mann in Grün schaute mich irritiert an: „Warum nicht? Du bist die einzige deiner Sorte, die mir in den letzten Jahren begegnet ist. Also dachte ich mir, du kannst noch nicht in der Versenkung verschwunden sein.“

Diese Erklärung mochte in seinen Ohren schlüssig klingen, in meinen allerdings nicht. Ich verschränkte die Arme:„Geht das noch ein wenig genauer?“

Dafür erntete ich allerdings einen scharfen Blick. „Wie jetzt? Du weißt es nicht? Hast du noch nie in den Spiegel geschaut? Deine Haarfarbe? Deine Augen, in denen sich ein dunkles Braun verbirgt? Du bist ein Abkömmling der Selkies! Du kannst mir meinen Goldtopf von den Meermenschen zurückholen. Zufälligerweise habe ich noch irgendwo ein Fell, das wird dir schon passen. Ich hab es vor Jahren beim Würfeln gewonnen. Damit gehst du den Fluss hinab ans Ufer des Kenmare River. Dort steigst du in das Fell und schon bist du eine Robbe. So kannst du zu den Meermenschen schwimmen. Die Blödköppe lagern irgendwo in der Bucht, seit der Klimawandel das Wasser hier so schön erwärmt hat. Alle Fragen geklärt? Gut. Dann mach dich jetzt vom Acker und bring mir mein Gold zurück. Vielleicht kriegst du dann einen Teil des Schatzes von mir.“ Mit diesen Worten klatschte der Kobold in die Hände und verschwand vor meinen Augen.

* * *

Fortsetzung folgt.

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Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 2

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 2 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Es geht wieder ins Meer – und zurück an Land, bevor das Himbeereis schmilzt. Hier findet sich Teil 1.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

Ich stand am Rande einer schmalen Straße, umgeben von Büschen und Bäumen. Einen Bürgersteig gab es nicht, dafür aber meterhohe Hecken und eine Brücke, die über ein Flüsschen führte. Wo war ich? Auf dem Brückengeländer aus Stein saß ein kleiner Mann im grünen Anzug, rot im Gesicht, mit einem Dudelsack auf den Knien. Er funkelte mich wütend an und schimpfte weiter vor sich hin. Ich war verwirrt: „Hä?“

Da schlug sich der Mann mit der Hand an die Stirn. „Deutsch? Du kommst aus Deutschland? Diese Sprache mag ich nicht. Verstehst du kein Gälisch?“

„Ähm, nein, leider nicht. Wo bin ich?“, fragte ich ihn, immer noch verwundert. Staunend sah ich mich um, die Gegend kam mir irgendwie bekannt vor. War ich hier schon einmal gewesen? Plötzlich fiel der Groschen. Die Brücke! Die hatte ich schon einmal gesehen. Das war die Blackwater Bridge bei Lackeen! Ich … war in Irland!

„Wie bin ich hier hergekommen? Grade eben war ich doch noch zu Hause!“ Das Ganze war verwirrend, das konnte doch gar nicht wahr sein! War das Zauberei? Hatte mich der kleine Mann hierher gezaubert?

Meine Fragen ernteten ein genervtes Schnauben seinerseits, bevor er vom Geländer der Brücke sprang.

„Du redest zu viel. Du sollst aber nicht reden, du sollst mir helfen! Also halt den Mund!“ Mit dieser Ansage verschwand er unter der Brücke.

Als ich am Straßenrand stehen blieb, kam er wieder hervorgeschlüpft und verlangte ungeduldig: „Na, worauf wartest du denn noch? Hopp, hopp, du hast zu tun!“

* * *

Noch immer reichlich verwirrt folgte ich ihm unter die Brücke. Dort fand ich eine kleine Höhle im steilen Ufer des Flusses, davor eine Feuerstelle.

Der kleine Mann begann grimmig murmelnd, im Kreis zu laufen.

Doch nun wurde auch ich ungeduldig. „Was willst du überhaupt von mir? Wer bist du, was mache ich hier und vor allem, wie komme ich wieder nach Hause? Mein Eis schmilzt doch!“ Ungehobelt sein konnte ich genauso gut wie der Kerl, immerhin hatte ich zwei Brüder.

„Dein Eis? Was ist denn so wichtig an deinem Eis? Erzähl mir nichts von Eis! Mein Gold ist weg! Das ist viel schlimmer! Hör mir auf mit deinem Eis!“ raunzte mich der Kerl an. Da dämmerte mir, wen und was ich hier vor mir hatte. Den Leprechaun von Blackwater Bridge!

* * *

Fortsetzung folgt.

Weiteren optimistischen Eskapismus gibt es hier, hier und ab hier.

Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Lesestoff – Das Gold des Leprechauns 1

Ab heute gibt es neuen Lesestoff aus der Reihe „Optimistischer Eskapismus“: „Das Gold des Leprechauns“, Teil 1 der phantastischen Kurzgeschichte von Nora Meister. Auch hier geht es unter Wasser – und wieder zurück, bevor das Himbeereis schmilzt.

Lesestoff - Das Gold des Leprechauns

„Tschüss! Bis nächste Woche!“ Ich verabschiedete mich von der Bedienung der Bäckerei und wuchtete meine voll beladene Tasche in die Arme meines Mannes.

Der stöhnte gequält auf: „Was hast du denn jetzt schon wieder gekauft? Das können doch nicht nur zwei Brote sein!“

Nein, da hatte er recht … Die würden aber auch nicht für eine ganze Woche reichen. Ich zuckte also mit den Achseln und lief die Straße hinauf. Dabei summte ich eine Melodie, die mir den ganzen Morgen im Kopf herumschwirrte. Oder sollte ich besser „quietschte“ sagen? Immerhin war es eine Dudelsack-Melodie. Ich hatte es eilig, wenn ich mich nicht irrte, müsste die Eisdiele schon geöffnet haben. Fragend sah ich zu meinem Mann auf, der stöhnte schon wieder. Doch Maurizio, der Besitzer der Eisdiele, hatte uns schon erspäht. „Nora, Simon! Schön, dass ihr da seid! Einmal das Übliche? Ein Spaghetti-Eis und eine Mischung vom Fruchteis?“

Welche Frage, natürlich, was denn auch sonst. Wir stellten unsere Bäckertasche ab, ich kramte nach den letzten Resten meines Kleingelds. Da kam Maurizio auch schon zurück an die Theke, seine Frau begrüßte uns aus den Tiefen ihres Geschäfts und winkte uns fröhlich zu.

„Ich habe ein kleines Experiment mit den Fruchteis-Sorten gemacht. Sie sind jetzt eher Sorbet, vor allem bei Mango und Himbeere. Ich hoffe, das schmeckt dir ebenso gut wie sonst auch. Sag mir Bescheid, ob ich das so lassen kann“, flüsterte Maurizio, als er mir meinen Eisbecher überreichte. „Habt einen schönen Tag. Die Sonne scheint, das muss man doch genießen!“

Wir bedankten uns und machten uns auf den Heimweg. Mango- und Himbeersorbet, interessant. Diese Mischung hatte ich zuletzt vor zwei Jahren in den Flitterwochen gegessen. Damals hatten wir fast acht Euro für vier Kugeln Eis bezahlt. Tja, Irland war eben ein teures Pflaster. Allerdings hatte es sich gelohnt, das kulinarische Vergnügen war enorm lecker gewesen. Derart in Gedanken an die Vergangenheit löffelte ich mein Eis. Es erinnerte mich wirklich sehr an das irische Pendant. Und mein Ohrwurm dudelte eine passende Melodie dazu.

Mein Mann erklärte mir, wie er sich das Judo-Training für die nächsten Wochen so vorstellte, es klang ähnlich wie in den letzten Wochen, ich lauschte derweil der Musik an meinem inneren Ohr. Die Sonne schien mir warm ins Gesicht, ich schloss die Augen und streckte die Nase in den Wind. Ich roch sogar das salzige Wasser von Kenmare wieder, als wäre ich zurück in Irland. Und hörte meinen Ohrwurm lautstark quäken.

Plötzlich hörte ich eine ungeduldige Stimme, die in einer fremden Sprache vor sich hin schimpfte. Ich öffnete die Augen und erschrak. Mein Mann war verschwunden! Und die Straße! Der Berg, die Burg, die Kirchen …

* * *

Fortsetzung folgt.

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Die Autorin: Nora Meister, Baujahr 1992, konnte sich in frühen Jahren nicht allzu sehr fürs Lesen begeistern. Eigene Geschichten über schulpflichtige Schnecken verfasste sie allerdings schon im Grundschulalter. Im Laufe der Zeit gewann auch das Lesen für sie an Bedeutung, sodass sie nun Herrin über ein brechend volles Bücherregal ist. Ihr verworrenes Leben mit Studium, Judo, Ehemann und viel zu vielen Tieren entwirrt sie, indem sie noch immer Geschichten schreibt: mittlerweile ohne Schnecken, dafür mit (viel zu viel) Fantasie. Auch wenn sie von fernen Inseln träumt, lebt und schreibt sie doch am liebsten im schönen Odenwald, wo denn auch sonst?

Bild: via Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Meerjungfrauen Taschenbuch

Seit Juni ist “Das geheime Leben der Fabelwesen 1 – Meerjungfrauen” als E-Book zu haben, ab dem 17. Juli gibt es diesen Titel auch als Taschenbuch. Den Klappentext hatte ich hier schon einmal aufgeführt. Die dreißig Geschichten bedienen alle Spielarten der Phantastik, von High Fantasy und Ritterepos bis zu düsterer Zukunftsvision und Weltraumoper. Wer also lieber etwas Gedrucktes in den Händen hat, wende sich an die Buchhandlung des Vertrauens (erschienen bei Independent Bookworm, Hrsg. Katharina Gerlach, ISBN 978-3-96698-866-7).

Buntspecht und Anton

Im August erscheint voraussichtlich eine etwas längere Geschichte von mir im Machandel Verlag als Bestandteil der #52Katzen. Es handelt sich um das phantastische Katzen-Abenteuer “Buntspecht und Anton” mit Nyckelharpa, Cowboyhut und Maibowle. Ich bin noch mit den Fahnenkorrekturen beschäftigt, die Verlegerin bereitet ein schickes Cover vor.

Da es sich bisher um eine reine Werbeinblendung handelt, kann ich noch auf ein weiteres Taschenbuch verweisen: “Die Schule der Spielleute” wird demnächst wieder in gedruckter Form erhältlich sein, und zwar nach wie vor über den Gmeiner-Verlag.

Sobald weitere Einzelheiten bekannt sind, werde ich sie hier verkünden.

 

 

Neuerscheinung: Meerjungfrauen

Wer nach “Die Klinge aus Salz und Mondschein” noch mehr über Meerwesen lesen will, muss sich nur noch ganz kurz gedulden. Ab morgen ist eine Neuerscheinung aus dem Kleinstverlag Independent Bookworm zu haben: Das geheime Leben der FabelwesenMeerjungfrauen, eine Anthologie mit 30 Kurzgeschichten auf über 400 Seiten.

Neuerscheinung: Meerjungfrauen

Und darum geht es:

“Das Meer … unendliche Weiten … in denen es noch so viel zu entdecken gibt!

Menschenähnliche Wesen, die am und im Wasser leben, faszinieren uns schon seit Jahrhunderten. Zahlreiche Legenden und Mythen ranken sich um Meerjungfrauen. Doch wer weiß schon, wie sie zu dem wurden, was sie sind? Und wer könnte erklären, was genau sie sind.

Sind es menschenfressende Sirenen oder eine vom Aussterben bedrohe Spezies? Fische, geerbt oder gejagt, oder doch eher Menschen? Sind wir gar miteinander verwandt? Es wäre auch vorstellbar, dass Meermenschen auf anderen Planeten leben, bis sich ein Außermeerischer zu ihnen verirrt. Auch Menschen wie du und ich könnten Meerjungfrauen sein.

Entdecke in 30 Kurzgeschichten, wie vielseitig diese Fabelwesen sind.” (Klappentext)

Ich bin darin mit “Opas Glücksfisch” vertreten, einer Kurzgeschichte mit einer Beerdigung, mehreren Schwertransporten und Popcorn-Kino.

Achtung Werbung: Das E-Book ist vorbestellbar/käuflich zu erwerben zum Beispiel bei Weltbild, bis 1. Juli noch für 3, 99 €, danach werden es 4,99 €.

Lesestoff – Die Klinge aus Salz und Mondschein 9

Es folgt eine neue Portion Lesestoff: „Die Klinge aus Salz und Mondschein“, Teil 9 und Ende der fantastischen Kurzgeschichte von Alice Auciello. Hier geht es zu den Teilen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8.

Lesestoff - Die Klinge aus Salz und Mondlicht

Mit liebevollem Blick stieß Imaja ihre dunkle Schwanzflosse gegen die ihrer Tochter. „Du hast großartig gekämpft. So wie ich es von dir erwartet hatte.“

Du hast mich beobachtet!“, erkannte Silla. „Letzte Nacht, als ich bei Aláti war.“

Ich beobachte dich schon seit vielen Gezeiten. Seit du begonnen hast, dich frühmorgens nach draußen zu schleichen, um den Schwertkampf zu erlernen. Ich habe all deine Stürze gesehen, all deine Narben und ich habe dich sogar beobachtet, als du das erste Mal die steinernen Klingen als Übungsschwerter gestohlen hast.“ Sie lächelte amüsiert. „Da wusste ich, dass du so bist wie ich.“

Aber …“

Mit einer Handbewegung brachte Imaja ihre Tochter zum Schweigen. „Als ich jung war, habe ich, so wie du, alles getan, um das Kämpfen zu lernen und Aláti würdig zu sein. Die Salzklinge gehörte zu meiner Familie, seit Herjun sie an der tiefsten Stelle des Meeres aushärtete. Aláti und ich kämpften viele Gezeiten lang gemeinsam gegen die schwarzen Wesen, die in der Dunkelheit des Meeres hausen und hin und wieder hervorkommen, auf der Suche nach Beute. Doch es kam die Zeit, da wurde das Gerücht verbreitet, dass die Schwerter der Meerjungfrauen verflucht und vergiftet wären und den Meeren nur Böses brächten. Also schloss ich Aláti in seine Schatulle und euer Vater gab das Schwert als seines aus, um es vor der Zerstörung zu retten.“

* * *

Und stimmt das?“, fragte Silla und strich vorsichtig über das Muschelheft ihres geliebten Schwertes. „Ist Aláti verflucht?“

Ihre Mutter schüttelte den Kopf. „Nein. Dieses Gerücht streuten gewisse Meermänner, die gesehen hatten, wie wild die Meerjungfrauen mit ihren Schwertern kämpfen konnten, und es deswegen mit der Angst zu tun bekamen. Seitdem hat keine Meerjungfrau mehr ein Schwert geführt. Bis jetzt.“ Sillas Mutter lächelte ihr zu und sie lächelte zurück.

Und Aláti gehört jetzt mir?“

Ja, jetzt kann es dir niemand mehr wegnehmen. Ich bin so stolz auf dich!“ Wieder stupste Imaja ihre Schwanzflosse gegen Sillas. „Ich bin aber auch sehr traurig, dass du uns verlassen wirst. Das Leben in der Einsamen Garde ist hart und verlangt einige Opfer.“

Ich weiß“, sagte Silla und sie meinte es ernst. „Doch ich bin bereit, diese Opfer zu bringen. Ich möchte große Taten vollbringen und unser Reich schützen, damit meine Familie in Frieden leben kann.“

Sillas Mutter griff nach ihrer Hand.

In diesem Moment sauste eine gelb gesprenkelte Muräne herbei und wickelte sich fest um Sillas Arm. „Ich glaube, ich werde doch nicht so einsam sein auf meiner Wanderung entlang der Ränder der Meere“, sagte sie und lachte.

* * *

Zum letzten Mal blickte sie sich in ihrer Anemone um und schulterte dann ihren Beutel aus Tang. Noch immer kam es ihr wie ein Wunder vor, Alátis Muschelgriff in die Hand zu nehmen und das Gewicht des Schwertes in ihrer Hand zu spüren.

Vor dem Korallenriff hatte sich ihre Familie im Mondlicht versammelt. Als sie ihnen einen letzten Blick zuwarf, trat Ajan vor und streckte ihr die Hand entgegen. Verblüfft griff Silla danach. „Möge Neptun mit dir sein“, sagte ihr Bruder. Er lächelte nicht, doch Silla erkannte Anerkennung in seinen Augen.

Ein letztes Mal winkte sie ihrer Familie zu und als sie sich mit schnellen Flossenschlägen von ihrem Zuhause entfernte, Aláti fest in der Hand, hörte sie, wie der vollkommene Gesang ihrer Geschwister immer leiser wurde. Nun konnte sie allein dem Klang ihres Schwertes lauschen, dem leisen Summen und Schwingen der Salzklinge. Diese Melodie und Alátis Licht würden sie durch die schwärzeste Dunkelheit führen und die tiefsten Gewässer überwinden lassen. Gemeinsam waren sie stark, gemeinsam würden sie alles schaffen. Endlich fühlte Silla, dass sie dort angekommen war, wo sie sein sollte.

E N D E

Über die Autorin: Alice Auciello, geboren im Jahr 1999, wuchs in Konstanz am Bodensee auf, wo sie schon früh begann, kleine Geschichte zu schreiben und diese mit grauenhaften Zeichnungen zu verzieren. Am liebsten schrieb die damalige Leistungsschwimmerin natürlich über Meerjungfrauen und andere Wasserwesen.

Seit 2018 studiert Alice Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaften in Thüringen, nebenbei arbeitet sie an ihrem ersten Roman.

Bild: Montipora (CC BY 2.0) , US Fish and Wildlife Service Headquarters, via Wikipedia

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