La Ballade

Geschichten und Musik

3. Advent mit Stuwwemussig

Ich wünsche einen schönen 3. Advent mit der Stuwwemussig aus Beedenkirchen. Die hat in den letzten Jahren meist am 1. Advent live in der dortigen Kirche stattgefunden. Dieses Jahr halt nicht, und die Musikant_innen haben sich was anderes einfallen lassen. Hier sind erst einmal Teil 1 und 2, heute Abend folgt der 3. Streich.

Stuwwemussig zum 1. Advent 2020

Stuwwemussig zum 2. Advent 2020

 

Stuwwemussig zum 3. Advent 2020

 

Stuwwemussig zum 4. Advent

 

Virtueller Stadtrundgang in Lindenfels

Da in diesem Jahr weder Ostermarkt noch Ökomarkt oder Brauchtumstage stattfinden konnten, kommt hier ein virtueller Stadtrundgang durch Lindenfels. Teil zwei enthält einen Besuch im Museum. (Nur das Eis von Maurizio – siehe auch hier – bzw. den Kuchen aus dem Altstadtcafé muss man sich dazudenken.)

Gedreht wurde im September, deshalb sieht das Wetter noch etwas einladender aus als jetzt. Unterwegs sind Ilse Bonn und Matthias Roth, gefilmt hat Alexander Walter.

 

 

 

 

2. Advent und Nikolaus

2. Advent und NikolausHeute, am 2. Advent, war der Nikolaus da, wie es sich gehört, und hatte unter anderem einen hübschen Kerl von der Burgbäckerei Gürtler dabei. Noch lebt er … In Abwesenheit von Weihnachtsmärkten und bei eher geringer Lust, durch die eine oder andere Innenstadt zu ziehen, um Geschenke für liebe Menschen zu besorgen, sind jetzt eben feine Sachen aus der unmittelbaren Umgebung gefragt.

Dass die Adventszeit dieses Jahr etwas anders ausfällt als gewohnt, führt in manchen Ecken zu heftigen Reaktionen. Da kann es unter Umständen helfen, ein gutes Stück in die Geschichte zurückzuschauen. Das hat zum Beispiel Going Medieval getan und ein paar alte Daten der Weihnachtszeit in den Mittelpunkt gerückt.

Auch zu moderneren Traditionen rund um “die Feiertage” bilde ich mich gerade ein bisschen weiter, um an einer Ausschreibung des Piper-Verlags teilzunehmen. Auf meiner Festplatte schlummert noch eine biedermeierliche Idee, die sich dafür recht gut eignen könnte. Jetzt muss ich nur noch anfangen zu schreiben.

Zum guten Schluss kommt noch ein Adventslied. Schließlich gibt es Möglichkeiten, Advent zu feiern, ohne “a public health nightmare” auszulösen.

 

Adventskalender

AdventskalenderHeute beginnt nicht nur der Winter, wie man sieht, es starten auch überall die Adventskalender. Ich habe hier ein paar gesammelt, bei denen es etwas zu lesen, zu hören, eventuell auch zu gewinnen gibt:

Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft hat hinter ihren Türchen Goodies für Mitglieder versteckt. Wer noch keins ist, kann sich überlegen, es zu werden. Das ist mal ein Buchclub, bei dem ich keine Probleme habe, jedes Jahr mindestens ein Buch abzunehmen. Ich muss mich eher bremsen, bevor ich den Etat hoffnungslos überziehe.

Ebenfalls aus der wissenschaftlichen Ecke kommt der Kölner Klima-Advent, auch wenn man das dem ersten Beitrag vielleicht nicht so direkt anmerkt.

Der Zauberfeder-Verlag bietet auf Instagram einen #RezepteKalender. Die LARP-Zeit dagegen hat einen Adventskalender, bei dem es täglich Dinge zu gewinnen gibt.

Jeden Tag frische Musik liefern Ella & Louis in Mannheim, garniert mit dem einen oder anderen Online-Konzert. Bei Twitter (@Donauschwalbe) geht es unter #AdventInFemDur quer durch die Musikgeschichte, beginnend mit der ersten “offiziellen” Komponistin Kassia aus dem 9. Jahrhundert.

Nachtrag: Etwas traditioneller weihnachtliche Musik findet sich im Adventskalender von The Telling.

Ich wünsche viel Vergnügen und weitere spannende Entdeckungen.

Advent

Ich wünsche allen, die hier vorbeikommen, einen friedlichen Advent, mit wenigen Terminen und ausreichend Plätzchen.

Advent

 

‘luja ist liturgisch gerade nicht angesagt, aber Hosianna singen steht noch auf dem Plan …

 

Weihnachtskuchen mit Honig

Rechtzeitig zum ersten Advent ist hier ein Weihnachtskuchen mit Honig entstanden, nach einem Rezept aus Irland.

Weihnachtskuchen mit Honig

  • 200 g Butter
  • 150 g brauner Zucker
  • 2 EL fester Honig
  • 5 mittelgroße Eier
  • 100 g Zitronat & Orangeat
  • 50 g ganze Mandeln
  • je 200 g Korinthen, Rosinen und Sultaninen
  • 225 g Mehl
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 1 gestr. TL Muskatnuss
  • je 1/2 TL Zimt und Nelken
  • 1-2 EL Whiskey

Eine Kranzform einfetten. Den Backofen auf 150 °C vorheizen.

Alle Zutaten außer dem Whiskey in eine große Schüssel geben und mit einem Holzlöffel 3 Minuten verschlagen.

Die Form dünn mit Mehl ausstreuen. Den Teig vorsichtig einfüllen und die Oberfläche glattstreichen. Auf der mittleren Einschubleiste 2 1/2 Stunden backen. Eventuell mit Backpapier abdecken, falls der Kuchen zu dunkel wird. (War hier nicht nötig.)

Mit einem Holzspieß testen, ob der Kuchen gar ist, dann aus dem Ofen nehmen. In der Form 20 Minuten abdampfen lassen, dann auf einen Draht stürzen.

Mit einem Spieß rundum einstechen und mit dem Whiskey beträufeln. Wenn die Flüssigkeit eingezogen ist, in Butterbrotpapier wickeln und in einer luftdichten Dose aufbewahren.

* * *

So sitzt der Weihnachtskuchen jetzt im Keller, nicht weit von einem Christmas Pudding (nach schottischem Rezept mit diversen Spirituosen und Bier), und wartet auf seinen Einsatz in vier Wochen. Falls Besuch kommt, wird er vielleicht auch noch mit einer Kerze in der Mitte und grünen Zweigen außen herum dekoriert. Wenn uns die Kalorien so nicht reichen, kommt noch etwas flüssige Sahne oder Brandybutter dazu.

* * *

Zurzeit bin ich noch mit der Übersetzung von zwei Computerspielen beschäftigt (1x Englisch, 1x Russisch). Deshalb will ich keine allzu lauten Versprechungen abgeben. Falls es klappt, wird hier aber im Lauf des Advents die eine oder andere weihnachtliche Geschichte erscheinen, möglicherweise auch ein paar weitere Rezepte.

 

NaNoWriMo – Vorzeitiges Ende

NaNoWriMo SchnipselEs ist noch nicht so lange her, da habe ich mich über ein internationales Großereignis gefreut, das Corona nicht über den Haufen werfen kann, den NaNoWriMo. Das ist auch immer noch richtig, es schreiben noch viele tolle Leute viele wunderbare Geschichten. Für mich nimmt die Sache aber ein vorzeitiges Ende, und das liegt zumindest indirekt an Corona.

Virtuelle Gangster

Anfang November habe ich ein Übersetzungsprojekt an Land gezogen, das mal etwas aus dem Rahmen fällt – ein Computerspiel aus dem Russischen. (Das Original war dem Vernehmen nach chinesisch.) Der Text wurde zwischen mir und einer Kollegin geteilt. Also so weit machbar bis erfreulich. Nur ist die Kollegin leider krank geworden … Ich vermute, dass es um mehr geht als einen verdächtigen Kontakt oder einen positiven Test. Unsere Zunft bleibt sowieso meist auch dann zu Hause, wenn kein Infektionsschutz angesagt ist. Also wünsche ich alles Gute in die Ferne und kümmere mich um alle weiteren Belange der virtuellen Gangster.

Lesestoff

Damit (und noch ein paar anderen Projekten, die sowieso immer laufen) sind meine Kapazitäten zum Tippen und Wörter dressieren allerdings aufgebraucht. Ich kriege es noch hin, die Schreibaktionen anderer Leute im Auge zu behalten und auch ein paar andere Dinge zu lesen, wenn auch nicht ganz so viel, wie ich gerne würde. Zurzeit bin ich an einer spanischen Space Opera, mit der ich allerdings nicht besonders warm werde. Vielleicht ist das einfach nicht mein Genre und Leute, die gern Perry Rhodan lesen, würden damit glücklicher. Also steige ich demnächst auf sibirische Märchen um.

Noch ein Hinweis zu mehr Lesestoff: Die Longlist für den KrePFL (Krefelder Preis für fantastische Literatur) wurde bekanntgegeben, und es stehen einige interessante Titel von guten Autor_innen drauf. Stöbern lohnt sich auf jeden Fall (siehe hier).

Und wer in diesem Jahr neben allen anderen Abenteuern einen Roman veröffentlicht hat bzw. das bis Ende Dezember noch tut, kann das Werk zum Seraph 2021 einreichen.

 

 

 

Schwäbisch Haller Sackpfeifertage 2021

 

Schwäbisch Haller Sackpfeifertage 2021Heute hat in den betreffenden Gegenden die Fastnachtssaison begonnen. Deshalb gibt es hier, für Leute, deren Optimismus so weit trägt, einen Hinweis auf das Ende dieser Jahreszeit: Die Schwäbisch Haller Sackpfeifertage 2021 sind ausgeschrieben. Vom 12. bis 15. Februar (Rosenmontag) wird auf der Comburg ein etwas reduziertes Kursprogramm angeboten.

NaNoWriMo – Schnipsel 8

Heute Nacht erscheint ein Computerspiel, an dem ich mit übersetzt habe. Deshalb wurde es die letzten Tage und auch heute noch einmal etwas hektisch, und der NaNoWriMo-Schnipsel Nr. 8 kommt wieder erst nach Mitternacht. Mit meiner Heldin und ihrem Reisegefährten bin ich nicht wirklich warm geworden, also kommt jetzt eine Schurkin zu Wort, die bisher nur einen Decknamen hat – die Fächertänzerin Glenda Bowles.

NaNoWriMo Schnipsel

Ich hatte gerade mein tägliches Training begonnen, als ein Laufbursche von Sir Nicolai in den Saal kam. Von Parkett ließ er sich nicht aufhalten, von der Meisterin schon. Sir Nicolai könnte sich wirklich bessere Dienerschaft leisten.
Jedenfalls brachte mir der Junge ein Brieflein, das an Glenda Bowles adressiert war. „Kommen Sie sofort zu Helmington’s Tea Shop.“
Allein aus Ärger über diesen Tonfall hätte ich eine andere von uns schicken sollen. Aber die Neugier war stärker. Die Nachricht war so dürr gehalten, dass ich nicht anders konnte, als mir die wildesten Schwierigkeiten zu überlegen, die in jenem anderen Böhmen aufgetreten sein konnten.
Trotzdem musste ich wenigstens meine halbe Stunde konzentriert zu Ende bringen, sonst war ich mein Engagement los. Und nur von den paar Shilling, die bei Sir Nicolai abfielen, konnte ich meine Miete nicht zahlen.

* * *

Danach machte ich mich aber gleich auf den Weg. Die Herren durften ruhig merken, dass ich noch einen anderen Beruf hatte. Zum Training kam ich immer in einem leichten Kattunkleid, das musste jetzt auch für Helmington’s Tea Shop genügen. Und es wird sich wohl niemand wundern, dass es dort weder Tee gab noch irgendjemand Helmington hieß.
Sir Nicolai erwartete mich in seinem Arbeitszimmer. Es war so nüchtern eingerichtet, keine Bilder, keine Hausbar, Mobiliar aus der Fabrik. Es schien fast, als wollte Sir Nicolai den Eindruck erwecken, dass dies seine Tarnadresse war.
Bei ihm saß Colonel Walker. Nicht das hellste Licht an der Lampe, aber absolut königstreu.
„Wir haben ein Problem, Miss … Bowles“, begann Sir Nicolai ohne Umschweife. Die Pause sollte wohl anzeigen, dass er wusste, dass dies ein falscher Name war – den er mir, eigentlich uns, gegeben hatte, weil er es notwendig fand.
Ich knickste und zwitscherte: „Ja, Sir.“
„Mr. Maxwell meldet sich seit einigen Monaten nicht mehr.“
„Oh.“ Das war eine Schwierigkeit, an die ich nicht sofort gedacht hatte.
„Sie müssen nach dem Rechten sehen.“
„Jetzt gleich?“, fragte ich. „Heute noch?“
Sir Nicolai nickte.
War das der richtige Zeitpunkt, um zu feilschen? Ich versuchte es wenigstens.

* * *

 

#Autor_innensonntag und NaNoWriMo – Schnipsel 7

Beim #Autor_innensonntag von Justine Pust geht es diesmal um die Frage: glückliches oder trauriges Ende. Da muss ich nicht lange überlegen, ich gehöre eindeutig zur ersten Fraktion. Ich möchte, dass meine Held_innen ihre Aufgaben lösen und ihre Welt im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas besser machen.

Um dahin zu kommen, werden sie sehr wahrscheinlich gegen Schurk_innen kämpfen und diese besiegen. Die müssen dabei aber keines grausamen Todes sterben oder auf der Galeere enden. Entweder finden sie gleich einen sinnvollen Platz in der „etwas besseren“ Welt, oder sie können untertauchen und noch eine Weile danach suchen. Nur ihre Macht sind sie am Ende des Abenteuers los.

Notfalls darf am Schluss sogar geheiratet werden.

* * *

Auf etwas Ähnliches wird es wohl auch in meinem NaNoWriMo-Roman hinauslaufen. Das Ende für die Bösewichte ist bereits geplant und vorbereitet, jetzt muss ich nur noch darauf zu schreiben. Und für meine beiden Hauptfiguren wird es Zeit, zu ihrer Quest aufzubrechen.

NaNoWriMo Schnipsel

„Bitte sehr.“ Mr. Durie sah sie erwartungsvoll an.
Sie schluckte noch einmal und begann mit dünner Stimme: „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind …“
„Wandern“, erinnerte Mr. Durie leise.
Das brachte sie völlig aus dem Konzept, sie musste von vorn beginnen. Diesmal setzte sie gleich die Finger direkt am Neckarstrand auf die Karte. Es schien zu funktionieren, gleichzeitig mit den Fingern wandern und singen.
Sollte sich da jetzt etwas tun? Sie wiederholte dreimal: „… wo wir Menschen sind“, und ging dann zum Summen über.

* * *

„Was machen Sie denn da?“
Lea fuhr herum. „Geht Sie das … Oh, guten Tag, Frau Fischer.“
„Ach, Sie sind das. Und der junge Mann, der gestern in den Laden geplatzt ist wie Mephisto in Auerbachs Keller. Warum wundert mich das jetzt nicht?“
Mr. Durie strahlte sie gar nicht teuflisch an.
„Das kann ich Ihnen auch nicht sagen“, erwiderte Lea. „Aber wir handeln nicht mit Drogen und wir planen keinen Anschlag. Wir haben uns zum Lernen verabredet.“ Endlich hatte sie lange genug gequatscht, dass ihr eine Ausrede einfiel.
„So, Sie planen also keinen Anschlag? Meinen Sie, ich merke das nicht? So aufgewühlt ist das Qi hier sonst nie!“
„Wer?“ Da fiel ihr wieder ein, welche Bücher Frau Fischer bevorzugte. „Bevorstehende Klausuren sind eben aufregend.“
„Sie studieren doch gar nicht mehr, Sie sind doch schon viel zu alt!“
„Ich hänge noch einen Master in Geografie an.“
„So, so. Das lässt sich nachprüfen.“
„Bitte sehr, tun Sie das.“ Nur lassen Sie uns jetzt in Ruhe.
„Ja, das tue ich. Komm, Fuchur, wir gehen.“ Ihr kleiner weißer Hund schnupperte sehr interessiert an der Dose, in der Wanda steckte. Die Kröte knarrte drohend.

* * *

Frau Fischer warf noch einen sehr finsteren Blick auf die Dose, sagte aber nichts mehr. Mit kerzengeradem Rücken ging sie davon.
„Nur gut, dass die Polizei wegen aufgewühltem Qi nicht ausrückt“, sagte Lea.

 

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