La Ballade

Geschichten und Musik

Ich muss zugeben, der Optimismus, den ich hier gern verbreiten würde, lässt mich derzeit etwas im Stich. Deshalb verweise ich auf virtuelle Konzerte von Leuten, bei denen gerade interessante Dinge laufen.

Da ist zum einen Medieval Music in the Dales, wieder ein Festival, das dieses Jahr online über Zoom stattfindet. Für heute stehen diverse Konzerte an, ein Rundgang durch die Burg und Besuche bei Instrumentenbauern. (Mich interessiert natürlich besonders der bei Eric Moulder.) Der Vorteil (?) an virtuellen Instrumentenausstellung ist, dass man nicht einfach etwas kaufen kann. Es besteht also keine Gefahr, dass ich plötzlich noch eine Rauschpfeife oder einen Dulzian da hängen habe.

Eher neumodisches und vor allem vielseitiges Repertoire gibt es bei Trilloquy. Ich bin auf die Seite aufmerksam geworden, weil der Hausherr Garrett McQueen Fagott spielt. Das reicht mir erst mal als Empfehlung. Wer es eher mit Saiten hat, bekommt trotzdem genug Spannendes zu hören.

Ganz ohne Geschichten geht die Sache aber doch nicht ab. Wer gerne hoffnungsvoll in die Zukunft schaut und schreibt, findet bei modernphantastik vielleicht eine passende Ausschreibung. Die beiden aktuellen laufen noch bis 30. November und 31. Dezember. Letztere ist allerdings auch für was Längeres.

 

Es geht weiter

Nach einem Monat Pause geht es wieder weiter. Ich habe einiges an der Technik verändert und mich einigermaßen daran gewöhnt. Ein neues Theme, das mir gefällt, habe ich aber immer noch nicht gefunden. Also bleibt es bei diesem. Ansonsten steht im Buchrevier ein Beitrag, der mir genau aus dem Herzen spricht.

Es geht weiterDas erste Kochbuch von diesem Jahr und das zweite aus dem vergangenen sind erschienen – siehe Bild. Am zweiten für dieses Jahr arbeite ich gerade, zur Abwechslung in OmegaT. Wenn die 100.000 Wörter verarbeitet sind, werde ich mich wohl mit den Feinheiten angefreundet haben. Das Werk fällt ein bisschen umfangreicher aus als gedacht, deshalb läuft daneben nicht allzu viel – keine Spiele und ziemlich wenig Text für hier.

Geschichten gibt es aber trotzdem bald wieder. Schließlich steht noch dreimal “optimistischer Eskapismus” aus.

Ebenso laufen, wie schon erwähnt, die Vorbereitungen zum NaNoWriMo. Der spielt sich sowieso online ab, der wird auch dieses Jahr nicht ausfallen. Ich habe zu diesem Anlass einen Plot entwickelt und verschenkt, im Gegenzug habe ich einen von einer freundlichen Mitschreiberin bekommen. Ein beachtlicher Teil davon wird Alternate History. Um daraus etwas Ansprechendes zu machen, recherchiere ich gerade zum Thema schottische Geschichte ab etwa 1700. Historische Landkarten werden eine Rolle spielen und ein Naturschutzgebiet. Über dessen potenzielle Bewohner muss ich mich auch noch schlau machen. Und hoffen, dass im November wieder genug Energie zum Schreiben da ist, denn das geht zur Zeit eher schleppend voran.

Geplant war einmal, im August und September einen High-Fantasy-Roman zu überarbeiten und für die Veröffentlichung im Oktober fertig zu machen. Damit hänge ich jetzt ungefähr bei der Hälfte des Textes in einer Reihe von Plotlöchern fest. Kaum denke ich, ich habe eins gestopft, tut sich das nächste auf. Das dauert also noch ein bisschen. Ich hoffe, dass ich damit im Dezember herauskommen kann.

Für Oktober wird es jetzt noch einmal eine Kurzgeschichte, wenn alles klappt. Die wird nicht bei BoD erscheinen, sondern bei anderen Anbietern, und ich bin noch am Sortieren, wie eine praktische Kombination aussehen könnte.

Es gibt allerdings jetzt schon etwas Neues zum Lesen: Mein Katzenabenteuer Buntspecht und Anton ist jetzt offiziell erschienen und – elektronisch oder gedruckt – in der Buchhandlung des Vertrauens erhältlich. Eine Leseprobe gibt es hier.

Es geht weiter

Ausschreibung – Matchbox Rhein-Neckar

Ausschreibung Matchbox Rhein-NeckarNein, bei dieser Ausschreibung geht es nicht um eine Kurzgeschichtensammlung in einem Kleinverlag, sondern um das spartenübergreifende Kulturprojekt Matchbox Rhein-Neckar. In diesem Rahmen kommen jedes Jahr Künstler aus anderen Ecken der Welt, um in der Rhein-Neckar-Region zu arbeiten. Und zwar eher nicht in Mannheim oder Heidelberg, sondern draußen in der Wildnis.

Das Projekt läuft seit 2015 und es sind bereits einige spannende Dinge entstanden. Zum Beispiel ein Nibelungen-Film mit schwarzem Siegfried (Oklahoma Nature Theatre). Aus dem gleichen Jahr stammen die drei Streichhölzer in der Burgstraße (Lindenfels), ein Werk von Will St. Leger aus Irland. Der vorerst letzte Streich war ein europäisches Demokratiefestival in Hambach. 2019 war vor allem dem Sammeln und Dokumentieren der bisherigen Projekte gewidmet.

Virtuelle Kunstaktion

In diesem Jahr geht es wieder weiter, wie so viele Kunstaktionen allerdings eher online. Beteiligt ist das Künstler:innen-Duo Mia & Eric aus Kanada. Da der Ortsbesuch diesmal aus der Ferne stattfinden muss, gibt es Teilnahmemöglichkeiten über Telegram oder die Website www.3-woods.com.

Gefragt ist nach Texten, Bildern, Musik, O-Tönen und was sonst beliebt, die mit den hiesigen Wäldern zu tun haben. Davon haben wir reichlich, die Inspiration sollte also nicht ausbleiben. Weitere Beiträge kommen aus England und aus Norwegen. Also vielleicht auch eine Gelegenheit, die eine oder andere ausgefallene Reise zu kompensieren. Die genaue Ausschreibung gibt es hier.

Ein Einsendeschluss ist auf den ersten Blick nicht angegeben, aber Wälder sind nun mal das ganze Jahr über faszinierend. Nur mitunter etwas ungemütlich, um sich eine Viertelstunde meditativ darin niederzulassen. Wenn mich das echte Leben nicht wieder überrennt, werde ich auf jeden Fall mitmachen. Im Schenkenberg habe ich schon so viele Geschichten gefunden (die hier zum Beispiel), da ist bestimmt noch eine drin, die für diese Ausschreibung passt. Fotos werde ich vermutlich auch noch hinkriegen. Vor allem bin ich auch auf die anderen Beiträge gespannt und auf das, was daraus entsteht.

 

Leseprobe – Buntspecht und Anton 3

Hier kommt die Fortsetzung der Leseprobe zu meinem Katzenabenteuer „Buntspecht und Anton“, von dem schon das eine oder andere Mal die Rede war. Es erscheint demnächst im Machandel Verlag (ISBN 978-3-95959-205-5; wer mag, kann die Buchhandlung des Vertrauens schon einmal darauf ansetzen). Die Heldin beendet hiermit ihren ersten Auftritt.

* * *

Leseprobe Buntspecht und AntonDa legte sich die schmutziggraue Katze mit den sonderbaren Auswüchsen quer ins Bild und schaute Steffi herausfordernd an. Steffi hob beschwichtigend die Hände und gab sich Mühe, an nichts zu denken, denn mit Denken hatte sie bei früheren Spirit-Reisen schlechte Erfahrungen gemacht. Sie betrachtete weiterhin unverwandt den Fremden, der inzwischen wieder sein Jo-Jo kreisen ließ.

Nein, das war kein Jo-Jo, das war eine Spindel. Der Mann mit den grünen Augen produzierte ein kleines Knäuel Wolle. Je länger der Faden wurde, desto blasser und durchscheinender sah der Mann aus. Nur die Hütte im Hintergrund blieb solide wie bisher. Steffi fühlte sich rücklings über den Weg geschoben, bis zurück auf ihren Platz am Fuß des Hinkelsteins.

Steffis Kopf schwamm. Bilder flossen an ihr vorüber, alles schien sich zu drehen, immer langsamer, wie ein Kreisel, der gleich umkippen wird. Aber er kippte nicht, er legte sich sanft auf die Seite.

Sie war der Kreisel.

* * *

Der Boden unter ihr war hart und kalt und roch nach Wald. Aber war da nicht ein Mann gewesen? Widerwillig hob sie den Kopf.

Nein, kein Mann.

Leiser Wind strich durch das Geäst. Steffi merkte, wie steif sie geworden war. Es wurde Zeit, aufzustehen und zu gehen. Mühsam rappelte sie sich auf und sammelte ihre Gedanken wenigstens so weit, dass sie das Ritual ordentlich abschließen konnte. Es fiel ihr schwer, und sie spürte keine Energie im Kreis, die sie mit dem Rauch hätte wegwedeln können.

Über ihr, in der Krone der Eiche, krächzte ein Vogel. Viel zu tief für einen Eichelhäher, wohl eher eine Krähe. Sie schaute hinauf. Auch nicht. Mit dem großen weißen Fleck an der Seite konnte es nur eine Elster sein.

E N D E

dieser Leseprobe. Möglicherweise bekommt vor dem Erscheinungstermin noch eine andere Figur ihren Auftritt. Alles Weitere ist im fertigen Buch nachzulesen

Leseprobe – Buntspecht und Anton 2

Hier kommt die Fortsetzung der Leseprobe zu meinem Katzenabenteuer „Buntspecht und Anton“, von dem schon das eine oder andere Mal die Rede war. Es erscheint demnächst im Machandel Verlag (ISBN 978-3-95959-205-5; wer mag, kann die Buchhandlung des Vertrauens schon einmal darauf ansetzen). Die Heldin hat hier ihren ersten Auftritt.

* * *

Leseprobe Buntspecht und AntonSteffi erwartete, dass die Ahnin sich zeigen und sie hinausführen würde. Aber vergeblich. Stattdessen saß ihr plötzlich eine schwarze Katze gegenüber und sah sie lauernd an.

Sollte dieses Tier sie heute abholen und in die Spirit-Welt führen?

Die Katze streckte sich und ging davon. Steffi folgte ihr. Es sah fast so aus, als ob das Tier einen kleinen Höcker hätte und mit Fell überzogene Hörner auf dem Kopf. War das überhaupt eine Katze? Wenn nicht, was war es denn?

Egal, nachdenken konnte sie später. Jetzt hieß es sehen und erleben.

Die Katze mit Höcker führte sie weder nach unten noch nach oben. Oder gab es in der Spirit-Welt auch so einen Buchenwald wie im realen Leben, mit breitem Schotterweg? Da stand sogar die sechseckige Schutzhütte mit rundum geschlossenen Läden und dem Schild „Grüner Baum – Ableger“ über der Tür.

Auf einem der Granitbrocken vor der Hütte saß ein Mann mit langen schwarzen Haaren und Bart. Auch sein Gesicht war dunkel verschmiert, als ob er sich ein Blackface geschminkt und es nicht ordentlich wieder abgewaschen hätte. Sein Mantel war wohl ebenfalls früher rein schwarz gewesen, hatte aber in letzter Zeit sehr gelitten. Aus vielen Löchern quoll helle Wolle. Nicht einmal Flicken saßen darauf. Eine Waffe konnte Steffi nicht entdecken. Er schien ihre Anwesenheit gar nicht zu bemerken, denn er konzentrierte sich auf das Jo-Jo, das vor ihm trudelte. Oder was immer das genau war.

Steffi lächelte betont, breitete die Hände aus und ging langsam auf die Erscheinung zu, wie auf ein Tier, das sie nicht erschrecken wollte. Als sie den Fuß auf die erste Stufe setzte, die zur Hütte hinaufführte, hob der Mann den Kopf. Er hielt sein Spielzeug an und gönnte seinerseits Steffi ein sparsames Lächeln.

Er hatte unglaublich grüne Augen.

Sie sah ihn wie gebannt an und prägte sich sein Aussehen genau ein. Hoffte sie jedenfalls. Wie sollte sie ihn sonst im Alltag wiederfinden?

* * *

Fortsetzung folgt

Leseprobe – Buntspecht und Anton

Nach einigen Tagen Pause gibt es wieder etwas zum Lesen: eine Leseprobe aus meinem Katzenabenteuer „Buntspecht und Anton“, von dem schon das eine oder andere Mal die Rede war. Es erscheint demnächst im Machandel Verlag (ISBN 978-3-95959-205-5; wer mag, kann die Buchhandlung des Vertrauens schon einmal darauf ansetzen). Es folgt der erste Auftritt der Heldin.

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Leseprobe Buntspecht und Anton

Maria Lichtmess fiel in diesem Jahr auf einen Freitag, und laut Mondkalender war sogar noch Vollmond. Für den Zauber, den Steffi vorhatte, sollte das reichen. Sie hatte ein paar Tage frei und beschloss, dass es höchste Zeit war, die Outdoor-Ritualsaison zu beginnen.

Sie zog sich warm an, packte die Trommel und die anderen Utensilien ein und machte sich auf den Weg in den Wald, zum Standing Stone. So nannte ihn zwar niemand in der Gegend, weil die Leute das gar nicht aussprechen konnten, aber Hinkelstein klang in Steffis Ohren zu sehr nach gallischem Dorf. Der über zwei Meter hohe, etwa anderthalb Meter breite Granitbrocken stand ein wenig abseits vom Weg. Hinter Bäumen und Gestrüpp sah man ihn kaum, Spaziergänger ließen ihn deshalb links liegen. Also konnte Steffi an seinem Fuß, zwischen Hasel und Eberesche und Eibe, in aller Ruhe ihre Rituale feiern. Eine Eiche in der Nähe bot die meiste Zeit des Jahres einen kräftigen Ast als Dach an. Der ideale Rahmen.

Heute wollte sie den Mann für dieses Jahr zu sich rufen, bei Gefallen auch für länger. Unterwegs überlegte sie, wer oder was ihr dabei helfen könnte. Vielleicht eine ihrer Ahninnen, die der Inquisition ein Schnippchen hatten schlagen können – weil sie eben wussten, was sie taten. Von denen gab es in ihrer Familie mehrere, und eine von ihnen hatte Steffi schon bei einer Spirit-Reise getroffen.

Sie räumte den kleinen Ritualplatz vor dem Hinkelstein auf. Der Wind in den letzten Tagen war wohl doch stärker gewesen, als es jenseits des Wohnzimmerfensters ausgesehen hatte. Schon auf dem Weg hatten teilweise recht kräftige Äste gelegen, hier war sogar eine dünne Birke umgeknickt. Anschließend baute Steffi Schneeglöckchen, Kerzen, Wasserschale und Räucherung auf. Sie rief die Himmelsrichtungen und die Elemente an, setzte sich mit dem Rücken zum Stein und begann ihre Meditation. Den Weg in jene Welt, in der die Ahnin und ihre Spirit Guides auf sie warteten, war sie schon einige Male gegangen. Sie konzentrierte sich und wollte diesem Pfad folgen, aber etwas hielt sie in ihrem Kreis fest.

* * *

Fortsetzung folgt.

Vorbereitungen zum NaNoWriMo

(Gestern muss ich wohl beim virtuellen Früschoppen gelumpt haben, deshalb kam da nichts mehr. Jetzt ist das Burgfest vorbei, also geht es auch wieder weiter.) Es ist August, also wird es höchste Zeit, Vorbereitungen für ein Event im November zu treffen, den diesjährigen NaNoWriMo. Diese Veranstaltung war schon immer größtenteils virtuell, deshalb fallen keine Corona-bedingten Änderungen an. Am 1. November um 0.00 Uhr fällt der Startschuss, bis zum 30. um 24.00 Uhr sind 50.000 Wörter an einem Roman zu schreiben.

Wo kommen die Ideen her?

Das macht umso mehr Spaß, wenn man mit ein paar Gleichgesinnten unterwegs ist und sich gegenseitig anfeuern oder die halbgaren Ideen im großen gemeinsamen Kessel fertig auskochen kann. In einer solchen Gruppe lautet die aktuelle Aufgabe, sich gegenseitig die Bausteine für eine Geschichte zu schenken. Bis Ende August soll dieses grobe Konzept fertig sein. Deshalb fahnde ich nach Ideen.

In den vergangenen Jahren habe ich oft Ideen für meine November-Romane aus Übersetzungsprojekten entwickelt. Da kämen bisher in Frage: indische Küche, eine schnelle Rundreise durch etwa tausend Jahre terranische Geschichte oder eine Welt, in der schon der zweite Evil Overlord erfolgreich beseitigt wurde. Davon springt mich noch nichts so richtig an, aber ich kann anfangen, über das eine oder andere systematisch nachzudenken.

Damit daraus eine lebendige Geschichte wird, kann ein zufälliges Element ganz nützlich sein. Ein Artikel aus der Lokalzeitung zum Beispiel (über einen verschwundenen Pinguin) oder eine der unerwünschten Werbeanzeigen, die einen im Netz von allen Seiten nerven. Vor ein paar Jahren bin ich da auf ein silbern funkelndes Saxofon und eine Ansammlung von rosalila Disney-Prinzessinnen gestoßen. Das habe ich mit den Quinoa-Rezepten des damals anliegenden Kochbuchs gemixt und habe ein Portal-Fantasy-Abenteuer herausbekommen.

Wenn auch das noch nicht genügt, hilft das MP3-Orakel weiter. Man schreibe sich einige Fragen zum angepeilten Plot und den dazugehörigen Figuren auf, schalte den Player auf zufällige Wiedergabe und interpretiere die laufenden Titel als Antwort auf die Fragen. Da kommt es allerdings auf die Vielfalt der Playlist an. In meiner steckt recht viel Mittelalterliches, und daher tritt in mehr als einem meiner November-Romane die Jungfrau Maria auf. Aussagekräftige Titel wie „Allegro“ oder „Menuett“ sind auch nur begrenzt hilfreich.

All diese gesammelten Elemente kann ich dann einmal aufkochen und in die Kochkiste packen. Da kann es ungestört vor sich hin garen, bis es gebraucht wird.

Virtuelles Konzert Nr. 11: Tanzmusik Marke Winneweh

Gestern gab es ein paar sonderbare Instrumente, heute kommt noch etwas Tanzmusik Marke Winneweh.

Mazurka:

Schottisch:

Walzer:

 

Polka:

An Dro:

Chapelloise:

Und zum Abdudeln bzw. -leiern:

Virtuelles Konzert Nr. 10: Winneweh

Wie angedroht geht es im heutigen virtuellen Konzert Nr. 10 um Winneweh. Das erste Video erklärt das Wesentliche. Man beachte die letzte Strophe.

Von Alphorn bis Zink ist seit Jahren ein Motto der Veranstaltung. Hier kommen auch ein paar weniger häufig anzutreffende Instrumente dazwischen zu Ton.

A vor weniger idyllischer Kulisse als gewohnt

Ohne D geht gar nix

G geht auch leiser

Mit sogar zwei M wird es ungewohnt feierlich

Die sind ein bisschen arg aufgebrezelt, haben aber ein schönes S

Jetzt fehlt nur noch das Z

Grünkern

Gestern gab es zwei Kochkäs-Rezepte zum Burgfest, heute kommt die Verpflegung für Winneweh, und da gibt es bekanntlich Grünkern, damit die Muse auch was zu kauen hat. Wie es sich für den dortigen Verpflegungsstand gehört, gibt es Suppe und Bratlinge, dazu einen bunten Salat. Und bei der aktuellen Witterung dürfte der Eiskaffee regen Absatz finden.

Grünkern

Grünkernsuppe

  • 100 g Grünkernschrot
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Suppengrün
  • 3 Tomaten
  • Öl
  • 1 ½ l Wasser
  • Salz
  • Petersilie
  • Schnittlauch

Zwiebel fein hacken. Suppengrün und Tomaten in passende Stücke schneiden.

Das Öl im Suppentopf erhitzen und alles darin andünsten.

Das Wasser angießen, salzen und zum Kochen bringen. Ca. 15 Minuten kochen lassen. (Nach Wunsch auf der abgeschalteten Herdplatte noch etwas nachquellen lassen.)

Inzwischen Schnittlauch und Petersilie hacken und die fertige Suppe damit bestreuen.

Grünkernbratlinge

  • 120 g Grünkernschrot
  • 80 g Quinoa (gibt‘s übrigens auch aus Odenwälder Anbau)
  • ½ l Gemüsebrühe
  • 300 g Möhren
  • 300 g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • 30 g Hartkäse (gerieben)
  • ½ TL Thymian
  • Pfeffer
  • Salz
  • ½ Bund Petersilie
  • 1 Prise Paprika
  • Öl zum Braten

Den Grünkernschrot und die (das?) Quinoa in der Gemüsebrühe in 10 bis 15 Minuten garen und abtropfen lassen.

Inzwischen Möhren und Zucchini raspeln, die Zwiebel fein zerkleinern. Gegebenenfalls den Käse reiben.

Dann das Gemüse, ds gegarte Getreide, das Ei und den Käse mit Kräutern und Gewürzen zu einem einigermaßen festen Teig verkneten.

Das Öl erhitzen.

Mit einem Esslöffel Bratlinge abstechen und pro Seite 5 Minuten braten. (Bei Bedarf den Ofen auf 50 °C vorheizen und die Bratlinge darin warmhalten, bis alles fertig ist.)

 

Zum Nachtisch und zum wieder Wachwerden gibt es

Kaffee-Eis

60 g Mokka (Bohnen)

200 ml Sahne

60 g Zucker

2 Eigelb

Die Sahne zum Kochen bringen, die Mokkabohnen hineingeben und zum Abkühlen beiseite stellen. Dann abseihen.

Inzwischen den Zucker mit dem Eigelb verrühren. Die Kaffee-Sahne nach und nach dazugeben.

Unter ständigem Rühren langsam erhitzen, bis es fast kocht. Abkühlen lassen, dabei immer wieder rühren.

In eine Gefrierdose füllen, ins Gefrierfach stellen und auch dort regelmäßig durchrühren, bis die gewünschte cremige Konsistenz erreicht ist.

 

Salatrezepte finden sich zum Beispiel hier und hier, noch was Kühles mit Kaffee hier.

 

Bild: Hubert Berberich via Wikipedia, CC BY-SA 3.0, aufgenommen am Ort des Geschehens, im Odenwälder Freilandmuseum Gottersdorf

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